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Protest gegen Pegida-Demo in Potsdam Der Demo-Liveticker zum Nachlesen

Am Mittwoch haben rund 150 Pegida-Anhänger in Potsdam demonstriert. Bei ihrem dritten Versuch konnten sie erstmals demonstrieren. Begleitet allerdings von massivem Gegenprotest und einem großen Polizeiaufgebot. Im Liveticker können Sie nachlesen, wie der Abend in Potsdam verlaufen ist.

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Trotz massivem Gegenprotest konnten die fremdenfeindlichen Pegida-Anhänger demonstrieren.

Quelle: Julian Stähle

Potsdam. Die Potsdamer Pegida hat am Mittwoch erneut demonstriert. Der geplante Abendspaziergang fand erstmals statt. Das Bündnis "Potsdam bekennt Farbe" demonstrierte am Lustgarten dagegen. Wir haben live darüber berichtet. 

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150 Pegida-Demonstranten, mehr als 700 Gegendemonstranten und mehr als 1000 Polizisten: Das ist die Bilanz des dritten Demo-Abends in Potsdam. Es blieb friedlich – und die Pegida-Anhänger konnten zum Abendspaziergang aufbrechen. Die Polizei hatte zuvor alles abgeriegelt. Wir waren dabei.

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+++ 22:10 Uhr +++

Übrigens: Insgesamt waren nach jüngsten Angaben der Polizei erneut über 1000 Beamte im Einsatz. Wir schließen an dieser Stelle den Liveticker. Danke, dass Sie uns am Abend online begleitet haben! Zum Abschluss haben wir noch eine Zusammenfassung als Video.

Lesen Sie jetzt außerdem die Zusammenfassung >>

+++ 22:07 Uhr +++

Auch Pegida-Anhänger wurden angezeigt. Sie hatten verbotene Gegenstände bei sich. Konkreter wird die Polizei an dieser Stelle allerdings nicht. 

+++ 22:04 Uhr +++

Die Polizei hat am Abend zwei Anzeigen gegen Anhänger der linken Szene aufgenommen. "Einer der Verdächtigen hatte sich Maßnahmen der Polizei gewaltsam widersetzt, der zweite hatte Personen aus dem „Pogida“-Aufzug tätlich angegriffen. Beide wurden vorläufig festgenommen", heißt es in einer Mitteilung der Beamten. Außerdem wurde eine weitere Person nach einem Eierwurf in Gewahrsam genommen.

+++ 22:00 Uhr +++

Nach Angaben der Polizei verlief die Veranstaltung friedlich. Es gab wenige Störversuche von Personen des linken Spektrums, z.B. durch vereinzelte Eier-, Böller- und Steinwürfe. Ein Polizeiwagen wurde dabei beschädigt. Nach dem Abschluss der Versammlungen soll es laut Polizei noch zu Angriffen von Personen der linken Szene gegen Polizeibeamte gekommen sein. Sie hatten die Technik der Pegida-Anhänger gesichert.

+++ 21:53 Uhr +++

Am Hauptbahnhof ist Ruhe eingekehrt. Dies ist die einzige Polizeipräsenz.

Quelle: Laines Rumpff

+++ 21:51 Uhr +++

In Potsdams Innenstadt patrouilliert die Polizei noch verstärkt. Regelmäßig fahren Polizeiwagen zum Beispiel über die Brandenburger Straße.

+++ 21:36 Uhr +++

Einsatzleiter Michael Scharf hat kurz nach dem Ende der Demonstration eine positive Bilanz gegenüber des rbb gezogen. Vereinzelt soll es wegen Landfriedensbruch und Körperverletztung Festnahmen gegeben haben. 

+++ 20.38 Uhr +++

In den sozialen Medien wird nach unbestätigten Aussagen davon berichtet, dass Pegida-Teilnehmer Aggressivität am Bahnhof ausleben. Sie sollen nicht nur unflätig gegenüber Polizeibeamten aufgetreten sein.

Augenzeugen berichten, dass einige der Teilnehmer zu tief ins Glas gesehen hätten.

+++ 20:08 Uhr +++

Das Gros der Pegida-Leute ist abgezogen, nur noch vereinzelt sind sie im Bahnhofsgebäude anzutreffen. Die Polizei kontrolliert zwar noch immer, doch der Bahnhof ist frei, die Züge fahren wie gewohnt.

