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Korrupte Berliner Republik

Am Donnerstag Lesung im MAZ-Media-Store in Potsdam Korrupte Berliner Republik

Rainer Wittkamp stellt am Donnerstag um 19 Uhr im MAZ-Media-Store seinen Kriminalroman „Frettchenland“ vor. Das Buch handelt von Spitzenpolitikern, die sich die Interessen internationaler Holdings und der Großindustrie zu eigen machen. Die unmittelbar im Berliner „Machtzentrum“ angesiedelte Handlung hält einige Überraschungen bereit.

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Rainer Wittkamp liest am Donnerstag im MAZ-Media-Store.
 

Quelle: Picasa

Potsdam.  Der deutsche SPD-Politiker Martin Schulz wäre vielleicht so ein Beispiel. Als der Finanzhai Nicolas Berggruen 2010 den Karstadt-Konzern kaufte, gab es viele warnende Stimmen. Doch Schulz, heute Präsident des Europäischen Parlaments, legte dann ein gutes öffentliches Wort für Berggruen ein und stellte ihn als äußerst seriösen Geschäftsmann dar.

Von Spitzenpolitikern, die sich die Interessen internationaler Holdings und der Großindustrie zu eigen machen, handelt der Krimi „Frettchenland“ von Rainer Wittkamp. Die fiktive Handlung ist unmittelbar im Berliner Machtzentrum angesiedelt, der Mord ereignet sich im Paul-Löbe-Haus, das durch einen unterirdischen Tunnel mit dem Reichstag verbunden ist.

Nils Janssen, der Vorsitzende eines Parlamentsausschusses, der die Höhe der Abfindungen ermitteln soll, die der Atomindustrie nach dem Atomausstieg der Regierung angeblich zustehen, hat sich mit viel Geld schmieren lassen. Die Polizei war ihm schon auf den Fersen, doch dann wurden die Ermittlungen auf Anweisung von ganz oben eingestellt.

Als nun die Leiche einer Personenschützerin gefunden wird, führen die Spuren wiederum in das zwielichtige Milieu zwischen Politikern und Lobbyisten. Martin Nettelbeck wird mit dem Fall betraut. Der Kommissar ermittelte bereits in „Schneekönig“ und „Kalter Hund“. Wie Autor Wittkamp wohnt Nettelbeck in Berlin-Charlottenburg und wollte eigentlich Jazz-Posaunist werden.

Nettelbecks Arbeitsweise entspricht der eines Journalisten, der Belege für eine gemutmaßte Weltverschwörung sucht. Er löst den Fall nicht mit Hilfe von Indizien. Statt vielem Kleinklein lernt der Leser viele interessante Nebenfiguren kennen.

Die Politiker der Berliner Republik hält der Autor offenbar prinzipiell für korrupt, erpressbar und verlogen. Sein Kommissar muss nur eins und eins zusammenzählen, um herauszubekommen, wem der Mord anzulasten ist. Beweise zu liefern, das fällt ihm schwer. Und dem machtvollen Bösen das Handwerk zu legen, erst recht. Das kleine, private Glück hält Kommissar Nettelbeck davon ab, völlig zu verzagen.

Rainer Wittkamp stellt seinen druckfrischen Krimi „Frettchenland“ am Donnerstag, 19 Uhr, im MAZ-Media Store (Friedrich-Ebert-Straße 85) vor. Hier Tickets reservieren

Von Karim Saab

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