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Linke wirft Jakobs Untätigkeit vor

Reaktionen auf OB-Interview Linke wirft Jakobs Untätigkeit vor

Schon im Vorjahr beschlossen die Stadtverordneten, den Potsdamer Orsteilen mehr Gewicht zu verleihen. Auch im Kooperationsvertrag der Rathauskooperation aus SPD, CDU/ANW und Grünen wird das Verhältnis zu den Ortsteilen thematisiert. Passiert ist aber wenig, kritisiert die Linke in einer Reaktion auf ein MAZ-Interview mit Oberbürgermeister Jann Jakobs (SPD).

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Sascha Krämer (l.) und Hans-Jürgen Scharfenberg von der Linken.

Quelle: Köster

Potsdam. Potsdams Linksfraktionschef Hans-Jürgen Scharfenberg fordert die schnelle Einsetzung eines Ortsteilbeauftragten im Büro des Oberbürgermeisters. „Es gibt einen Beschluss der Stadtverordneten dazu, dieser ist umzusetzen“, so Scharfenberg. Die Linke haben schon bei der Eingemeindung 2003 darauf gedrängt, dass die neuen Ortsteile „auf Augenhöhe behandelt werden“. Das sei leider nicht immer der Fall. Scharfenberg reagiert damit auf ein MAZ-Interview mit Oberbürgermeister Jann Jakobs (SPD). Dieser hatte in dem Gespräch eingeräumt, dass es entgegen der Zusage noch immer keinen Ortsteilbeauftragten gebe. Man habe zunächst andere Prioritäten gesetzt. Auch bei der Gestaltung der Stadtmitte dürfe sich Jakobs nicht zurücklehnen, so Scharfenberg: „Wir müssen alles dafür tun, dass das nicht ein Zentrum für Gutbetuchte wird, sondern ein Zentrum für alle.“ Nach Aufhebung der Altersgrenze für Bürgermeister könnte der Linkspolitiker 2018 erneut gegen seien Dauerrivalen Jakobs antreten. „Nichts ist unmöglich“, so Scharfenberg. Ob er tatsächlich noch einmal antritt, will er wie Jakobs aber noch offen lassen.

Krämer: Sozialer Wohnungsbau wurde vernachlässigt

Linken-Kreischef Sascha Krämer fehlt bei Jakobs ein gestalterischer Ansatz. „Ich hätte mir vom OB gewünscht, dass er skizziert, wie er sich ein wachsendes Potsdam vorstellt – das er vom Wachstum überrascht ist, verwundert mich schon“, so Krämer. Der„sträflich vernachlässigte“ soziale Wohnungsbau etwa müsse angekurbelt werden. Jakobs hatte erklärt, dass die Stadt sowohl vom Bevölkerungszuwachs als auch vom Flüchtlingszustrom in der Höhe überrascht worden sei.

Von Marion Kaufmann

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