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Pogida-Demos bald nur noch alle 2 Wochen

MAZ-Liveticker zum Nachlesen Pogida-Demos bald nur noch alle 2 Wochen

Rund 1000 Menschen haben sich am Mittwochabend in Potsdam gegen eine Kundgebung der fremdenfeindlichen Pogida-Bewegung gestellt. Erneut hat eine Sitzblockade die Islamfeinde behindert. Ihre Route musste umgeleitet werden. Während der Veranstaltungen gab es erhebliche Einschränkungen im Verkehr. Der Liveticker zum Nachlesen.

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Viele Hundert Teilnehmer sind zur Demo in die Kirschallee/Ecke Pappelallee gekommen. Sie wollen Farbe bekennen.

Quelle: Julian Stähle

Potsdam-Bornstedt. Drei Demonstrationen haben sich am Mittwochnachmittag dem fremdenfeindlichen Pogida-Aufmarsch entgegen gestellt , der erstmals durch Bornstedt zog. Die MAZ war mit mehreren Reportern vor Ort. Lesen Sie jetzt nach, mit welchen Gast Pogida bei ihrer Kundgebung "überraschte", wie oft die Anhänger künftig auf die Straße gehen und was die Gegendemonstranten dem Aufmarsch entgegen zu setzten hatten. So viel sei gesagt: Erneut gab es eine Sitzblockade!

Liveticker jetzt aktualisieren>

+++ 22.27 Uhr +++

An dieser Stelle schließen wir unseren Liveticker und bedanken uns, dass Sie uns an diesem Abend auf MAZonline begleitet haben. In der nächsten Woche sind wir dann auf dem Bassinplatz . Freuen Sie sich morgen in der Frühe auch auf unsere Zusammenfassung und viele neue Bilder.

Steinwürfe und Pfefferspray: Hier die Pressemitteilung zum Abend lesen>

+++ 22.26 Uhr +++

Inzwischen sind die Demonstranten der Pegida-Bewegung mit den öffentlichen Verkehrsmittel zum Hauptbahnhof gelangt. Die Polizei begleitete den Bus mit mehren Wagen.

+++ 22.00 Uhr +++

Die Pogida-Teilnehmer sitzen im Bus und fahren in Richtung Innenstadt. Viele müssen zum Hauptbahnhof.

Der Bus fährt ein.

Quelle: Julian Stähle

Die Buslinie füllt sich. Viele müssen zum Hauptbahnhof.

Quelle: Julian Stähle

+++ 21.52 Uhr +++

Hintergrund: Der mögliche neue Pogida-Anmelder Markus Johnke stammt aus der 16.000-Einwohner-Stadt Wurzen (Landkreis Leipzig, Sachsen). Seit Jahren ist er Mitorganisator der Demos des Leipziger Pegida-Ablegers Legida, auf der Legida-Internetseite ist er im Impressum als gesetzlicher Vertreter genannt. Im März vergangenen Jahres war auf sein Auto ein Brandanschlag verübt worden.

+++ 21.49 Uhr +++

Unterdessen warten etwa 40 Pogida-Demonstranten an der Haltestelle Theaterstraße, schreibt Ticker Potsdam auf Twitter. Die Polizei trennt zudem linke Demonstranten von den Islamkritikern.

Einige Pogida-Anhänger nehmen den Bus.

Quelle: Julian Stähle

+++ 21.48 Uhr +++

+++ 21.30 Uhr +++

Bürgermeister Burkhard Exner sagt: "Die haben sich verkrümelt." Auch bei den Gegendemonstranten ist nun angekommen, dass die Pogida-Veranstaltung beendet ist.   Deshalb löst er nun auch die Gegendemo „Potsdam bekennt Farbe“ auf.

+++ 21.28 Uhr +++

Wo sind die Pogida-Anhänger hin? Nur noch 10 bis 15 Leute, einschließlich Christian Müller, stehen am Versammlungsort und warten darauf, von der Polizei zum Bus geleitet zu werden. Die Anderen haben sich „heimlich“ davongemacht.

+++ 21.26 Uhr +++

Unser Kollege hat nochmal mit Christian Müller gesprochen. Also: Markus Johnke sei derjenige, der die Legida in Leipzig leitet. Er habe sich heute Abend angeboten, auch die Pogida zu übernehmen. Es sei aber noch nichts entschieden! Müller plädiere dafür, die Demos künftig am ersten und dritten Mittwoch abzuhalten. Aus Leipzig sei der Vorschlag gekommen, Pogida auf den Dienstag zu verlegen.

+++ 21.25 Uhr +++

Auch bei "Potsdam bekennt Farbe" gehen viele, aber die Trommler bleiben standhaft. Es sind noch gut 100 Gegendemonstranten da.

+++ 21.24 Uhr +++

Ein Augenzeuge berichtet uns, dass jemand dem Herrn Schumacher nach seiner Rede Geld zugesteckt wurde. Wurde er für seine Rede bezahlt?

Curd Schumacher.

Quelle: Julian Stähle

+++ 21.23 Uhr +++

Bei der Antifa heißt es: "Für heute sind wir wohl durch!" Es gibt noch einen Aufruf für die kommende Woche, dann wird die Versammlung aufgelöst. Zur Erinnerung: Pogida möchte es noch ein weiteres Mal am Bassinplatz mit einem "Abendspaziergang" probieren.

+++ 21.20 Uhr +++

Bei Potsdam bekennt Farbe trommelt man weiter.

+++ 21.19 Uhr +++

Die Pogida-Demonstranten haben ihre Veranstaltung nach dem Deutschlandlied beendet. Sie wollen den Bus nehmen und sich auf den Heimweg begeben. Dazu bekommen sie erheblichen Polizeischutz.

