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Leichtbauhallen auf Regierungsgelände

Erstaufnahme-Zweigstelle in Potsdam Leichtbauhallen auf Regierungsgelände

Seit September ist die Flüchtlingserstaufnahme auf dem Potsdamer Regierungsgelände in Betrieb. Das ehemalige Sozialministerium ist inzwischen belegt. Nun werden zusätzlich Leichtbauhallen aufgestellt, denn es fehlen Plätze. Während Familien in den Häusern unterkommen, sollen alleinstehende Männer in den Bauhallen leben.

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Flüchtlingskinder in der Erstaufname in der Heinrich-Mann-Allee

Quelle: André Bauer

Potsdam. In Potsdam werden neben den acht kommunalen Leichtbauhallen weitere acht Hallen als Unterkünfte für Flüchtlinge aufgebaut: Auf dem Regierungsgelände in der Heinrich-Mann-Allee werden die beheizbaren Notquartiere bis Ende Dezember aufgestellt, sagte der Koordinator des Deutschen Roten Kreuzes (DRK), Alfred Hasenoehrl, der MAZ. Hasenoehrl leitet die Erstaufnahme-Zweigstelle in Potsdam, die zur Entlastung von Eisenhüttenstadt (Oder-Spree) Mitte September quasi über Nacht eröffnet wurde. Insgesamt rund 1000 Flüchtlinge sollen so ab Januar auf dem Areal der Landesregierung Platz finden.

Leichtbauhallen wie diese sollen schon bald auch in der Heinrich-Mann-Allee aufgestellt werden

Leichtbauhallen wie diese sollen schon bald auch in der Heinrich-Mann-Allee aufgestellt werden.

Quelle: Schüler

Aktuell sind nach Angaben des Potsdamer Innenministeriums 451 Asylsuchende in den Gebäuden des früheren Sozialministeriums untergebracht, darunter 181 Kinder und Jugendliche. Bis Jahresende sei mit bis zu 700 Personen zu rechnen, so die Vize-Sprecherin des Innenministeriums, Susann Fischer. Fünf Wohn- und ein Lagergebäude seien dann belegt.

Hauptsächlich Syrer kommen nach Potsdam

„In die Leichtbauhallen sollen nur Männer ziehen“, erklärt Zweigstellenleiter Hasenoehrl. Familien sollen nur in den festen Häusern untergebracht werden – und zwar so lange, bis sie eine Unterbringung in einer Kommune finden. Die ersten Flüchtlinge, die am 14. September mit Bussen nach Potsdam kamen, haben die Erstaufnahmestelle laut Hasenoehrl inzwischen verlassen. Einige leben nun in Unterkünften in der Landeshauptstadt, der Großteil wurde auf andere Kommunen verteilt. „Nach wie vor kommen hauptsächlich Syrer und auch Afghanen zu uns“, sagt der DRK-Leiter. „Inzwischen hat sich alles gut eingespielt, wir haben eine gewisse Routine“, sagt Hasenoehrl, der früher als Entwicklungshelfer in der ganzen Welt unterwegs war, unter anderem als Nothilfe-Koordinator in Afrika. „Es ist ein bisschen, wie die Arbeit, die ich früher im Ausland gemacht habe.“ Die Lage in der Erstaufnahme sei relativ entspannt. Konflikte habe es bislang nicht gegeben.

In der Heinrich-Mann-Allee sind insgesamt knapp 40 DRK-Mitarbeiter im Einsatz, die sich um die Versorgung, Betreuung und Beratung der Flüchtlinge kümmern. Registrierung und Antragsbearbeitung sind in der Zweigstelle nach wie vor nicht möglich. Nur die medizinische Erstuntersuchung erfolgt in Potsdam.

Neue Anlaufstelle für arbeitsuchende Flüchtlinge

Neue Wege bei der Flüchtlingsarbeit gehen künftig die Agentur für Arbeit und das Jobcenter Potsdam. Ab dem 15. Dezember haben Geflüchtete, die in der Region nach einem Arbeits- oder Ausbildungsplatz suchen, im Horstweg 102-108 eine Anlaufstelle, die von beiden Institutionen gemeinsam betrieben wird. Entsprechend der aktuellen Rechtslage betreut die Arbeitsagentur Asylbewerber und Geduldete. Sobald das Asylverfahren abgeschlossen ist, sind die Jobcenter zuständig. „Oft haben die geflüchteten Menschen zu ihren Ansprechpartnern ein erstes Vertrauensverhältnis aufgebaut und müssen sich dann an völlig andere Gesichter gewöhnen – das ist alles andere als optimal“, erklärt die Potsdamer Agenturchefin Ramona Schröder, warum die neue Anlaufstelle geschaffen wurde.

Von Marion Kaufmann

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