Ein Mann wird am Bahnhof kontrolliert.

Quelle: Patrick Plönnig

+++ 20:02 Uhr +++

Kaufland im Bahnhof hat dicht gemacht. Die Brandschutztür wurde geschlossen, so dass man nur noch durch eine kleine Tür herein- und hinauskommt. Ein Sicherheitsmann bewacht den Durchgang.

Was läuft gerade in Potsdam? Immer aktuell informiert:  MAZ Mobil App !

+++ 20.00 Uhr +++

Christian Müller hat die Pegida-Demo soeben offiziell beendet. Neben den großen Demo-Plänen für andere Stadtteile steht die nächste Kundgebung indessen für Pegida-Anmelder Müller schon fest: Nächsten Mittwoch, 18.30 Uhr .

+++ 19:57 Uhr +++

Der Eingang Friedrich-Engels-Straße zum Hauptbahnhof ist wieder freigegeben – allerdings nur eine Tür, und man wird kontrolliert.

+++ 19:58 Uhr +++

Rund 30 Pegida-Anhänger haben die Hymne doch noch angestimmt. Sie singen "Deutschland, Deutschland über alles."

+++ 19:54 Uhr +++

Die Hymne ist angekündigt, "dritte Strophe natürlich nur", so Christian Müller. Er hat die Technik aber nicht im Griff. Ein Zeichen?

+++ 19:52 Uhr +++

Die Pegida-Leute haben noch Musik laufen, doch immer mehr verabschieden sich in den Hauptbahnhof und wollen offenbar die Heimfahrt nach Berlin antreten.

Einige Pegida-Demonstranten machen sich auf den Heimweg.

Quelle: Julian Stähle

„Otto Normalbürger“ dagegen muss draußen bleiben. Kollegen von uns stehen vor dem Eingang Friedrich-Engels-Straße und werden nicht eingelassen.

+++ 19:47 Uhr +++

Pegida-Veranstalter Christian Müller hat große Pläne: Irgendwann möchte der Asylgegner nach Berlin und solange bleiben, bis Angela Merkel zurücktritt. Vorher möchte er allerdings noch weiter in Potsdam auflaufen. " Schlaatz, Waldstadt und Rehbrücke ", schweben ihm vor.

Pegida-Veranstalter Christian Müller spricht nach dem "Spaziergang".

Quelle: Julian Stähle

+++ 19.31 Uhr +++

Pegida-Veranstalter Müller lobt am Rande die Pegida-Demos in Rathenow, holt Luft und skandiert "Wir kommen wieder".

+++ 19:30 Uhr +++

Die Lange Brücke wird wieder geöffnet.

+++ 19:25 Uhr +++

Es gibt Tiraden gegen Oberbürgermeister Jann Jakobs und gegen die Linken beziehungsweise die Antifa. Müller kritisiert Jakobs insbesondere deshalb, weil dieser linke Gewalt toleriere.

Info: Nach den Ausschreitungen bei der ersten Pegida-Kundgebung hatte OB Jakobs die Gewalt der Linksautonomen kritisiert.

+++ 19:23 Uhr +++

Anmelder Chrtistian Müller spricht. Die Pegida-Anhänger applaudieren. Drei Anläufe hat ihr geplanter Abendspaziergang gebraucht. Müller ist froh, dass es nun zum Abendspaziergang gekommen ist. Es gibt außerdem Entwarnung für Potsdam : der Veranstalter kündigte an, die "Dauerdemo bleiben zu lassen."

Es gibt Applaus. Der Pegida-Abendspaziergang wurde nicht wie zuvor verhindert.

Quelle: Patrick Plönnig

+++ 19:22 Uhr +++

Die Demonstration am Hauptbahnhof löst sich langsam auf, einzelne Kleingruppen gehen wieder in den Bahnhof.  

+++ 19:19 Uhr +++

Der Abendspaziergang ist für die Pegida geglückt. Erstmals. Er wurde nicht unterbrochen. Die Anhänger sind wieder am Ausgangsort in der Babelsberger Straße angekommen.