+++ 21.15 Uhr +++

Alle drei Strophen des Deutschlandliedes werden gespielt und gesungen. Ist nun Schluss? Auf der Kreuzung gibt es nun massiv Polizeikräfte. 

+++ 21.11 Uhr +++

Überraschung: Müller kündigt gerade seinen Nachfolger an - einen Markus von der Legida. Sollte die Entscheidung nicht erst am Wochenende fallen, nachdem sich alle Kandidaten vorgestellt haben? 

+++ 21.10 Uhr +++

Schumacher hat nach eigenen Aussagen Angst vor dem Heimweg. Und doch möchte er wieder nach Potsdam kommen.

+++ 21.07 Uhr +++

Wieder konnte Pogida nur wenige Meter gehen. "Das muss ein schlechter Müller sein, dem niemals fiel das Wandern ein", kommt aus den Boxen bei "Potsdam bekennt Farbe".

+++ 21.05 Uhr +++

Schumacher redet und redet. „Ich werde von links und von rechts beschimpft, darum stehe ich in der Mitte.“ Die Antifa sei nichts anderes als der braune Mob, der Asylheime anzünde, sagte er.

+++ 20.58 Uhr +++

Der "Überraschungsgast" redet sich in rage: „Die Bande ist die gleiche wie früher. Früher nannten sie sich Kaiser, Kanzler und Erzbischof, heute Bundeskanzler…“

+++ 20.56 Uhr +++

"Die Lautstärke der Gegendemonstranten stört mich", soll jemand bei Pogida gesagt haben. Liest Exner aus Twitter vor. "Genau das wollen wir", sagt er. Prompt wird die Musik wieder voll aufgedreht.

Die Message der Gegendemonstranten.

Quelle: MAZonline

+++ 20.55 Uhr +++

Curd Schumacher redet. Unter anderem sagt er: „Die Mehrheit der Leute, die hierherkommen, sind keine Flüchtlinge, sondern Migranten.“ Seiner Bitte, doch die Lautstärke der Gegendemo zu drosseln, hat irgendwie geklappt, es ist leiser geworden ringsum.

+++ 20.53 Uhr +++

Je kälter und ungemütlicher es wird, desto mehr tanzen und hüpfen die verbliebenen Gegendemonstranten. "Wir haben wenigstens Spaß, ihr nur Hass", ruft einer den Pogidas entgegen.

+++ 20.49 Uhr +++

Nun ist er doch da. Überraschungsgast Curd Schumacher - und er übernimmt das Mikro. 

Der Überraschungsgast ist da.

Quelle: Rainer Schüler

+++ 20.48 Uhr +++

Christian Müller hat noch einmal das Mikro in die Hand genommen. Unser Reporter vor Ort hat sich den Redebeitrag angehört. Hier eine kurze Zusammenfassung :

Müller hoffe, dass sein Nachfolger  mehr Menschen auf die Straße bringt. Er habe viele Fehler gemacht und werde nun seine persönliche Zukunft auf die legale Schiene lenken. „Ich will ein perfektes Vorbild für meine beiden Kinder sein“, so Müller. Dann wird es noch einmal politisch. Müller appelliert an die Weltkriegsalliierten und insbesondere an Putin, in Deutschland einzugreifen und eine größere Katastrophe zu verhindern. Es gibt noch einen Hieb gegen die Bundesregierung: Dort säßen „geistige Brandstifter“ und „Meinungsfaschisten“.

Außerdem gab es eine Abstimmung: Wie viele Strophen des Deutschlandliedes denn nun? Müller lässt per Handzeichen abstimmen – und ist der Meinung, die Mehrheit wolle alle drei Strophen hören. Bitteschön.

+++ 20.45 Uhr +++

Hier mal ein Blick auf Twitter:

+++ 20.43 Uhr +++

Es wird fleißig getrommelt und gehüpft. Die Pogida-Demo ist, wie zu Beginn auf der Seite der Gegendemonstranten, in Sicht-, aber nicht in Hörweite.

+++ 20.40 Uhr +++

+++ 20.28 Uhr +++

Sozialdezernentin Elona Müller-Preinesberger wippt im Takt der Trommeln, während Pogida wieder am Startort steht.

+++ 20.25 Uhr +++

Die Pogida ist am Ausgangspunkt angelangt, baut die Tontechnik auf und beginnt gleich mit der Abschlusskundgebung. Die Polizei schätzt Pogida auf 75 bis 80 Menschen. Trotz Absperrungen waren vereinzelt immer wieder Gegendemonstranten an den Absperrgittern. Der Polizeisprecher habe auch von „Scharmützeln“ gehört, so unser Kollege, könne aber noch nichts Genaues sagen. Er verweist auf den Polizeibericht, der am späten Abend folgen soll.

Unterdessen wird Pogida mit lauten "Haut-ab-Rufen" begrüßt. "Verdammt kleine Gruppe", sagt Exner. Die Pogidas sind vor lauter Polizei kaum zu sehen. "Das ist doch mal ein Betreuungsschlüssel", sagt Exner und buht ins Mikro.

+++ 20.21 Uhr +++

Es wird wieder lauter auf der Seite der Gegendemonstranten. Pogida ist nur noch gut 100 Meter Luftlinie entfernt. 

