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Potsdam Licht aus im Potsdamer Rathaus
Lokales Potsdam Licht aus im Potsdamer Rathaus
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17:19 09.03.2017
Das Potsdamer Rathaus. Quelle: Bernd Gartenschläger
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Potsdam

Am 25. März, einem Sonnabend, bleiben im Rathaus zwischen 20.30 und 21.30 Uhr die Lichter aus. Das hat der Hauptausschuss am Mittwochabend auf Antrag der Grünen beschlossen – bei mehreren Gegenstimmen und Enthaltungen. Die Stadt beteiligt sich mit dieser Aktion erstmals an der „Stunde der Erde“, einer weltweiten Klima- und Umweltschutzaktion, mit der seit 2007 für den Klimaschutz geworben wird. 2016 wurden in mehr als 7000 Städten in 178 Ländern Bauwerke und Denkmäler für eine Stunde in Dunkelheit gehüllt.

Lichter sind sowieso aus

Oberbürgermeister Jann Jakobs (SPD) räumte auf Nachfrage von Wolfhard Kirsch (Bürgerbündnis/FDP) zur Sinnhaftigkeit der Aktion ein, dass die Lichter im Rathaus im betreffenden Zeitraum „sowieso aus“ seien. Birgit Müller (Linke) fragte: „Was sagt der Energieversorger dazu?“ Jakobs antwortete unwirsch: „Mit dem habe ich nicht gesprochen.“ Die Stadtwerke hätten zwar „einen ganz großen Schalter, mit dem könnten die alles auf Null stellen“, aber, so der Oberbürgermeister, „das wäre mit großen Schwankungen verbunden“.

Jakobs: „keines Beschlusses bedurft“

Nach der Abstimmung kritisierte Jakobs, dass die Grünen auf eine Einbringung ihres Antrages und damit auf eine Vorstellung des Anliegens verzichtet hatten: „Ich finde es sehr bedauerlich, dass keine Erörterung stattgefunden hat.“ Er „glaube nicht, dass wir dem Anliegen gerecht werden, indem wir von 20.30 bis 21.30 Uhr die Lichter ausmachen“. Für die Teilnahme an der Aktion hätte es laut Jakobs „keines Beschlusses, sondern einer Kampagne“ bedurft.

Stadt soll für „Stunde der Erde“ werben

Laut Antrag der Grünen soll die Stadt zur „Stunde der Erde“ „am Rathaus die Lichter“ ausschalten, bei den städtischen Unternehmen eine „entsprechende Beteiligung veranlassen“ und auch bei anderen Partnern wie Kirchen und Verbänden dafür werben, ihre Außenbeleuchtung für diese Stunde auszuschalten. Der Antrag der Grünen wurde allerdings erst am 1. März in die Stadtverordnetenversammlung eingebracht und von dort zur Entscheidung in den Hauptausschuss überwiesen.

Eigentlich hätte der Hauptausschuss sich nach der Geschäftsordnung erst am 29. März mit dem Antrag befassen sollen, also nach dem Samstag mit der „Stunde der Erde“. Doch auf Antrag des Oberbürgermeisters war das Thema kurzfristig auf die Tagesordnung des gestrigen Hauptausschusses gehoben worden, um noch vor dem Termin darüber befinden zu können.

Ab jetzt jedes Jahr dabei

Im kommenden Jahr wird die Stadt besser auf den „Stunde der Erde“ vorbereitet sein. Mit dem Beschluss des Antrags der Grünen wurde auch festgelegt: „In den Folgejahren nimmt die Landeshauptstadt ebenfalls an der Aktion teil.“

Von Volker Oelschläger

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