+++ 19:15 Uhr +++

Übrigens: Die Polizei ist auch auf dem Wasser zu finden. Ein Polizeiboot liegt zum Beispiel dort, wo Alte und Neue Fahrt aufeinandertreffen.

Polizei ist auch auf dem Wasser.

Quelle: Nadine Fabian

+++ 19:14 Uhr +++

Die Asylkritiker sind wieder am Hauptbahnhof angekommen. Sie gehen in Richtung Ausgangsort.

+++ 19:10 Uhr +++

Die Lange Brücke ist gesäumt von Polizisten. Unterhalb des Hotels Mercure haben sich einige linke Demonstranten versammelt. Doch die Polizei ist zur Stelle und hält die Gruppen auseinander. Die Pegida-Demo ist bis 21 Uhr angemeldet. Doch die Polizei rechnet damit, dass die Demo früher beendet wird. Die meisten der Pegida-Leute kommen aus Berlin.

Die Polizei lässt die Gegendemonstranten nicht in die Nähe der Pegida-Veranstaltung.

Quelle: Julian Stähle

+++ 19:05 Uhr +++

Die Trommler und das Pfeifkonzert im Lustgarten sind so laut, dass die Parolen der Pegida-Anhängern nicht herüberdringen. Die Demo-Gruppen begegnen sich nicht, es liegen rund 200 Meter zwischen ihnen. „Wir machen jetzt noch Party!“, verkündet Jann Jakobs.

+++ 19:03 Uhr +++

Das ging schnell: Kaum angekommen, sind sie schon wieder auf dem Rückweg.

Ein Blick aus dem Mercure zeigt die Pegida-Demonstranten und macht erneut deutlich: Die Polizei hat die Umgebung großräumig abgeriegelt.

Quelle: Nadine Fabian

+++ 19:02 Uhr +++

Der Pegida-Zug ist am Filmmuseum angekommen.

+++ 18:57 Uhr +++

Die Pegida-Anhänger haben ungehindert die Lange Brücke passieren können.

Vor dem Landtag rufen sie laut: "Wir sind das Volk".

Quelle: Julian Stähle

+++ 18:56 Uhr +++

Die Polizei korrigiert ihre erste Schätzung und spricht nun von rund 100 statt 150 Pegida-Demonstranten.  

Der Zug kommt.

Quelle: Nadine Fabian

OB Jakobs im Lustgarten ist gut informiert. Er weiß, dass die Pegida-Leute jetzt auf der Langen Brücke sind und fordert „seine“ Gegendemonstranten auf, an die Absperrgitter zu strömen. Das lassen sich die Leute nicht zweimal sagen.

+++ 18:55 Uhr +++

Die "Abendspaziergänger laufen auf der langen Brücke lauten "Nazis raus"-Rufen entgegen.

Quietschgelber Protest.

Quelle: Julian Stähle

+++ 18:53 Uhr +++

Die Pegida-Anhänger "spazieren" über die Lange Brücke.

Quelle: MAZonline

+++ 18:50 Uhr +++

Noch 50 Meter bis zur Langen Brücke. Die Gegendemonstranten, die sich am Eingang Lange Brücke versammelt haben, rufen den Pegida-Leuten entgegen „Haut ab!“. Die Polizisten setzen schon mal ihre Helme auf.

+++ 18:49 Uhr +++

OB Jakobs hat unterdessen von 700 Menschen gesprochen, die Farbe bekennen. Unser Reporter hält diese Zahl jedoch für leicht übertrieben.  Die Polizei spricht nach wie vor von 140-150 Pegida-Leuten, auch diese Zahl halten unsere Beobachter für übertrieben. Sie gehen von weniger als 100 aus.

+++ 18:45 Uhr +++

Tatsächlich! Der Abendspaziergang hat begonnen. Die Pegida-Leute haben ihre Lautsprecher kurz zuvor nach wenigen Minuten wieder eingepackt. Sie laufen jetzt Richtung Lange Brücke.  

+++ 18:44 Uhr +++

Die Pegida-Anhänger formieren sich. Es geht gleich los. Laut Angaben der Polizei sind knapp 140 Teilnehmer gekommen.

Der Abendspaziergang wird stattfinden. Die Demonstranten haben sich formiert.