+++ 20.16 Uhr +++

An der Kreuzung Orville-Wright-Straße/Erwin-Barth-Straße muss  Pogida umkehren. Der Zug kommt also nicht am Asylheim vorbei, das ungefähr 120 Meter entfernt liegt. Gegendemonstranten sind bis an einen Räumpanzer herangekommen. Etwa 20 von ihnen sind in Sichtweite. Pogida läuft zum Ausgangspunkt zurück. Bürgermeister Exner sagt auf der anderen Seite: "Und dann gehen sie wohl hoffentlich nach Hause." Er hatte schon vorher, als die Pegida-Anhänger nicht mehr zu sehen waren und es Auflösungserscheinungen bei der Gegendemo gab ins Mikro gesprochen: "Hier bleiben, die kommen zurück."

+++ 20.07 Uhr +++

Übrigens: Wegen der Sitzblockade auf der Kirschallee ist die Route geändert worden. Pogida knickt jetzt an der Erwin-Barth-Straße ein und läuft dann zurück zum Ausgangspunkt. Die Polizei hat die neue Streckenführung schon mit Pogida abgesprochen. Damit hat die Sitzblockade auf der Kirschallee wieder Erfolg. Es sitzen ungefähr 250 Menschen, davor ein Wasserwerfer.

+++ 20.03 Uhr +++

Die Pogida-Teilnehmer starten nun mit geschätzten 60 Teilnehmern! Der groß angekündigten Überraschungsgast "Curd Schumacher" haben wir unter ihnen übrigens noch nicht entdeckt. Unterdessen gibt es von den Gegendemonstranten ein lautes Pfeifkonzert.

Die Pogida-Anhänger laufen los.

Quelle: Julian Stähle

+++ 20.01 Uhr +++

Ahmed Dora – ein Ägypter, der seit 20 Jahren in Deutschland lebt – hat auf der Pogida-Demo gesprochen! Er sei ein Mensch, der „wie alle Deutschen für Sauberkeit, Menschlichkeit, Gesetz und Ordnung“ sei. Und weiter: „Frau Merkel, Sie lassen die falschen Menschen ins Land! Sie wissen nicht, mit wem Sie es zu tun haben!“ Viele von denen, die hierher kämen, wären nur scharf auf das Geld. In den Kriegsländern könne man mit 50 Euro ganzen Familien lange helfen. Merkel solle lieber mehr für die Deutschen tun, für die Rentner und diejenigen, die schwer schuften würden.

Ahmet Dora und Christian Müller im Gespräch.

Quelle: Julian Stähle

+++ 20.00 Uhr +++

Nicht nur die Demo auf der Seite von "Potsdam bekennt Farbe" nimmt ab, auch die Antifa-Demo ist geschrumpft. Es ist ruhiger geworden. Erstmals sind auf der Seite der Gegendemonstranten auch Satzfetzen der Pogida-Demo zu hören. Es bleibt aber bei Fetzen. Die Polizei nimmt unterdessen die Helme ab.

Teilnehmer des Lustgarten-Zuges sind bei der Demo in der Kirschallee.

Quelle: Julian Stähle

+++ 19.55 Uhr +++

Vor der Kirschallee auf Höhe der Nummer 23 soll es nun eine Sitzblockade geben.

+++ 19.45 Uhr +++

"Scheint die Sonne auch für Nazis", fragt die Band "Die Ärzte". Laut kommt die Antwort aus den Boxen: "Wenn es nach mir geht, tut sie es nicht!" An Sonne und Wärme hätte sicher auch alle Demonstranten erfreut. Doch es ist dunkel. Und es wird weiter kälter, je länger man auf der Straße ist. Der Ort von der "Potsdam bekennt Farbe" -Veranstaltung hat sich inzwischen merklich geleert. 

+++ 19.44 Uhr +++

Die Demonstranten, die für kulturelle Vielfalt - und gegen den Pegida-Ableger demonstrieren, finden klare Worte.

Protest gibt es auch vom Balkon in der Neuen Kirschallee, der auf die Kirschallee schaut.

Quelle: Julian Stähle

+++ 19.41 Uhr +++

Es gibt weiterhin keine Bewegung bei der Pogida-Demo. Sie reden und reden. Bürgermeister Burkhard Exner vermutet, dass die Pogida-Teilnehmer ihre Versammlungszeit voll auskosten wollen und äußert erneut die Bitte, dass alle bleiben, um der Pogida nachher deutlich zu sagen, was man davon hält. Unterdessen bleiben die Gegendemos weiter getrennt.

+++ 19.39 Uhr +++

Herbert Heider redet nun schon fast eine halbe Stunde. Unter anderem greift er Oberbürgermeister Jann Jakobs (SPD) an, dessen Verhalten gegenüber Pogida er unverantwortlich findet. Heider: „Herr Jakobs, pfeifen Sie Ihre Truppen zurück! Rüsten Sie ab! Zeigen Sie, dass Sie ein vernünftig denkender Mensch sind!“ Heider weist zudem auf eine aktuelle Umfrage hin, nach der 89 Prozent der Deutschen der Meinung, die Bundesregierung habe die Flüchtlingspolitik nicht im Griff.

In die rechte Ecke wollen die Pogida-Demontranten nicht geschoben werden.

Quelle: Julian Stähle

+++ 19.38 Uhr +++

Punkmusik und Seifenblasen. Passt nicht zusammen? Passt doch! Viele Demonstranten tanzen oder wippen mit den Füßen. Und es wird immer kälter.

+++ 19.36 Uhr +++

+++ 19.30 Uhr +++

Ein Blick aus der Menge der Gegendemonstranten.

Quelle: Ricarda Nowak

+++ 19.28 Uhr +++

Übrigens: Herbert Heider hat angekündigt, dass künftig ganz rechtmäßig nur noch die 3. Strophe des Deutschlandliedes gesungen bzw. gespielt werde.

