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Linke bezeichnen Gegendemo als Erfolg

Pegida in Potsdam Linke bezeichnen Gegendemo als Erfolg

Der Unmut der Potsdamer Linken über die Ausschreitungen linker Gegendemonstranten zur Pegida-Kundgebung am Montagabend hält sich in Grenzen. Fraktionschef Hans-Jürgen Scharfenberg bezeichnet den Protest als Erfolg, schränkt aber ein. Auch der Brandenburger Bundestagsabgeordnete Norbert Müller hat eine eindeutige Meinung zur Demo.

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Linken-Fraktionschef Hans-Jürgen Scharfenberg findet die Gewalt auf der Demo „bedauerlich“: „Sowas verbietet sich in dem Zusammenhang.“

Quelle: Christel Köster

Potsdam. Potsdams Linken-Fraktionschef Hans-Jürgen Scharfenberg sieht die Gegendemo zur Pegida-Kundgebung vom Montagabend als Erfolg. „Potsdam ist kein Boden für Pegida und Ähnliches“, sagte er am Dienstag der MAZ: „Wir können stolz sein, dass so viele Leute gegen Pegida auf der Straße waren, bei diesem Wetter und zu dieser Zeit.“ Die Gegendemo habe gezeigt, dass es in Potsdam sehr viele Menschen gibt, die sich für eine weltoffene Stadt engagieren. Die Linke bedauere es sehr, „dass es diese Zuspitzungen gab. Dafür gab es keinen Grund“, denn das „Übergewicht der demokratischen Kräfte“ sei eindeutig gewesen. „Solche Mittel verbieten sich. Gewalt darf es in dem Zusammenhang nicht geben“, sagte Scharfenberg. Er schloss nicht aus, dass auch Krawalltouristen nach Potsdam gekommen sind, die meisten Gegendemonstranten seien aber aus Potsdam gewesen.

Scharfenberg selbst war bei der Kundgebung des städtischen Bündnisses „Potsdam bekennt Farbe“ an der Ecke Lustgarten und Schlossstraße. „Ich will nicht mehr Einsatzkräfte von der Polizei fordern“, sagte Scharfenberg der MAZ: „Die Zivilgesellschaft muss stärker auftreten.“

Linken-Bundestagsabgeordnete kritisiert MAZ-Kommentar

Der Brandenburger Bundestagsabgeordnete Norbert Müller hat zur Anti-Pegida-Demonstration seine eigene Meinung. Dabei nahm er Bezug auf einen MAZ-Kommentar. Redakteur Ulrich Wangemann schrieb darin, dass die Randale vom Montag der rechten Szene eine unnötige Aufmerksamkeit beschere. „Ulrich Wangemann irrt“, schreibt Müller an die MAZ. Wegsehen sei keine Strategie. „ Erfolgreiche Nazi-Aufmärsche ziehen Rechte an und geben ihnen die Möglichkeit die Straße zu besetzen - zumindest zeitweise.“ Deswegen müsse es darum gehen, ihnen nicht den öffentlichen Raum zu überlassen. „Weil das einer breit aufgestellten Zivilgesellschaft in Potsdam bisher gelungen ist, fassen Nazis in unserer Stadt bisher kaum Fuß. Das allein zählt für mich.“

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Potsdam, 11. Januar 2016: Die Pegida-Demo in Potsdam mit rund 150 Teilnehmern wird nach wenigen Minuten beendet. Doch aus den Reihen der Gegendemonstranten beginnen Krawalle, die die Potsdamer Innenstadt stundenlang lahmlegen.

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Von Rainer Schüler

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