Quelle: Patrick Plönnig

+++ 18:40 Uhr +++

Die Show beginnt, der Lautsprecherwagen lässt Christian Müller erklingen. Auch er ist enttäuscht, weil so wenige da sind. Müller fordert eine friedliche, ruhige Demo. Außerdem sagt er: Ganz egal was passiert, er wird weitermachen und damit ein Zeichen setzen.

+++ 18:36 Uhr +++

Auch die Lange Brücke ist mit Absperrgittern umstellt.

Auch die Lange Brücke ist mit Absperrgittern umstellt.

Quelle: Julian Stähle

Polizeifahrzeuge fahren bis an die Absperrgitter heran.

Ein Wasserwerfer wurde auf der Brücke in Stellung gebracht.

Quelle: Julian Stähle

+++ 18:34 Uhr +++

Es gibt bereits Absperrgitter am Filmmuseum.

Der Verkehr am Filmmuseum ist außerdem dicht.

Quelle: Nadine Fabian

+++ 18:31 Uhr +++

Pegida-Veranstalter Christian Müller testet die Technik. Einzelne Demonstranten zeigen sich enttäuscht, weil nur so wenige gekommen sind.

Nur wenige haben sich an der ILB-Baustelle versammelt.

Quelle: Patrick Plönnig

+++ 18:30 Uhr +++

Eine Autofahrerin bestätigt: Die Lange Brücke ist dicht. Auf der Breiten Straße kommt man nur noch bis Dortustraße, wenn man Richtung Hauptbahnhof will.

+++ 18:29 Uhr +++

Die Polizisten, die heute in Potsdam im Einsatz sind, kommen von der Bundespolizei, aus Niedersachsen, aus Mecklenburg-Vorpommern, aus Sachsen – und natürlich aus Brandenburg.

Kontrollen am Bahnhof. Diese Beamten kommen aus Mecklenburg-Vorpommern.

Quelle: Patrick Plönnig

+++ 18:25 Uhr +++

+++ 18:21 Uhr +++

OB Jakobs bestätigt auf der Kundgebung im Lustgarten, dass die Pegida-Demo zum Filmmuseum führen wird. Er ruft zur Gewaltfreiheit auf. „Gewaltfreiheit ist unser oberstes Gebot“, mahnt er.

"Unsere Welt ist farbenfroh", steht auf einem Plakat der Demonstranten am Lustgarten.

Quelle: Julian Stähle

+++ 18:20 Uhr +++

Unterdessen berichtet ein Passant, dass sich am Platz der Einheit rund 150 vorwiegend schwarz gekleidete Leute versammelt haben.

+++ 18:16 Uhr +++

Die Route der Pegida-Leute ist jetzt klar: Nach der Kundgebung am Hauptbahnhof wollen die Pediga-Demonstranten über die Lange Brücke zum Filmmuseum laufen. Im Moment sind etwa 100 Menschen versammelt. Der Eingang Babelsberger Straße zum Hauptbahnhof wird gleich dicht gemacht. Während des Marsches in Richtung Filmmuseum und zurück wird die Lange Brücke voraussichtlich gesperrt , das könnte nach Auskunft der Polizei etwa anderthalb Stunden dauern. Die Polizei ist vorbereitet: Am Filmmuseum stehen viele Mannschaftswagen.

+++ 18:16 Uhr +++

Die Technik der Pegida-Anhänger steht. Sie ist handlich, damit man zum geplanten Abendspaziergang mobil bleibt.

Quelle: Patrick Plönnig

+++ 18:12 Uhr +++

Der Hauptbahnhof ist vergleichsweise leer, am Eingang der Langen Brücke werden nur noch vereinzelt Menschen in das Gebäude gelassen. Wird der Bahnhof nun doch abgesperrt? Polizeiketten sind auch im Wald an der Babelsberger Straße. Der war vorhin noch nach gefährlichen Gegenständen durchsucht worden.

+++ 18:07 Uhr +++

Noch viel Platz im Lustgarten: Erst rund 200 Menschen haben sich auf der Gegendemo „Potsdam bekennt Farbe“ versammelt, es strömen weitere herbei.  Auch Oberbürgermeister Jann Jakobs (SPD) und andere Stadtpolitiker aus allen Fraktionen sind gerade angekommen.

Einsatzleiter Michael Scharf trifft am Lustgarten auf OB Jann Jakobs.