+++ 19.26 Uhr +++

+++ 19.23 Uhr +++

Müllers Lebensgefährtin Annika Keller ist als Ordnerin bei Pogida unterwegs, mag gegenüber der Presse aber keinen Kommentar abgeben. Nur so viel: Wenn Christian Müller sage, sie werde nicht Pogida übernehmen, dann sei das wohl auch so.

Pogida-Müller und seine Lebensgefährtin Annika Keller.

Quelle: Julian Stähle

+++ 19.20 Uhr +++

Keine Bewegung - weder bei Pogida noch bei den Gegendemonstranten. Sie sind gut durch Hamburger Gitter, eine Polizeikette und jede Menge Abstand voneinander getrennt. Aus der Menge hört man weiter lautes Trommeln.

Quelle: MAZonline

+++ 19.15 Uhr +++

Christian Müller bestätigt nun auch bei seiner offiziellen Rede vor seinen Anhängern, dass er künftig die Versammlungsleitung abgeben wird. Das sei aber kein Aufgeben, „ich glaube weiter an die Sache“, so Müller. Im Schatten möchte er außerdem niemand stehen lassen.

Pogida-Anmelder Christian Müller.

Quelle: Julian Stähle

+++ 19.14 Uhr +++

Bürgermeister Exner bittet alle bei der "Potsdam bekennt Farbe"-Demo zu verweilen, denn die Pogida-Teilnehmer sollen angeblich daran vorbeikommen. Dann solle man zeigen,  was man von Rassismus halte: "Nämlich gar nichts!" Es gibt Applaus.

+++ 19.05 Uhr +++

Von Antifa-Demonstranten wurde wohl bei der Polizei angefragt, ob die abgesperrte Demo freier zugänglich sein könnte, um alle Gegendemonstranten in Sicht- und Hörweite der Pogida zu versammeln. Doch die Polizei weicht keinen Meter.

+++ 19.00 Uhr +++

Mit einer halbstündigen Verspätung beginnt jetzt die offizielle Pogida-Kundgebung.

Erwartet wurden bis zu 500 Teilnehmer bei der Pogida-Veranstaltung. Vor Ort sieht das weiterhin ganz anders aus.

Quelle: Julian Stähle

+++ 18.58 Uhr +++

Von der Pogida - Veranstaltung ist nicht viel bei der Protestveranstaltung vom Bündnis "Potsdam bekennt Farbe" zu hören - auch gibt es kaum etwas zu sehen. Jetzt kommt aber Unruhe rein. Der Antifa-Demo Zug ist da: "Alerta, Alerta Antifascista". Und sie schreiben: "Es gibt kein Recht auf Nazipropaganda".  Die Polizei zieht teilweise Helme auf. Bürgermeister Burkhard Exner begrüßt die Antifa-Demo und lädt sie auf "Potsdam bekennt Farbe "-Veranstaltung ein.

+++ 18.53 Uhr +++

Was Pogida-Müller unserem Kollegen noch verraten hat: Heute werde er noch einmal als Redner auftreten, wahrscheinlich zum letzten Mal. Wie bereits geschrieben, wird sich noch über die Nachfolge beraten. Am Wochenende soll wahrscheinlich die Entscheidung fallen, wer der neue Versammlungsleiter wird. Denn dann stellen sich mehrere Kandidaten vor. Er hofft, den Neuen schon auf der nächsten Demo auf dem Bassinplatz vorstellen zu können. Gern hätte Müllers Freundin Annika Keller die Leitung übernommen, es sich jedoch aus persönlichen Gründen aber noch einmal überlegt: Im Herbst beginnt sie eine Ausbildung.

+++ 18.47 Uhr +++

Unermüdlich wird getrommelt und in die Trillerpfeifen geblasen. Wer sich dazu nicht bewegt, wärmt sich an alkoholfreiem Punsch - gesponsert von ProPotsdam. (Nicht wie zuerst geschrieben von "Potsdam bekennt Farbe")

Lauter Protest in der Kirsch-/Ecke Pappelallee.

Quelle: Julian Stähle

+++ 18.45 Uhr +++

Die rund 500 Gegendemonstranten erreichen die Ecke David-Gilly-Straße /Ludwig-Boltzmann-Straße. Als angesagt wird, dass Pogida nur rund 40 Leute mobilisieren konnte, gibt es Jubel und Applaus. Auf dem Weg hierher gab es immer wieder „Jagdszenen“ zwischen Polizei und einzelnen Demonstranten.

+++ 18.39 Uhr +++

Die Nachricht des ersten Pogida-Redners dürfte Bürgermeister Exner unterdessen freuen. Der glaubt nämlich, dass der wöchentliche Spuk auch "der Polizei auf die Nerven geht". Er forderte: Wenn die Pogida-Demos immer weniger anziehe, "dann muss auch mal Schluss sein".

+++ 18.36 Uhr +++

Der erste Pogida-Redner, Herbert Heider, macht eine wichtige Ankündigung: Man wolle nach der Bassinplatz-Veranstaltung nächste Woche nur noch alle zwei Wochen demonstrieren – „um uns selbst und der Polizei eine Atempause zu geben“.

+++ 18.35 Uhr +++

Bürgermeister Burkhard Exner schätzt die Zahl der Demonstranten auf 350 - allein bei Potsdam bekennt Farbe. Insgesamt sind es wohl 1000, schätzt er. Ganz im Gegensatz zu Pogida, dem "Häuflein Rechtsradikaler". 

