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Lottomittel für Aids-Beratung reichen nicht weit

Potsdam Lottomittel für Aids-Beratung reichen nicht weit

Der Potsdamer Katte-Verein bietet zahlreiche Beratungsangebote unter anderem für HIV-Betroffene. Doch das Land weigert sich bislang, den Verein ordentlich zu finanzieren. Jetzt wurden zwar wieder Lottomittel zugesagt, doch die reichen allenfalls bis zum Jahresende. Dabei ist Aids in Brandeburg ein nicht kleines Problem.

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Jirka Witschak

Quelle: Archiv/Liebe

Potsdam. Mit dem Stichtag 10. August fördert das Brandenburger Sozialministerium erstmals nach langer Pause wieder Projekte des Potsdamer Vereins Katte zur HIV/Aids-Aufklärung und zur HIV/STI-Testberatung bis zum Ende des Jahres. Das teilte der Verein am Montag mit. „Danach ergibt sich aber erneut die existenzielle Frage nach dem Fortbestand der genannten Angebote des Vereins“, so Vereinssprecher Jirka Witschak. „Deshalb fordern wir, dass die bisherige Förderung durch Lottomittel endlich auf eine Projektförderung durch Landesmittel umgestellt wird, oder dass es eine Festbetragsfinanzierung gibt, wie bei anderen Koordinierungs und Beratungsstellen mit landesweiter Bedeutung auch.“ Das Land Brandenburg hätte alle Gründe für einen solchen Schritt, so Witschak.

Nach Angaben des Vereins wurden in diesem Jahr bisher 140 Menschen in den „Rat & Tat-Zentren“ in Potsdam und Cottbus auf HIV und andere sexuell übertragbare Krankheiten anonym und kostenlos getestet. Dabei hatten vier Personen einen reaktiven HIV-Test und 22 Personen positive Testergebnisse bei anderen sexuell übertragbaren Krankheiten wie Syphillis, Chlamydien und Hepatitis C. Die „Rat & Tat-Zentren“ in Potsdam und Cottbus haben nach Vereinsangaben seit über zehn Jahren eine sehr hohe Akzeptanz bei schwulen und bisexuellen Jugendlichen und schwulen Männern. Durchschnittlich 65 Prozent der Nutzer der Test- und Beratungsangebote der zwei Beratungsstellen von Katte e.V. kommen aus der Hauptbetroffenengruppe von HIV, der Zielgruppe „Männer, die Sex mit Männern haben (MSM)“. Damit liegen diese weit über dem Durchschnitt von Gesundheitsämtern und anderen Vereinen, wo diese bei etwa 10 Prozent der Nutzer liegen.

„Die nun genehmigten Lottomittel sichern den Fortbestand nicht nur der HIV/STI-Testangebote, sondern auch das Jugendaufklärungsprojekt „Sexways“ aber nur bis Ende des Jahres“, so Witschak. Das Testangebot könne am Standort Cottbus auch nur bis dahin auf zweimal monatlich ausgebaut werden. Für den Dezember diesen Jahres plane der Verein eine zusätzliche Gesundheitswoche.

Von MAZ online

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