Quelle: Julian Stähle

Die Stadtverordnetenversammlung war vorzeitig abgebrochen worden, damit die Politiker Farbe bekennen können. Noch ist auch der Einsatzleiter der Polizei, Michael Scharf, im ruhigen Lustgarten.

+++ 18:06 Uhr +++

Inzwischen ist auch Demo-Anmelder Christian Müller vor Ort am Bahnhof. Er hat Technik mitgebracht. "Zum besseren Verständnis", das hatte er bereits in einem Video angekündigt. An der ILB-Baustelle baut er sie nun auf. Zur Erinnerung: Wird der Abendspaziergang heute erneut verhindert, möchte der Veranstalter in der kommenden Woche jeden Tag eine Kundgebung auf dem Bassinplatz halten.

+++ 17:53 Uhr +++

So langsam kommen immer mehr Anhänger der Pegida zum Abendspaziergang. Ein Pulk von etwa 20 jungen Unterstützern kommt über die lange Brücke in den Bahnhof.

+++ 17:50 Uhr +++

Offenbar gibt es klare Anweisungen: Eine kleine Gruppe junger Menschen konnten den Bahnhof in Richtung Babelsberger Straße nicht verlassen. Grundsätzlich ist das Durchkommen in diese Richtung schwierig. Die Polizei hat das Gebiet weiträumig gesichert. Die Beamten möchten damit das Zusammentreffen von Linken und Pegida-Anhängern verhindern.

+++ 17:49 Uhr +++

Die ersten Pegida-Spaziergänger sind da. Knapp zehn Anhänger haben sich rund 40 Minuten zu früh am Bahnhof eingefunden.

+++ 17:35 Uhr +++

Weiterhin gibt es viel Polizei am Hauptbahnhof. Leute werden angesprochen und kontrolliert. Auch Taschen werden kontrolliert. Die Bahnen fahren wie gewohnt.

+++ 17:32 Uhr +++

Die ersten Gegendemonstranten machen sich auf den Weg, unter anderem Andreas Schlüter von der SPD Potsdam-West. Um 18 Uhr will man am Lustgarten Gesicht zeigen und für Toleranz einstehen.

+++ 17:26 Uhr +++

Die Straßenbahnen fahren zwar durch das Stadtzentrum, halten jedoch nicht an der Haltestelle Landtag! Wer mit der Traum Richtung Hauptbahnhof will, muss also am Platz der Einheit einsteigen.

+++ 17:16 Uhr +++

Potsdams Oberbürgermeister Jann Jakobs hat in der vergangenen Woche bei der Pegida-Gegendemonstration über das Bündnis "Potsdam bekennt Farbe" gesprochen - und darüber, dass ihm die Dialogbereitschaft gegenüber politisch Andersdenkenden fehlt. Er richtete die Worte an die Demonstranten. Jetzt das Video ansehen.  

+++ 17:06 Uhr +++

Auch am Lustgarten sind viele Polizeiwagen zu sehen.

Polizeiaufgebot am Lustgarten.

Quelle: MAZonline

+++ 17:02 Uhr+++

Im Gespräch mit der MAZ hat ein Polizeisprecher erstmals Zahlen näher benannt: Insgesamt sind 900 Polizisten aus mehreren Bundesländern im Einsatz. Außerdem bestätigte der Sprecher, dass der Bahnhof heute nicht gesperrt werden soll . Stattdessen setzt man auf Einlass- und Durchlasskontrollen .

Die zwei Wasserwerfer kommen diesmal nicht aus Hamburg, sondern aus Berlin.

Quelle: Julian Stähle

Rund um den Bahnhof sind weit mehr als 50 Polizeiwagen positioniert. Neben Wasserwerfern findet sich unter anderem auch mindestens ein Räumfahrzeug.

Um Ausschreitungen zu verhindern, setzen die Beamten auch auf Räumfahrzeuge.

Quelle: Julian Stähle

+++ 16:59 Uhr +++

Die Babelsberger Straße wird gesperrt.

Das heißt, von der Langen Brücke aus ist für Autofahrer kein Abbiegen mehr Richtung Babelsberg möglich.