+++ 18.33 Uhr +++

Rund 20 junge Gegendemonstranten verlassen die "Potsdam bekennt Farbe"-Veranstaltung. Die Polizei meint, darunter auch sogenannte "Sorgenkinder" erkannt zu haben, die den Pogidas "immer hinterher rennen". Das hat unser Reporter am Rande aufgeschnappt. Ein Polizei-Trupp macht sich auf und geht hinterher. Zwei Jugendliche erkundigen sich, wo die Demoroute der Pogida-Anhänger entlang läuft. Ein Polizist antwortet flapsig: "Wofür willste das wissen? Feier hier!"

+++ 18.32 Uhr +++

So richtig viele Pogida-Demonstranten sind es noch nicht. Anmelder Christian Müller sagt unserem Kollegen, dass er sich zwar weitgehend zurückziehen wolle – wegen des Strafverfahrens und aus persönlichen Gründen. „Pogida wird aber definitiv nicht aufgelöst“, so Müller.

+++ 18.31 Uhr +++

Der Lustgarten-Zug hat die Pappelallee erreicht. Hier will die Polizei den Zug stoppen und stellt zwei Autos quer – vergebens! Etwa 50 Demonstranten überrennen die Absperrung. Die anderen Demonstranten laufen durch die Georg-Hermann-Allee, die Polizei versucht hinterherzukommen. Es herrscht gerade Konfusion.

+++ 18.21 Uhr +++

Wie weiter mit Pogida? Christian Müller verrät, dass er wahrscheinlich die nächste Versammlung auf dem Bassinplatz noch anmelden werde, aber dann womöglich nicht mehr dabei sein werde. Wer die Versammlungsleiter dann übernimmt und neuer Pogida-Chef wird, entscheidet sich eventuell am kommenden Wochenende. Zunächst hieß es, seine Lebenspartnerin solle das künftig übernehmen. Doch Müller will sich noch mit seinen Pegida-„Kollegen“ aus Dresden und Leipzig beraten. Es gebe mehrere Kandidaten, auch aus Potsdam, so Müller.

+++ 18.20 Uhr +++

Ungefähr 15 Pogida-Anhänger ziehen auf ihrem Weg zum Versammlungsort vorbei. Sie schwenken die Deutschlandfahne und haben Plakat wie "Merkel muss weg" vorbereitet. Es wird laut, als sie die Gegendemo passieren: "Nazis raus. Haut ab!" Weitere Pogidas folgen. 

Pogida-Teilnehmer haben Transparente vorbereitet.

Quelle: Julian Stähle

+++ 18.17 Uhr +++

Bürgermeister Exner entschuldigt Oberbürgermeister Jann Jakobs. Der ist im Hauptausschuss.  Exner sagt: "Pogida soll lernen, dass in Potsdam kein Platz für Rassismus ist." Er wird deutlicher: "Wir dulden Rassismus nicht". Außerdem lobt er das bürgerschaftliche Engagement. Auf den vergangenen Veranstaltungen wurden inzwischen insgesamt  3 200 Euro für Flüchtlinge gesammelt. Er hofft, dass der "Spuk" bald vorbei ist. Schließlich habe Pogida-Anmelder Müller sehr wirre Gedanken. Exner fragt: "Wie kann man dem hinterherlaufen?" Es ist eine rethorische Frage.

++ 18.10 Uhr +++

Die Veranstalter des „Lustgarten-Zuges“ sprechen jetzt sogar von 500 Teilnehmern. Die Demonstranten laufen gerade durch die Friedrich-Ebert-Straße und rufen unter anderem „Bleiberecht für alle“ und „Kein Mensch ist illegal“. Zwei Straßenbahnen stehen in Höhe des Rathauses und warten und warten…

+++ 18.09 Uhr +++

Und es wird kräftig getrommelt.

+++ 18.07 Uhr +++

In der Kirschallee füllt es sich auf der Seite der Gegendemonstranten zusehends. Auch Bürgermeister Burkhard Exner ist gekommen.

+++ 17.53 Uhr +++

Erstaunlich: Es sind bei der Demonstration von "Potsdam bekennt Farbe" viele Kita- und Schulkinder dabei, die ganz vorn an den Gittern stehen. Auf Seiten der Pogida hat sich noch nicht mehr getan.

Auch Kinder wollen Farbe bekennen. Doch wer zur Demo möchte, muss zuerst durch eine Taschenkontrolle der Polizei.

Quelle: Julian Stähle

Leibesvisitation: Ob sie wohl Wurfgeschosse dabei hat? Eher nicht!

Quelle: Julian Stähle

Ein Blick in die Tasche.

Quelle: Julian Stähle

+++ 17.52 Uhr +++

Der antifaschistische Protestzug, der unter dem Motto „Rassismus tötet“ steht und zum Dorint-Hotel an der Jägerallee führt ist an der Breite Straße Ecke Zeppelinstraße.

Quelle: Henrik Bortels

+++ 17.51 Uhr +++

Zugang zu der Veranstaltung um 18 Uhr vom Bündnis "Potsdam bekennt Farbe" gibt es nur über die Kirschallee. Die Polizei setzt auf Sicherheit, deshalb gibt es Taschenkontrollen und Leibesvisitationen. Man muss sich das wie im Fußballstadion vorstellen. Es kommen immer mehr Gegendemonstranten zur Kirschallee/südlicher Teil der Pappelallee; die Zahl der Teilnehmer ist auf etwa 150 Leute angewachsen. Sie demonstrieren um 18 Uhr unter dem Motto „Refugess welcome – Für Weltoffenheit und Toleranz“.

+++ 17.47 Uhr +++

Während in der Breite Straße die Demonstranten unterwegs sind, fotografieren Passanten mit ihren Kindern staunend den Räumpanzer und die Wasserwerfer.

