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Lichter für die Tafel

TV-Koch löst Versprechen ein und brutzelt bei Lebensmittelhilfe-Verein / Übergabe neuer Räume geplatzt Lichter für die Tafel

Die gute Nachricht zuerst: Horst Lichter, der Spaßmacher unter den Fernsehköchen, besucht den Lebensmittelhilfe-Verein Potsdamer Tafel. „An diesem Sonntag werden wir bei einem Tafelfamilientreffen mit ihm kochen“, freut sich Tafel-Sprecherin Maria Conze.

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Komiker in der Küche: TV-Koch Horst Lichter ist am Sonntag der Star beim Tafelfamilientreffen.

Quelle: dpa

POTSDAM. Damit löst Lichter ein Versprechen ein. Die rheinländische Frohnatur hatte den Besuch im Juli vergangenen Jahres zugesagt, als die Potsdamer Tafel in der Jubiläumswoche anlässlich der 1000. Sendung der ZDF-Kochshow „Küchenschlacht“ den Silberrang erbrutzelte. Am Herd stand Maria Conze, die mit Beelitzer Spargel Ilse Aigner, Bundeslandwirtschaftsministerin und Jurorin, überzeugen und ins Finale einziehen konnte. Lohn des Kochmarathons: ein Scheck im Wert von 2500 Euro für den Verein. Die Prämie kam in den Spendentopf für dringend benötigte Kühltechnik.

Die sollte ab April in der neuen Lebensmittelausgabestelle in dem ehemaligen Getränkemarkt in der Drewitzer Straße eingebaut werden. Doch, und das ist die schlechte Nachricht, die für gestern geplante Schlüsselübergabe ist geplatzt. „Die Einladung der Stadt kam recht kurzfristig. Es sind Osterferien und unsere beiden Vorstände verreist“, begründet Maria Conze die Absage des Termins durch die Tafel. Auch sei der Mietvertrag für das vom Kommunalen Immobilienservice Kis verwaltete Objekt zwischen Bernhard-Kellermann- und Friedrich-Wolf-Straße noch gar nicht unterzeichnet. Nach MAZ-Informationen hat die Stadtverwaltung dem Verein eine Frist gesetzt: Bis Ende der Woche sollen die Unterschriften erfolgt sein. Den Kis-Standard-Mietvertrag habe man ebenfalls „auf den letzten Drücker zu Ostern unter dem Motto ,Ende gut, alles gut’“ erhalten, so Conze. „Welche Kosten nun tatsächlich auf uns zukommen, ist noch nicht geklärt.“ Die Vereinssprecherin nennt als Schmerzgrenze 500 Euro monatlich.

Die Finanzierung sei geregelt, heißt es im Rathaus. „Die Stadt trägt komplett die monatliche Miete von 2150 Euro. Die verbrauchsabhängigen Betriebskosten bezahlt die Tafel, so ist es vereinbart“, sagt Stadtsprecher Jan Brunzlow auf Anfrage. In dem Haus – Eigentümer sind die Stadtwerke – sei innen alles fertig. „Ein barrierefreier Zugang wurde gebaut, dafür muss in den nächsten Tagen noch das Geländer angebracht werden“, so der Stadtsprecher. In dem Flachbau steht eine Fläche von 250 Quadratmetern zur Verfügung, die Böden sind hygienisch gefliest, es gibt eine Station für die Anlieferung von Waren.

Die beengte Tafel-Ausgabestelle für Bedürftige im Stadtteil Schlaatz war im September 2012 wegen unzumutbaren Andrangs und nach einem Polizeieinsatz geschlossen worden. (Von Carola Hein)

100 Ehrenamtliche verteilen pro Woche rund zehn Tonnen Lebensmittel Holte Horst Lichter, den Fernsehkoch mit einem Faible für Butter und Sahne, nach Potsdam: Maria Conze. „Ich habe ihn bei der ZDF-Küchenschlacht gewonnen“, sagt die Sprecherin der Potsdamer Tafel.

Der Lebensmittelhilfe-Verein wurde im Februar 1998 nach dem Vorbild der Tafeln in vielen deutschen Großstädten gegründet.

Mit etwa 100 ehrenamtlichen Mitstreitern unterstützt der Verein jede Woche zirka 1200 Bedürftige, darunter kinderreiche Familien.

16 Fahrer und Beifahrer transportieren dafür rund zehn Tonnen Lebensmittel. Das sind Waren, die qualitativ einwandfrei sind, im Handel aber bereits aussortiert werden.

Drei Ausgabestellen betreibt die Tafel: in Potsdam in der Schopenhauerstraße 8 und im Stadtteilladen Kirchsteigfeld, sowie in der Wärmestube in Werder/Havel.

Seit 2006 sucht der Verein in Potsdam nach einem bezahlbaren Objekt, in dem neben der Essensausgabe auch ein modernes Kühllager untergebracht werden kann. Knapp 40 Standorte hat die Stadt seitdem vorgeschlagen, doch keiner erwies sich aus Sicht der Tafel als geeignet. Nun soll es in der Drewitzer Straße klappen. he

 

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