+++ 16:57 Uhr +++

Vom Hauptbahnhof aus geht es für Fußgänger in Richtung Landtag nicht mehr über die Lange Brücke. Der Weg ist abgeriegelt. Fahrradfahrer können bisher noch passieren. Auf der anderen Straßenseite läuft alles, wie gewohnt.

+++ 16:45 Uhr +++

Die Einsatzkräfte bereiten sich auf den Abend vor. Es gibt erste Einweisungen, Schutzkleidung wird angezogen.

Einweisungen bei der Polizei.

Quelle: Julian Stähle

Allerdings zeigt die Polizei auch schon Präsenz am Bahnhof. Beamte haben sich an den Rolltreppen positioniert und beobachten das Geschehen. Außerdem wird rund um den Bahnhof nach verdächtigen Gegenständen gesucht.

In einem Waldstück neben dem ILB-Gelände und unweit vom Bahnhof entfernt, suchen Polizisten ein Waldstück ab.

Quelle: Julian Stähle

+++ 16:38 Uhr +++

Am Hauptbahnhof nutzen einige Bundespolizisten auch die Fläche des Busbahnhofes, um ihre Wagen abzustellen. Einige der Beamten müssen sich erst orientieren und nutzen dafür Stadtpläne.

Quelle: MAZonline

+++ 16:15 Uhr +++

"Potsdam bekennt Farbe" demonstriert heute am Lustgarten gegen den Pegida-Aufmarsch. Start: 18 Uhr. Wer unterdessen auf der Suche nach einem Job ist und sich auf der Seite des Bündnisses wiederfindet, kann sich diesen Facebook-Post näher ansehen:   

Aktuelle Jobangebote finden Sie auch unter  http://www.mazjobs.de

+++ 16:06 Uhr +++

In der Babelsberger Straße hinter dem Hauptbahnhof soll der Pegida-Abendspaziergang starten. Die Polizei ist bereits vor Ort.

+++ 15:49 Uhr +++

Zur Erinnerung: Bisher waren zwei Versuche der Pegida-Demonstranten gescheitert. Zu einem Abendspaziergang kam es nie. Zu viele Potsdamer stellten sich entgegen. Mitunter trafen mehr als tausend Demonstranten auf weniger als 100 Pegida-Anhänger.

Das Polizeiaufgebot war nach Ausschreitungen beim ersten angekündigten „Spaziergang“ immens, auch Wasserwerfer wurden aus Hamburg geordert und in Stellung gebracht. Knapp 1000 Polizeibeamte waren im Einsatz.

Beim zweiten Abendspaziergang in Potsdam kamen die Pegida-Anhänger nicht weit. In der Folge musste die Veranstaltung aufgrund Sicherheitsbedenken abgebrochen werden.

Quelle: Julian Stähle

+++ 15:30 Uhr +++

Die Polizei rückt an. Ein Großaufgebot der Polizei, inklusive Wasserwerfer, kommen nach ersten Angaben über die Nuthestraße in die Innenstadt.

+++ 15:05 Uhr +++

Von 17 bis 22 Uhr besteht im Gebiet zwischen dem Alten Markt und dem Hauptbahnhof sowie in dessen nahen Umgebung ein Glasflaschenverbot . Der Geltungsbereich der Allgemeinverfügung umfasst konkret: Schlossstraße (gesamte Länge), Steubenplatz, Alter Markt, Humboldtstraße, Otto-Braun-Platz inklusive des Uferbereiches, die komplette Freundschaftsinsel, den gesamten Neuer Lustgarten, Lange Brücke, Babelsberger Straße, Kreisel bis Humboldtring/Brücke Nuthe und Kreisel bis Friedrich-List-Straße bis Lange Brücke.

+++ 14:50 Uhr +++

+++ 14:30 Uhr +++

Möglicherweise führt der Pegida-Abendspaziergang über die Lange Brücke. Das hatte die NPD bereits 2012 versucht. Erfolglos. Rund 2500 Gegendemonstranten auf der Langen Brücke und rund um den Südeingang des Hauptbahnhofs verhinderten im September 2012, dass 81 Neonazis vom Bahnhof durch die Potsdamer Innenstadt ziehen. Rund 2000 Beamte aus mehreren Bundesländern waren im Einsatz.