Ein Räumpanzer steht in der Kirschallee.

Quelle: Rainer Schüler

+++ 17.44 Uhr +++

Die erste Demo ist gerade vom Lustgarten aus gestartet und nun auf der Breite Straße unterwegs. Der Verkehr steht.

Quelle: Henrik Bortels

+++ 17.41 Uhr +++

Die Veranstaltungen in der Kirschallee könnten später gut ausgeleuchtet werden.

Quelle: MAZonline

+++ 17.37 Uhr +++

Unterdessen gibt es am Pogida-Treffpunkt ein großes Polizeiaufgebot. Passanten werden nach ihrem Ziel befragt. In den umliegenden Straßen kontrollieren mehrere zweier Polizeigruppen.

+++ 17.34 Uhr +++

Es geht los! Mit rund 400 Leuten setzt sich der Demo-Zug vom Lustgarten bei bestem Demo-Wetter (trocken und kühl und gerade noch ein bisschen Sonne) in Bewegung.

Nachtrag - So sah das aus:

+++ 17.32 Uhr +++

An der Kreuzung Pappelallee und Kirschallee sammelt sich das Bündnis "Potsdam bekennt Farbe". Knapp 50 Menschen sind es bisher.

Auch die ersten Pogida-"Spaziergänger" sind eingetroffen. Sie stehen auf der anderen Straßenseite, es sind bisher keine zehn.

+++ 17.32 Uhr +++

+++ 17.22 Uhr +++

Unser Kollege spricht mit Polizeisprecher Mario Heinemann. Der erzählt, dass diesmal Polizisten aus „nur“ drei Bundesländern „zu Gast“ in Potsdam seien: aus Sachsen, Niedersachsen und Mecklenburg-Vorpommern. Keine Berliner diesmal. Insgesamt seien etwas mehr als 1000 Beamte im Einsatz. Die Bereitschaftspolizisten seien herumgegangen und hätten Passanten und Anwohner informiert, offenbar gibt es viele, die nicht mitbekommen haben, was heute in Bornstedt abgeht. Falls der ursprüngliche Versammlungsort der Pogida „überrannt“ werde, so Heinemann weiter, werde die Pogida- Kundgebung am Ende der Kirschallee in der Nähe der Tram-Haltestelle abgehalten. Die Strecke, die Pogida heute laufen will, ist 1,1 Kilometer lang.

Die Polizeibeamten sind bereits im Einsatz.

Quelle: Julian Stähle

+++ 17.17 Uhr +++

Wir haben den zweiten Wasserwerfer entdeckt: Er steht in der Alexander-Klein-Straße hinter der Schule.

Wasserwerfer wurden angefordert.

Quelle: Rainer Schüler

+++ 17.16 Uhr +++

Am Sitz der ProPotsdam in der Pappelallee hängt ein riesiges Plakat: ProPotsdam für Toleranz - Eine Stadt für Alle".

Quelle: MAZonline

+++ 17.14 Uhr +++

Obwohl die Polizei vorab am Dienstag darüber informierte, dass es im Bereich Kirchallee für Autofahrer und Anwohner erst ab etwa 17.45 Uhr erhebliche Einschränkungen auf den Straßen geben soll, gab es wohl schon weitaus früher Probleme. Ein Anwohner schreibt uns auf Facebook: "Ich kam 16.20 nicht mal in meine Tiefgarage trotz Perso."  

+++ 17.05 Uhr +++

Im Lustgarten ist es laut und bunt. Rund 300 vorwiegend junge Leute haben sich versammelt, es dröhnt Musik aus den Boxen. Gleich dürfte es losgehen, die Breite Straße hinunter.

Die Teilnehmer protestieren unter dem Motto: "Rassismus tötet".

Quelle: Ricarda Nowak

+++ 17.00 Uhr +++

In der Kirschallee steht einer der beiden Wasserwerfer, die heute aufgefahren werden. Auch Polizei aus Mecklenburg-Vorpommern unterstützen die Brandenburger Kollegen. Alle Nebenstraßen entlang der Kirschallee – der Marschroute der Pogida – sind gesperrt.

+++ 16.50 Uhr +++  

Vor Rewe und Penny macht sich die brandenburgische Bereitschaftspolizei bereit – mit mindestens 30 Einsatzwagen.

+++ 16.42 Uhr +++

Auch an der Kreuzung Kirschallee/Pappelallee ist die Polizei weiter vor Ort und hat die Kreuzung komplett gesperrt. 20 bis 30 Einsatzwagen stehen bereit, ebenso Beleuchtungstechnik. Einsatzleiter ist diesmal offenbar Maik Toppel, Chef der Polizeiinspektion Potsdam.

+++ 16.39 Uhr +++

Übrigens: Hinsichtlich der Medienberichterstattung über seine Person macht Christian Müller deutlich, dass er sich selbst „nicht wiedererkennt“. Er sei kein Schwerverbrecher. Viele Delikte seien Kavaliersdelikte aus der Kindheit, erzählt der gerade zu einer Haftstrafe wegen Körperverletzung verurteilte Potsdamer. Er leugnet aber nicht, dass er auch schwere Straftaten begangen hat. Die seien aber letztlich im Zusammenhang mit Pogida unerheblich, meint er: "Was haben die mit dem zu tun, „was man im Inneren fühlt?“, fragt er. Zu der aktuellen Verurteilung fügt er hinzu, dass er gegen das drohende Urteil Berufung eingelegt hat – ebenso  wie die Staatsanwaltschaft. Er sieht sich als Opfer einer „Intrige“. Bei dem Prozess hätte nach seinen Angaben Aussage gegen Aussage gestanden. 

