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Lina Wendel präsentierte „Herbert“

Zu Gast im Babelsberger Thalia-Kino Lina Wendel präsentierte „Herbert“

2014 bewegte die Ice Bucket Challenge die Gemüter – eine Spendenaktion zugunsten der Erforschung und Bekämpfung der Nervenkrankheit ALS. In der Charakterstudie „Herbert“ verkörpert Peter Kurth ergreifend das Schicksal eines ALS-Kranken. An seiner Seite spielt Lina Wendel, die am Donnerstagabend das Thalia-Kino besuchte.

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Schauspielerin Lina Wendel war am Donnerstagabend zu Gast im Thalia-Kino.

Quelle: bernd gartenschläger

Babelsberg. „Kriegste überhaupt noch einen hoch mit deiner Krankheit?“ Ganz unverblümt fragt das Marlene ihren Lover Herbert (sensationell: Peter Kurth), dem die unheilbare Muskelkrankheit ALS zu schaffen macht. Herbert, Titelfigur in Thomas Stubers Langspielfilmdebüt, war ein Bär von einem Mann. Vor der Wende ein erfolgreicher Boxer – „der Stolz von Leipzig“ – schlägt er sich längst als Geldeintreiber, Türsteher, Trainer durch. Als Krämpfe und Zuckungen immer öfter durch seinen hünenhaften Körper ziehen, diagnostizieren Ärzte bei Herbert ALS. Fortan versucht der 50-Jährige, seine mehr oder minder gescheiterten Beziehungen zu Freundin Marlene (Lina Wendel) und zu Tochter Sandra (Lena Lauzemis) auf die Reihe zu bekommen.

Von ihrem „großen Glück“, in „Herbert“ mitgewirkt zu haben, berichtete Lina Wendel (50) am Donnerstagabend im Thalia-Kino: „Als Schauspieler erlebt man nur alle zehn Jahre ein Projekt, in dem wirklich alles stimmt.“ Sofort war Lina Wendel vom Drehbuch begeistert gewesen: „Alle Figuren haben ihren eigenen Bogen.“ Das Skript schrieb Studentenoscar-Gewinner Stuber mit Bestsellerautor Clemens Meyer. So wirkt „Herbert“ manchmal wie eine 25-Jahre-später-Fortsetzung von Meyers Wenderoman „Als wir träumten“: Die rauen Leipziger Milieus ähneln sich, und irgendwie beschleicht einen das Gefühl, das die Jungs der „Als wir träumten“-Clique – wie Herbert – ein Leben im Zwielicht der Gesellschaft führen.

Besonders mochte Lina Wendel die intensive Zusammenarbeit mit Kurth. „Schon beim Casting waren wir auf Augenhöhe.“ Als Marlene mit Nehmer-Qualitäten begleitet sie Herbert durch seinen Kampf gegen die Krankheit – bis er ihre Anwesenheit nicht mehr erträgt. „Wenn man liebt, muss man auch loslassen können“, sagte die Aktrice beim Filmgespräch nach der leider nur schwach besetzten Vorstellung. Wer starke Schauspieler – Peter Kurth hat für seine großartige Leistung den Deutschen Filmpreis verdient! – in einem starken Film sehen will: ab ins „Thalia“!

„Herbert“ im Thalia-Kino: Sa., So., Di., Mi., je 21 Uhr, So. 12.10, Mo, 21.15 Uhr.

Von Ricarda Nowak

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