Quelle:

+++ 13 Uhr +++

Verkehrsteilnehmer müssen sich heute "auf mehrstündige Verkehrsbeeinträchtigungen im Innenstadtbereich einstellen". Das betrifft den ÖPNV und "den Individualverkehr", wie die Polizei warnt.

Die Haltestellen "Alter Markt/Landtag" und "Potsdamer Hauptbahnhof" werden nicht bedient.Der Verkehrsbetrieb Potsdam (ViP) schreibt auf seiner Homepage, dass ab etwa 18 Uhr "der Tram- und Busverkehr im Bereich der Langen Brücke unterbrochen werden" muss. Straßenbahnen, so heißt es, fahren ab 18 Uhr nur bis zum Platz der Einheit bzw. Hauptbahnhof. Busse werden über die Humboldtbrücke umgeleitet.

Die Stadt Potsdam tweetet, dass am Abend "erhebliche Verkehrseinschränkungen durch Pegida-Demo am Hauptbahnhof erwartet" werden.

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Asylkritiker, die der Pegida nahe stehen, haben am Mittwoch in Potsdam demonstriert. Von den angemeldeten 1000 Teilnehmern, kamen jedoch nur ein paar Hundert. Mit mehr als 1000 Menschen protestierte das Bündnis „Potsdam bekennt Farbe“ dagegen. Es blieb weitgehend friedlich. Das lag auch an dem großen Polizeiaufgebot. Wir waren vor Ort.

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"Potsdam bekennt Farbe" ruft zum Protest

Potsdams Oberbürgermeister Jann Jakobs, sagte: „Seit Jahrzehnten leben in der Landeshauptstadt Potsdam Menschen unterschiedlicher Religionen und Kulturen friedlich zusammen. Die Stadt ist geprägt von Zuwanderungen der letzten Jahrhunderte. Lassen Sie uns erneut ein deutliches Zeichen der Vielfalt setzen.“ Er hat als Chef des Bündnisses „Potsdam bekennt Farbe“ zu einer friedlichen Gegendemonstration aufgerufen. Die startet um 18 Uhr am weiter entfernten Lustgarten.

Auch Pegida-Organisator Christian Müller hatte vorab den Lustgarten favorisiert. Eine entsprechende Anmeldung scheiterte jedoch, da der Platzbetreiber - der städtische Sanierungsträger - bereits dem Bündnis „Potsdam bekennt Farbe“ zur selben Zeit eine Anmeldung bestätigt hatte.

Jetzt lesen: Die Pegida-Demo und ihre Folgen>>

Am bisherigen Standort auf dem Bassinplatz konnten die islamfeindlichen Demonstranten ebenfalls nicht demonstrieren, weil am heutigen internationalen Holocaust-Gedenktag der Vereinten Nationen die Nähe zum sowjetischen Ehrenmal für die gefallenen Soldaten des Zweiten Weltkriegs ein Ablehnungsgrund ist.

Pegida: "Potsdam ist ein heißes Pflaster"

Pegida-Veranstalter Christian Müller hofft indes am Mittwoch auf Unterstützung aus Oranienburg, Rathenow und Nauen. In einem veröffentlichten Video bittet er sogar darum und ergänzt: „Wenn ihr mal richtig Action haben wollt, wo die rote Front lebt, kommt nach Potsdam. Dann seht ihr mal eine rote Front.“ Er geht noch einen Schritt weiter. Bezeichnet die Landeshauptstadt als „heißes Pflaster“, das „rot versifft“ ist. Unverständnis macht sich bei ihm breit, da ein „Herr Oberbürgermeister Jann Jakobs“ die Gegenproteste unterstützt. Gleichwohl distanziert er sich von der Annahme, die Demonstranten seien „ach so schlimme Nazis“. Er glaubt an Vorurteile.

Anders hingegen sieht Oberbürgermeister und Chef des Bündnisses „Potsdam bekennt Farbe“, Jann Jakobs die politische Ausrichtung der Pegida in Potsdam. „Wir wollen allen Rechten zeigen, dass sie in unserer Stadt nicht willkommen sind“, macht er deutlich.

