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Ausbildungspreis für Potsdamer Baudenkmalpfleger Roland Schulze Lernen bei den Besten

Die Lehre in der Baudenkmalpflege von Roland Schulze beginnt mit einer Schultüte. In den meisten Fällen endet sie mit einem festen Arbeitsplatz. Zwischendrin gibt’s das Rüstzeug fürs Handwerk und fürs Leben. Für sein Engagement und den hohen Anspruch erhielt Schulze jetzt den Brandenburgischen Ausbildungspreis. Es heißt, einen würdigeren Preisträger könne man sich kaum wünschen.

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Hannes Kaschubowski lernt bei Roland Schulze den traditionellen, aber seltenen Beruf des Betonwerksteinbauers und Terrazzoherstellers, hier mit Mentor, dem 79-jährigen Rudi Moisel.

Quelle: Roland Schulze

Potsdam. Wer nicht nur fleißige Handwerker, sondern auch hervorragende Ausbilder sehen möchte, klopft am besten bei der Baudenkmalpflege von Roland Schulze in Babelsberg an: Bei einem Festakt in der Staatskanzlei haben am Montag Ministerpräsident Dietmar Woidke und Wirtschaftsminister Albrecht Gerber (beide SPD) den Unternehmer mit dem Brandenburgischen Ausbildungspreis ausgezeichnet.

„Roland Schulze ist mit seinem Handwerksbetrieb zweifellos ein Vorbild in Sachen Ausbildung weit über das Handwerk hinaus“, lobt Ralph Bührig, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Potsdam. Schulzes Engagement sei beispielgebend, sein Ausbildungsanspruch groß. Hinzu komme, dass das Unternehmen und Roland Schulze selbst mit einem vielfältigen ehrenamtlichen Engagement beeindrucken. „Einen würdigeren Preisträger kann man sich für das Handwerk kaum wünschen“, so Bühring.

Roland Schulze hat sein Unternehmen 1989 noch vor der Wende gegründet

Roland Schulze hat sein Unternehmen 1989 noch vor der Wende gegründet. Der Familienbetrieb bildet seit jeher aus.

Quelle: Friedrich Bungert

Azubi des Monats Dezember 2016, der Eintrag ins Goldene Buch der Landeshauptstadt im Mai, jetzt der Ausbildungspreis: Die Auszeichnungen fliegen Roland Schulze und seinem 1989 gegründeten Familienbetrieb geradewegs zu. „Natürlich freuen wir uns sehr, aber wir sind nicht auf Preise aus“, sagt Roland Schulze. „Wir machen hier nur unsere Arbeit“, sagt er wie so oft. „Wir wollen unseren Beitrag leisten, um die Existenz des Handwerks zu sichern.“ Derzeit zählt die Firma, die seit jeher ausbildet, elf Lehrlinge: Maurer, Stuckateure, Dachklempner. Ein Azubi lernt den traditionellen, aber seltenen Beruf des Betonwerksteinbauers und Terrazzoherstellers. Bei Schulze lernen junge Leute aus ganz Brandenburg. Sein am weitesten gereister Azubi stammt indes aus Argentinien. Die Lehre in Babelsberg beginnt mit einer Schultüte. In den meisten Fällen endet sie mit einem festen Job. Zwischendrin gibt’s das Rüstzeug fürs Handwerk und fürs Leben.

Sebastian Rodriguez kam von Argentinien über Spanien zur Lehre nach Potsdam

Sebastian Rodriguez kam von Argentinien über Spanien zur Lehre nach Potsdam.

Quelle: Rainer Schüler

Bereits zum 13. Mal wurde der vom Arbeitsministerium ausgelobte Ausbildungspreis verliehen. Neben Roland Schulze dürfen sich in diesem Jahr sieben weitere über diese Ehre freuen – und über je 1000 Euro. Das Geld investiert Roland Schulze in die Ausbildung. Weil auch das Lehren gelernt sein will, möchte er einen „richtig guten Coach“ engagieren, der die Vorarbeiter in Didaktik schult. Bald schon soll jeder die wichtigsten Methoden und Kniffe drauf haben, um seinen Erfahrungsschatz weiter zugeben.

Jeder Azubi hat einen persönlichen Mentor an der Seite – der bringt seinem Schützling nicht nur bei, Stein auf Stein zu setzen. „Er ist im Beruflichen wie im Privaten auch eine Art Ersatzvater“, so Schulze. „Man darf nicht vergessen, dass unsere Jungs hier mit 16, 17 anfangen – ein Alter, in dem viel los ist im Leben. Da ist Vertrauen unheimlich wichtig.“ Schulze und seine Truppe kümmern sich: Die Firma besorgt den jungen Leuten schon mal eine Wohnung, übernimmt die Kitagebühren, wenn Nachwuchs kommt. Wer fit ist, kann nach der Lehre in Schulzes Reihen bleiben. „Das ist ja unser erklärtes Ziel“, sagt der Chef.

Von Nadine Fabian

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