Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Potsdam Lösung für zu kleine Moschee in Sicht
Lokales Potsdam Lösung für zu kleine Moschee in Sicht
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
20:45 28.09.2016
Die Gläubigen müssen teils auf dem Gehweg beten. Quelle: Foto: F. Bungert
Anzeige
Innenstadt

Für die unter Platznot leidende Al Farouk Moschee Am Kanal bahnt sich eine schnelle Lösung an. Nach einem Vorgespräch am Mittwoch im Rathaus sollen der muslimischen Gemeinde womöglich schon am Freitag ein Angebot für einen Ausweichraum gemacht werden. Dem Vernehmen nach kommen die Orangerie der Biosphäre, aber auch der obere Bereich der Fachhochschule, die allerdings in einem Jahr abgerissen werden soll, als Übergangsquartiere für das Freitagsgebet in Frage.

Bis zu 500 Gläubige beim Freitagsgebet

„Wir haben gegenüber der Stadt noch einmal erläutert, was wir brauchen“, sagte Imam Kamal Mohamad Abdallah nach dem Treffen im Stadthaus. Wichtig sei in erster Linie, dass der Gebetsraum rund 120 Quadratmeter habe, gut zu erreichen sei, über Sanitäranlagen verfüge und Platz biete, um auch die Gebetsteppiche dort zu lagern. Wie berichtet, sucht der Verein der Muslime in Potsdam seit Monaten fieberhaft nach größeren Räumen. Durch den Zuzug von Flüchtlingen hat sich die Zahl der Gläubigen, die am Freitagsgebet in Brandenburgs einziger Moschee teilnehmen, verdreifacht.

AfD versucht, die Platznot der Betenden als Wählerwerbung auszunutzen

Mittlerweile kommen laut Abdallah jede Woche rund 500 Menschen in die Moschee, die aber nur Platz für rund 300 Leute bietet. Bis zu 200 Gläubige müssen ihren Teppich deshalb auf dem von Geschäften gesäumten Gehsteig ausbreiten. Sozialdezernent Mike Schubert (SPD) will sich Freitagfrüh vor Ort mit Vereinsvertretern treffen und dann womöglich konkrete Vorschläge unterbreiten. Die Miete für die Räume müsste der Verein selbst aufbringen, erläutert Stadtsprecher Jan Brunzlow. „Aber wir sind zuversichtlich, sehr bald eine Lösung zu finden.“ Langfristig möchte der Verein sein Gemeindezentrum komplett in ein Gebäude verlagern, wo neben einem Gebetssaal auch Räume für Integrations- und Sprachkurse zur Verfügung stehen.

Die rechtspopulistische AfD versucht, die Platznot der Betenden für sich als Wählerwerbung auszunutzen. Am Freitag sollen die Anwohner erneut mit einem Infostand auf die Gehweg-Situation aufmerksam gemacht werden. „Wir achten einfach nicht darauf“, sagt Abdallah. „Bislang sind die meisten Passanten sehr nett gewesen.“

Von Marion Kaufmann

Polizei Polizeibericht vom 28. September für Potsdam - Randalierer schleudert Mülleimer durch Bahnhof

Ein 27-Jähriger hat in den Potsdamer Bahnhofspassagen randaliert. Der polizeibekannte Mann riss einen Mülleimer aus der Verankerung und warf ihn nach einer Gruppe Jugendlicher. Er traf jedoch nicht. Auch gegen die alarmierten Polizisten leistete der Mann Widerstand. Warum er sich so aufführte, blieb unklar.

28.09.2016

Eine Studie über Straßenbahnunfälle in 58 deutschen Städten kommt zu dem Ergebnis, dass die Potsdamer Trams ziemlich sicher sind. Die Landeshauptstadt kommt erst an 29. Stelle, wenn es um die Unfallhäufigkeit geht. Die Studie zeigt auch: Straßenbahnen in „Mittelage“ von Straßen sind deutlich häufiger in Unfälle verwickelt.

28.09.2016

Große Ehre für den 25-jährigen Berliner Franz Liedke: Der Student ist der 500. Absolvent am Potsdamer Hasso-Plattner-Institut und darf vor rund 300 Zuhörern am Freitag bei der großen Abschlussveranstaltung sprechen. Die Absolventen werden das traditionelle Studenten-Ornat tragen – also eine feierliche Angelegenheit.

28.09.2016
Anzeige