+++ 16.33 Uhr +++

Vor dem siebten sogenannten „Abendspaziergang“ hat sich Christian Müller via Facebook in einem Video zu seiner Person, seinen Bewegründen für die wöchentlichen Pogida-Demonstrationen und seine drohende Haftstrafe geäußert. Er, der „Arbeiter“, sieht in der Pogida-Bewgung den richtigen Weg, um auf Missstände in diesem Land aufmerksam zu machen. Er freut sich daher, dass „immer mehr Potsdamerinnen und Potsdamer“ zu den Kundgebungen hingehen und ihm „das Gehör leihen“. Es könnten noch viel mehr sein, so Müller, doch die meisten hätten Angst. Angst vor der „extremen Gewalt“ der Gegendemonstranten. Mit den Linken müsse man sich jedoch austauschen. Der Feind stehe seiner Meinung nach nicht rechts oder links, der „Feind ist die Regierung“. Sie hetzt die beiden Seiten aufeinander. „Lasst uns zusammen an einem Strang ziehen“, appelliert er an seine Gegner.

Pogida-Anmelder Christian Müller in seinem Youtube-Video.

Quelle: Sceenshot Youtube/Müller

Er ist sich sicher, dass die Pogida-Bewegung weiter anhalten wird. Seine Frau sei stark engagiert, ebenso wie das ganze Organisationsteam, so Müller. Er brauche Pogida jedenfalls nicht, um im Mittelpunkt zu stehen oder sich zu behaupten. Auch habe er Pogida nicht gegründet. Vielmehr habe Pogida ihn gegründet.

+++ 16.25 Uhr +++

Die Sonne scheint, doch im Lustgarten herrscht noch gähnende Leere. Noch keine Gegen-Demonstranten in Sicht. Nur die Polizei ist schon da mit acht Mannschaftswagen und fünf Motorrädern. Es sind Einsatzwagen aus Oldenburg, Hannover und Dresden. Die letzte freie Ausfahrt von der Pappelallee in Richtung Bornstedter Feld ist der Reiherweg.

Noch ist nichts los am Luisenplatz. Eine Handvoll Polizeiwagen und Motorradpolizisten stehen am Rand. Der Verkehr auf der Breite Straße läuft normal.

Quelle: MAZonline

+++ 16.24 Uhr +++

Polizeiführer Maik Toppel sagte vorab: „Die Gewährleistung des Versammlungsrechts sowie der Schutz aller Versammlungsteilnehmer und der eingesetzten Polizeibeamten hat für mich auch dieses Mal oberste Priorität. Mit den Polizeikräften aus Brandenburg und weiteren Bundesländern werden wir bei Erfordernis konsequent einschreiten.“

+++ 16.20 Uhr +++

Autofahrer und Bornstedter Anwohner aufgepasst: Ab etwa 17:45 Uhr soll es verstärkt zu Einschränkungen der Zufahrt Kirschallee und in die Neue Kirschallee, den Fliederweg und die Tiefgarage unter der Straßenbahnendhaltestelle Kirschallee kommen, informierte die Polizei vorab. Man kann weder Ein- noch Ausfahren. Das gilt für die gesamte Dauer der Demonstrationen. Die Polizei rät den Anwohnern, ihre Fahrzeuge außerhalb des betreffenden Bereiches zu parken. Ortskundige Verkehrsteilnehmer sollten den zudem weiträumig umfahren.

+++ 16.12 Uhr +++

Rund um die Kirschallee ist die Polizei bereits eingetroffen. An der Tram-Haltestelle trifft sich die Pegida-Bewegung heute um 18.30 Uhr. Schon um 18 Uhr ist dort die Gegendemonstration des Bündnisses "Potsdam bekennt Farbe" angemeldet.

+++ 15.47 Uhr +++

Noch ist die Route, die Pogida heute Abend wählen wird, nicht klar. Im Netz haben wir diese Übersicht gefunden:

+++ 15.35 Uhr +++

Pogida-Anmelder Christian Müller hat übrigens für den heutigen Abend einen "Überraschungsgast" im sozialen Netzwerk Facebook angekündigt. Ganz überraschend kommt er dann aber doch nicht, denn er hat den Namen schon verraten. Als Gastredner spricht heute  Curd Schumacher . In der Szene nennt man ihn auch „Curd Ben Nemsi“. Er ist ein Hannoveraner Aktivist, für den es wohl weder "Rechts" noch "Links", sondern nur unten und oben gibt -und der auf vielen Pegida-Veranstaltungen und Ablegern als Redner auftritt,  Bundestagsdebatten gerne als "trockene Kacke" oder die USA als "Pest der Welt" bezeichnet sowie gegen die Asylpolitik hetzt.

Curd Schumacher redet sich auf Youtube immer wieder in Rage.

Quelle: Screenshot Youtube

+++ 15.10 Uhr +++

Nachdem die Pogida-Demo in der vergangenen Woche am Mittwoch beendet war, kam es noch am Abend zu einem umstrittenen Polizeieinsatz in der Babelsberger Szenekneipe "Nowawes". Beamte gingen "mit ziemlich krasser Gewalt" vor, so die Linken-Landtagsabgeordnete Isabel Vandré. Sie prüft rechtliche Schritte.

+++ 14.52 Uhr +++

Die Brandenburger Polizei bekommt auch heute wieder Unterstützung durch Beamte aus unterschiedlichen Bundesländern. Insgesamt sind erneut 1000 Polizisten im Einsatz. Zwei Wasserwerfer und auch ein Räumpanzer aus Niedersachsen sind bereits in Potsdam eingetroffen.

