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Lösung für zu kleine Moschee in Sicht

Potsdam Lösung für zu kleine Moschee in Sicht

Bis zu 500 Gläubige kommen jeden Freitag an der Al Farouk Moschee in Potsdam zum Gebet zusammen. Viele Muslime beten auf der Straße, weil die Moschee überfüllt ist. Seit Monaten ist nach größeren Räumen gesucht worden. Jetzt zeichnet sich eine Lösung ab.

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Die Gläubigen müssen teils auf dem Gehweg beten.

Quelle: Foto: F. Bungert

Innenstadt. Für die unter Platznot leidende Al Farouk Moschee Am Kanal bahnt sich eine schnelle Lösung an. Nach einem Vorgespräch am Mittwoch im Rathaus sollen der muslimischen Gemeinde womöglich schon am Freitag ein Angebot für einen Ausweichraum gemacht werden. Dem Vernehmen nach kommen die Orangerie der Biosphäre, aber auch der obere Bereich der Fachhochschule, die allerdings in einem Jahr abgerissen werden soll, als Übergangsquartiere für das Freitagsgebet in Frage.

Bis zu 500 Gläubige beim Freitagsgebet

„Wir haben gegenüber der Stadt noch einmal erläutert, was wir brauchen“, sagte Imam Kamal Mohamad Abdallah nach dem Treffen im Stadthaus. Wichtig sei in erster Linie, dass der Gebetsraum rund 120 Quadratmeter habe, gut zu erreichen sei, über Sanitäranlagen verfüge und Platz biete, um auch die Gebetsteppiche dort zu lagern. Wie berichtet, sucht der Verein der Muslime in Potsdam seit Monaten fieberhaft nach größeren Räumen. Durch den Zuzug von Flüchtlingen hat sich die Zahl der Gläubigen, die am Freitagsgebet in Brandenburgs einziger Moschee teilnehmen, verdreifacht.

AfD versucht, die Platznot der Betenden als Wählerwerbung auszunutzen

Mittlerweile kommen laut Abdallah jede Woche rund 500 Menschen in die Moschee, die aber nur Platz für rund 300 Leute bietet. Bis zu 200 Gläubige müssen ihren Teppich deshalb auf dem von Geschäften gesäumten Gehsteig ausbreiten. Sozialdezernent Mike Schubert (SPD) will sich Freitagfrüh vor Ort mit Vereinsvertretern treffen und dann womöglich konkrete Vorschläge unterbreiten. Die Miete für die Räume müsste der Verein selbst aufbringen, erläutert Stadtsprecher Jan Brunzlow. „Aber wir sind zuversichtlich, sehr bald eine Lösung zu finden.“ Langfristig möchte der Verein sein Gemeindezentrum komplett in ein Gebäude verlagern, wo neben einem Gebetssaal auch Räume für Integrations- und Sprachkurse zur Verfügung stehen.

Die rechtspopulistische AfD versucht, die Platznot der Betenden für sich als Wählerwerbung auszunutzen. Am Freitag sollen die Anwohner erneut mit einem Infostand auf die Gehweg-Situation aufmerksam gemacht werden. „Wir achten einfach nicht darauf“, sagt Abdallah. „Bislang sind die meisten Passanten sehr nett gewesen.“

Von Marion Kaufmann

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