Volltextsuche über das Angebot:

6 ° / 5 ° heiter

Navigation:
Linke werfen Pegida Blindheit nach rechts vor

Pegida in Potsdam Linke werfen Pegida Blindheit nach rechts vor

Zu den Pegida-Veranstaltungen in Potsdam reisen nicht nur Mitglieder anderer Ortsverbände zu den Kundgebungen an, auch gewaltbereite Fußball-Hooligans und Neonazis finden sich darunter. Solange sie keine eigene Propaganda machen, etwa wie am Mittwoch Hitlergrüße zeigen, werden sie von den Veranstaltern nicht zurückgewiesen. Jetzt hagelt es deutlich Kritik.

Voriger Artikel
Spendenaufruf für Cona: Kosten sind gedeckt
Nächster Artikel
Fußgängerin bricht sich das Bein

„Nazis raus“ war am Mittwoch die meist gehörte Parole der Anti-Pegida-Demonstranten.

Quelle: Julian Stähle

Potsdam. Dass die Potsdamer Pegida neben gewaltbereiten Fußball-Hooligans auch Neonazis an ihren Demonstrationen teilnehmen lässt, ist in den Augen der Linkspartei ein „Abschied von der Demokratie“. „Mit bürgerlicher Maske wollte Pogida in Potsdam gegen Überfremdung und den Islam demonstrieren“, sagte Linken-Kreischef Sascha Krämer am Freitag. Wenn die Pegida-Führung in Potsdam Nazis mitlaufen lasse, sich aber zugleich von jedem nazistischen Gedankengut distanziere, passe etwas nicht zusammen. Der „demokratischen Anstrich“, den Pegida-Anmelder Christian Müller „sich selbst verpasst“ habe, sei „abgebröckelt.“

Ein Pegida-Demonstrant hatte am Mittwoch unter anderem mit einem Hitlergruß provoziert >>

In Potsdam streite man vortrefflich über Politik, so Krämer: „Doch bei einer Sache stehen die demokratischen Akteure in dieser Stadt zusammen. Wenn es um Toleranz, Weltoffenheit und eine vielfältige Gesellschaft geht“ und um „buntes Potsdam. Wir wollen auch weiterhin auf friedlichem Wege klar zeigen: Pogida und andere Rassisten sind in Potsdam nicht willkommen.“

Allerdings stehe die Stadtgesellschaft „vor einer komplizierten Situation. Fragen der Bürger müssen beantwortet werden, Ängste genommen werden.“ Man müsse „Flagge zeigen, wenn gehetzt wird, wenn angestachelt, wenn verunglimpft wird. Die, die nur dumpfe Parolen haben, müssen wir mit Argumenten zum Schweigen bringen.“ Wer die Willkommenskultur von Potsdam zerstören wolle, werde scheitern. „Wir werden es nicht zulassen, dass Rassismus und Menschenfeindlichkeit salonfähig werden, damit nicht Hetze sondern Herz auf unseren Straßen herrscht!“

Von Rainer Schüler

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr zum Artikel
Kundgebung am Mittwoch
Der sowjetische Soldatenfriedhof  auf dem Bassinplatz ist am Holocaust-Gedenktag viel zu nahe am bisherigen Kundgebungsstandort der Pegida, sagt die Polizei.

Zweimal konnten sie nicht wie sie wollten, nun ruft die Pegida-Bewegung zur dritten Demonstration in Potsdam auf. Am Mittwochabend. Die Route wird erst kurz vor Demobeginn bekannt gegeben. Der Startpunkt steht mit dem Hauptbahnhof allerdings bereits fest. Und es gibt ein Tabu für die rechte Demo.

mehr
Mehr aus Potsdam
Potsdams Innenstadt - vor und nach dem Krieg

Der 14. April 1945 ist ein sonniger, warmer Frühlingstag – ein Sonnabend.  Um 22:15 Uhr ertönen die Sirenen, Bomben fallen auf Potsdam und wenig später marschiert die russische Armee in Potsdam ein. Das Stadtbild ist ein anderes geworden.

Das Protokoll zum Luftangriff: www.maz-online.de/Nacht-von-Potsdam

57811e88-cc1d-11e5-9fb5-3858ea6ed044
Babys aus Oberhavel (6)

Babys aus Oberhavel, Januar/Februar 2016

MAZab: Termine

Was geht ab? Jede Menge Events in Potsdam und im Land Brandenburg

Kinoprogramm

Alle aktuellen Filme in den Kinos von Potsdam und im ganzen Land Brandenburg