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Potsdam Linke will Zoohandlung in der Biosphäre
Lokales Potsdam Linke will Zoohandlung in der Biosphäre
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16:35 26.05.2017
Eingang zur Potsdamer Biosphärenhalle. Quelle: Friedrich Bungert
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Potsdam/Bornstedter Feld

Die Linke will die Biosphäre für ein Nutzungsspektrum öffnen, das über den Vorschlag von Oberbürgermeister Jann Jakobs (SPD) hinausgeht. Fraktionschef Hans-Jürgen Scharfenberg sagte nach einem Ortstermin seiner Fraktion mit dem Geschäftsführer der Biosphäre, Eckhard Schaaf, es gebe noch „Flächenpotenziale“.

Wie berichtet, will die Verwaltung trotz hohen finanziellen Aufwands an der Biosphäre festhalten, die laut Förderrecht nur bis November öffnen müsste. Nach einer auf 6,5 Millionen Euro geschätzten Sanierung sollen künftig bis zu 1,9 Millionen Euro jährlich als Zuschuss für den Betrieb der Tropenhalle fließen. Dabei hofft die Stadt auf einen privaten Betreiber.

Reserven im Vergleich zum bisherigen Betrieb sieht man im Ausbau der Gastronomie und des Veranstaltungsbereichs, die bislang im Zusammenhang mit der Millionenförderung bei der Errichtung der Halle für die Buga 2001 nur eingeschränkt zulässig waren. Im November endet die Zweckbindungsfrist. Danach ist beispielsweise auch Außengastronomie zulässig, die der Biosphäre bisher aus Konkurrenzschutzgründen verboten war.

Im Zusammenhang mit diesen wirtschaftlichen Plänen hat die Verwaltung deutlich gemacht, dass eine Erweiterung des Nutzungsspektrums etwa mit einem Jugendclub aus Platzgründen nicht möglich sei. Dagegen richtet sich ein Antrag der Grünen, nachdem zunächst eine Bedarfsanalyse zu soziokulturellen Angeboten für den Norden erstellt wird. Auf dieser Basis soll ein Wettbewerb für einen Neubau ausgelobt werden.

Linken-Fraktionschef Scharfenberg hingegen ist nach dem Ortstermin der Ansicht, dass in und an der Biosphäre genügend Platz auch für ergänzende kommerzielle Angebote sei, die dem Norden bisher fehlten. Nach seiner Ansicht könnten nicht nur ein Jugendclub und Gastronomie, sondern auch ein Pflanzenfachmarkt und eine Zoohandlung in die Biosphäre integriert werden. Platzpotenzial gebe es etwa mit dem Abbau der Wälle, die keine bauliche Funktion hätten, so der Linke, und in der Orangerie.

Das Argumentationsmuster der Grünen zur Biosphäre kritisierte er heftig. Deren Fraktionschef Peter Schüler hatte nach einer Klausur am Montagabend zwar bekräftigt, dass der Abriss der Halle nur die letzte Option sei. Die Grünen seien „nicht zwingend für den Abriss der Biosphäre“. Scharfenberg verwies jedoch darauf, dass im Grünen-Antrag ausschließlich von einem Neubau die Rede sei. Damit wäre ein vorheriger Abriss selbstredend zwingend, so der Linke.

Von Volker Oelschläger

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