Polizei setzt auf viele Einsatzkräfte

Polizei-Einsatzleiter Michael Scharf betonte im Vorfeld, dass die Polizei wieder mit einem starken Kräfteaufgebot aus mehreren Bundesländern präsent sein wird. „Wir treten an, die verfassungsrechtlich verbürgte Versammlungsfreiheit zu sichern und einen friedlichen Verlauf aller Versammlungen zu gewährleisten. Gewalttätige Ausschreitungen werden wir nicht dulden.“

Pegida und die Hooligans

In der vergangenen Woche hatte Müller bei seinem zweiten geplanten „Abendspaziergang“ auch Hooligans angekündigt. Von Gewaltpotential will er unterdessen jedoch nichts wissen. „Ich habe noch nie irgendwo gehört, dass Hooligans auf Demos gehen, um Randale zu machen“, sagt er in seinem veröffentlichten Video. Auch zieht er eine klare Verbindung zwischen Pegida-Anhängern und den meist gewaltbereiten Hooligans und verweist auf ein Video der Band Kategorie C mit dem Titel „Hooligans gegen Salafisten“. Das kenne schließlich jeder - und wenn nicht, solle man es sich gerne anhören. Dabei verschweigt er jedoch, dass die Band als klar rechtsextremistisch gilt. In Anbetracht seiner Distanzierung von Neonazis wirkt dieser Aspekt widersprüchlich.

Schlange und Deutschlandfahne - so posierte Christian Müller in einem Facebook-Video, in dem er die Demo in Potsdam ankündigt.

Quelle: Screenshot

Dennoch: Wer Neonazi-Parolen grölt oder wie jüngst auf einer Pegida-Veranstaltung den Hitlergruß zeigt, wird der Polizei gemeldet. Ein Mann ist am vergangenen Mittwoch von den Beamten festgesetzt worden.

Die Chance auf einen Spaziergang ist höher als bei den vergangenen Veranstaltungen.  Ein Potsdamer möchte den „Abendspaziergang“ in einen Spendenlauf ummünzen. Die Erlöse gehen an die Initiative „Exit Deutschland“, die Menschen helfen möchte, aus dem rechtsextremen Milieu auszusteigen. Für jeden Meter, den die Pegida-Anhänger schaffen, werden Spenden gesammelt.

Potsdam droht ein Pegida-Marathon

Sollte der „Abendspaziergang“ erneut verhindert werden, steht Potsdam in der kommenden Woche vor einem 7-Tage-Pegida-Demo-Marathon. Auf dem Bassinplatz sollen dann jeweils um 18.30 Uhr Kundgebungen stattfinden.

Einschränkungen in der Innenstadt

– Bahnfahrer müssen mit Einschränkungen rechnen, weil die Polizei vermutlich wieder den kompletten Bahnhof sperren wird .

– Auch der Bus- und Tramverkehr dürfte am Mittwochabend nur eingeschränkt funktionieren. Es ist bei allen Linien, die in der Innenstadt verkehren, damit zu rechnen, dass es zu Ausfällen oder Einschränkungen kommt.

– Der  Verkehrsbetrieb in Potsdam (ViP ) hat sich auf eventuelle Auswirkungen der Demonstration am Hauptbahnhof vorbereitet. Die Einschränkungen seien natürlich von den tatsächlichen Sperrungen abhängig, sagt Pressesprecher Stefan Klotz. Es könne durchaus zur Unterbrechung des Straßenbahnverkehrs am Hauptbahnhof kommen. Die Busse zum Hauptbahnhof würden gegebenenfalls über Babelsberg umgeleitet oder enden bereits am Platz der Einheit .

– Das Unternehmen rät ihren Kunden , insbesondere die Nahverkehrsangebote über Babelsberg zu nutzen , etwa die Tramlinien 94 und 99 , oder den Bahnhof Charlottenhof anzusteuern und den Hauptbahnhof damit zu umfahren. Die Deutsche Bahn hat keine Auskunft zu Einschränkungen ihres Betriebs gegeben.

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Von MAZonline

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Am Montag gab es kein Durchkommen für die Pegida-Anhänger in POtsdam.

Anhänger der Pegida-Bewegung wollen anscheinend ein zweites Mal durch Potsdam „spazieren“. Über Facebook wird für die kommende Woche zu einer weiteren Veranstaltung auf dem Bassinplatz aufgerufen. Die Polizei bestätigte die Anmeldung einer Demonstration.

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