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Potsdam Luftschadstoffe bleiben unter den Grenzwerten
Lokales Potsdam Luftschadstoffe bleiben unter den Grenzwerten
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00:23 03.02.2019
Die Belastung der Luft mit Schadstoffen lag 2018 an der Zeppelinstraße unter dem Grenzwert. Quelle: Peter Degener
Potsdam

Die Potsdamer Luft hat eine gute Qualität – insbesondere im Vergleich mit zahlreichen deutschen Städten, die 2018 die Grenzwerte für Stickstoffdioxide deutlich überschritten haben. Am Donnerstag veröffentliche das Umweltbundesamt die mittlere Belastung der Luft mit den Stickstoff-Oxiden für zahlreiche deutsche Städte.

Potsdam hat das zweite Jahr in Folge den Grenzwert eingehalten

In Potsdam betrug der Mittelwert an der Messstation in der verkehrsreichen Zeppelinstraße demnach 36 Mikrogramm pro Kubikmeter. Er ist damit im Vergleich zu 2017 zwar um zwei Mikrogramm gestiegen, der Grenzwert von 40 Mikrogramm wurde allerdings damit eingehalten.

Im Jahr 2016, als die Straße noch zweispurig in beide Richtungen war, lag der Wert bei 43 Mikrogramm. Spitzenreiter mit schlechter Luft in Deutschland waren Stuttgart (71 Mikrogramm) und München (66). Mindestens 28 Städte liegen über dem Grenzwert – manche Ergebnisse werden allerdings erst im Mai verfügbar sein.

In der Großbeerenstraße sinkt die Schadstoffmenge kontinuierlich

Neben der Zeppelinstraße wird an drei weiteren Stationen in Potsdam die Luft gemessen. Am Bassinplatz stieg der Wert leicht von 15 auf 16. An der Station in Groß Glienicke von 13 auf 14. Bemerkenswert ist die stetige Verbesserung der Stickstoffdioxid-Werte in der Großbeerenstraße. Dort sank der jährliche Mittelwert von 42 Mikrogramm im Jahr 2015 in den Folgejahren auf 40, 34 und nun 32 Mikrogramm.

„Wir hatten dort nie drastische Überschreitungen, freuen uns aber über diese Entwicklung“, sagt Rathaussprecherin Christine Homann. Der Grund für die gesunkenen Werte dort bleibt unklar. Die Verringerung auf Tempo 30 ist bereits 2012 erfolgt.

Präsidentin des Umweltbundesamts fordert Autobmobilindustrie zur Nachrüstung auf

Maria Krautzberger, die Präsidentin des Umweltbundesamtes, sagte, dass die Überschreitungen die Gesundheit der Menschen gefährde. „Die Hauptquelle ist der Straßenverkehr und hier vor allem die Diesel-Pkw mit zu hohen Realemissionen“, so Krautzberger. Sie fordert technische Nachrüstung „auf Kosten der Verursacher, nämlich der Automobilindustrie“, um Fahrverbote abzuwenden.

Bund-Geschäftsführer lobt Entwicklung

„In Potsdam zeigt sich, dass die Maßnahmen etwas bringen“, sagt Axel Kruschat, Geschäftsführer des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland im Land Brandenburg. „Es hat lange gedauert, bis über Veränderungen wie in der Zeppelinstraße überhaupt geredet worden ist. Immerhin gelten die Grenzwerte seit 2005“, sagt Kruschat. „Ich finde das positiv, trotz der Nebeneffekte, die es in den Nebenstraßen der Zeppelinstraße gibt. Denn neben der Tatsache, dass die Luft besser wird, kommen dort auch Fahrradfahrer und Fußgänger besser miteinander zurecht“, sagt Kruschat.

Von Peter Degener

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