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Potsdam Linke: Parteilose soll ins Potsdamer Rathaus
Lokales Potsdam Linke: Parteilose soll ins Potsdamer Rathaus
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13:30 11.01.2018
Martina Trauth-Koschnick.  Quelle: Bernd Gartenschläger
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Potsdam

 Die Linken wollen mit der parteilosen Gleichstellungsbeauftragten Martina Trauth-Koschnick (52) ins Rennen um das Oberbürgermeisteramt gehen. Nachdem am Donnerstag der Kreisvorstand über die Personalie diskutiert hatte, wurde am Freitag das weitere Vorgehen mit den Vorsitzenden der Ortsverbände debattiert. „Wir haben uns sehr bewusst entschieden, mit unserem Vorschlag für dieses Amt ein überparteiliches Angebot zu unterbreiten“, erklärte Kreischef Stefan Wollenberg: „Wir haben in den vergangenen Monaten Gespräche auch über Parteigrenzen hinweg geführt, um die Chancen für ein gemeinsames Vorgehen mit weiteren Partnern auszuloten – leider ohne Erfolg.“

Ex-Kreischef Sascha Krämer (l.), der eine große Aktie an der Bewerbung von Martina Trauth-Koschnick hat, und die beiden Kreischefs Kati Biesecke und Stefan Wollenberg. Quelle: Christel Köster

Dennoch halte man an der Überzeugung fest, dass „in der konkreten Potsdamer Situation“ eine überparteiliche Besetzung die beste Lösung für die Stadt darstelle, so Wollenberg. In den kommenden Wochen soll in den Ortsverbänden in Vorstellungsrunden für den Personalvorschlag geworben werden. Die Nominierung durch den Kreisverband findet auf einer Gesamtmitgliederversammlung am 13. Januar statt. Linken-Fraktionschef Hans-Jürgen Scharfenberg will Trauth-Koschnicks Kandidatur unterstützen: „Das ist eine echte Chance für die Linken und für die Stadt – sie ist eine Powerfrau.“

Linken-Fraktionschef Hans-Jürgen Scharfenberg. Quelle: Friedrich Bungert

Martina Trauth-Koschnick wurde 2010 von den Stadtverordneten zur Gleichstellungsbeauftragten und Leiterin des Büros für Chancengleichheit und Vielfalt gewählt. Davor war sie als Gesundheits- und Sozialplanerin in der Stadtverwaltung tätig. Die Diplom-Sozialpädagogin und Gesundheitswissenschaftlerin ist im Dörfchen Knittelsheim in Rheinland-Pfalz aufgewachsen. Zunächst arbeitete Trauth-Koschnick als medizinisch-technische Assistentin. In einem Krankenhaus war sie für Labor- und Röntgenuntersuchungen verantwortlich. Sie holte ihr Abitur nach, ehe sie nach Berlin umzog. Hier studierte sie Sozialpädagogik, später schloss sie einen Studiengang mit dem Master of Public Health ab. Seit 1998 arbeitet die Mutter einer erwachsenen Tochter im Rathaus. Oberbürgermeister Jann Jakobs (SPD) – damals noch als Sozialdezernent – holte sie ins Amt. „Ich bewerbe mich, weil ich denke, dass es mir gelingen kann, die Stadt im Ganzen weiterzuentwickeln und Lösungen gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern zu finden“, sagte Trauth-Koschnick am Freitag zu ihrer Motivation für die Bewerbung.

SPD-Unterbezirkschefin Ulrike Häfner und Fraktionschef Pete Heuer. Quelle: Bernd Gartenschläger

Unterdessen hat die SPD ihren Plan für die Nominierung ihres Kandidaten für die Oberbürgermeisterwahl skizziert. Wie berichtet, bewerben sich derzeit drei Männer – Bürgermeister Burkhard Exner, Sozialdezernent Mike Schubert und der Ex-Fachbereichsleiter für Grün- und Verkehrsflächen, Frank Steffens. Unterbezirkschefin Ulrike Häfner und Fraktionschef Pete Heuer drückten am Freitag ihr Bedauern darüber aus, dass sich keine Bewerberin gefunden habe. Allerdings müsste auch die Absage der zurückgetretenen Brandenburger SPD-Generalsekretärin Klara Geywitz respektiert werden: „Eine Frau ein Wort“, sagte Häfner.

SPD-Landtagsabgeordnete Klara Geywitz Quelle: Privat

Geywitz hatte nach ihrem Rücktritt auf MAZ-Nachfrage erklärt, sie sei „kein Job-Hopper.“ Der Nominierungsfahrplan sieht folgendermaßen aus: Die 900 Mitglieder werden zu zwei nicht-öffentlichen Foren eingeladen: am 10. November im Bürgerhaus am Schlaatz, am 24. November in der Aula des Einstein-Gymnasiums. Die geheime Wahl findet am 20. Januar im Kongresshotel am Templiner See statt.

Auch Themen, die zuletzt für Irritationen gesorgt hatten, sollen zur Sprache kommen. Beispiel: Das kolportierte Versprechen von Mike Schubert, das er vor seiner Wahl zum Sozialdezernenten einigen Unterstützern aus den eigenen Reihen gegeben haben soll: Er werde das Amt über die volle Dauer von acht Jahren ausüben. „Falls das so ist, muss er das gegenüber denjenigen klären, denen er das versprochen hat – das ist seine Verantwortung“, sagte Häfner. Heuer schlug in eine ähnliche Kerbe: „Ich gehe davon aus, dass das in den Gremien, wo er es gesagt wurde, zu besprechen ist.“ Aus Sicht des Spitzen-Duos muss der künftige Kandidat über folgende Eigenschaften verfügen: „Eine zugewandte Person, die ein gewinnendes Wesen mit guter Präsenz und einen breiten Erfahrungshintergrund hat – und er darf die sozialdemokratische Bodenhaftung nicht verloren haben.“

Von Ildiko Röd

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