+++ 14.25 Uhr +++

"Aufgrund mehrerer Demonstrationen in Bornstedt (im Bereich Kirschallee) kommt es am 24.02.2016 in der Zeit von 17.00 bis voraussichtlich 20.30 bzw. 21.00 Uhr zu Einschränkungen im Tram- und Busverkehr", heißt es auf der Seite der Stadtwerke Potsdam. Es kann zu Verspätungen, aber auch zu Ausfällen kommen. 

Diese Linien sind betroffen: Tram 92, Bus 612, Bus 692, Bus 697 , Bus 698.

Weiterführende Infos, etwa wie die Buslinien umgeleitet werden und bis wohin die Tram fährt, findet ihr hier>>

+++ 14.18 Uhr +++

Potsdamer und Pendler müssen sich in der Landeshauptstadt auf erhebliche Verkehrsbeeinträchtigungen einstellen. Betroffen ist vor allem Bornstedt im Bereich Schulplatz und Pappelalle. Auch angrenzende Straßen sind betroffen. 

+++ 14.12 Uhr +++

„Jeder muss selbst für sich beurteilen, was es heißt, einem Kriminellen zu folgen“, sagte Linke-Kreischef Sascha Krämer. Er forderte die Potsdamer auf, die Anti-Pogida-Kundgebung und -Demos „zahlreich und kraftvoll“ zu unterstützen.

+++ 14.10 Uhr +++

Angemeldet sollen für die Pogida-Veranstaltung insgesamt 500 Teilnehmer sein.

+++ 14.05 Uhr +++

Nach seiner Verurteilung zu einem Jahr Gefängnis wegen schwerer Körperverletzung will sich Pogida-Chef Christian Müller zurückziehen. „Am kommenden Mittwoch habe ich meinen letzten Auftritt“, sagte er am Montag. Am Dienstag ist bekannt geworden, an wen der die Leitung abgibt: an seine Freundin Annika Keller. Die seit Anfang Januar stattfindenden wöchentlichen „Abendspaziergänge“ der Pogida sollen demnach weiter geführt werden.

Müller gibt Pogida-Leitung an Freundin ab >

+++ 14.00 Uhr +++

Das sind die Gegendemos

Um 17 Uhr startet im Lustgarten ein antifaschistischer Protestzug, der unter dem Motto „Rassismus tötet“ steht und zum Dorint-Hotel an der Jägerallee führt. Die Potsdamer Demo-Anmelderin, die nach eigener Aussage „anonym bleiben möchte“, will „raus aus dem Ritual des Reagierens“, eigene Akzente setzen anstatt „jede Woche Pogida hinterher zu rennen“. Auf die Straße sollen „endlich wieder offensiv unsere politischen Positionen“ getragen werden. „Wir wollen deutlich sagen, dass auch Pogida nur ein Ausdruck des rassistischen Normalzustandes in der kapitalistischen Gesellschaft ist“, heißt es in dem Aufruf. Demonstriert werde unter anderem gegen Asylrechtsverschärfungen.

Um 18 Uhr findet an der Kirschallee/südlicher Teil der Pappelallee unter dem Motto „Refugess welcome – Für Weltoffenheit und Toleranz“ eine Kundgebung des städtischen Bündnisses „Potsdam bekennt Farbe“ statt. Der Zugang sei nur über den Reiherweg und die Bornstedter Straße möglich. Dort kündigte die Polizei Vorkontrollen bei den Teilnehmern auf Wurfgegenstände an.

Eine weitere Demonstration formiert sich um 18.30 Uhr an der David-Gilly-Straße. Der vom Linke-Bundestagsabgeordneten Norbert Müller angemeldete Protestmarsch unter dem Motto „Geflüchtete willkommen. Potsdam bleibt bunt!“ zieht zur Pappelallee in Höhe der Tramschleife. Die Polizei wolle sich „bemühen“, den Betrieb der Tramlinie zu gewährleisten. Sicher ist dies allerdings nicht. Man gehe davon aus, dass eine Demonstrationsroute für Pogida über die Kirschallee ins Bornstedter Feld vorgesehen ist. Diesmal wird auch eine angemessene Hör- und Sichtweite zur Pogida-Kundgebung gewährleistet sein.

+++ 13.50 Uhr +++

Zur Erinnerung: In der vergangenen Woche bremste eine Sitzblockade den Pogida-Abendspaziergang aus. Ein Überblick vom Demo-Abend gibt es in diesem Video.

Außerdem waren unsere Bildreporter vor Ort.

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17. Februar 2016: Es war bereits der sechste geplante Abendspaziergang des Potsdamer Pegida-Ablegers „Pogida“. Insgesamt 7 Gegendemonstrationen wurden angemeldet. Hunderte Menschen stellten sich insgesamt dagegen, es gab unter anderem eine Sitzblockade. Wir haben einige Eindrücke vom Abend in Bildern.

Zur Bildergalerie

+++ 13.45 Uhr +++

Demoabend vom 17. Februar: Sitzblockade bremst Pegida in Potsdam aus

Demoabend vom 10. Februar: Pogida im Regen „spazieren“ gelassen

Demoabend vom 3. Februar: Der Demo-Liveticker zum Nachlesen

Demoabend vom 27. Januar: Der Demo-Liveticker zum Nachlesen

Demoabend vom 20. Januar: So war die Pegida-Demo in Potsdam

Demoabend vom 11. Januar: Krawalle in Potsdam nach Pegida-Demo

 

Von Ricarda Nowak

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