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Potsdam Lummerland treibt Besucherzahlen in die Höhe
Lokales Potsdam Lummerland treibt Besucherzahlen in die Höhe
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13:15 07.09.2017
Emma die Lokomotive. Treuer Begleiter und Fortbewegungsmittel von Jim Knopf und Lukas. Quelle: dpa
Potsdam

Seit 1960 erleben Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer in Büchern wie in der Augsburger Puppenkiste gemeinschaftlich aufregende Abenteuer. Auch die Kinder heutiger Generationen sind hellauf begeistert, wenn sie Geschichten aus dem Lummerland hören. Seit dem 13. April 2017 können Neugierige und Fans nun das Filmset des Lummerlandes im Filmpark Babelsberg bewundern, welches die Betreiber schon ein Jahr vor dem Kinofilm für Besucher zugänglich machten.

Emma kommt aus dem Bergtunnel

Als Set-Führer Sebastian Lang auf den Knopf drückt, schießen direkt vor den Zuschauern auf der Brücke zwei Wasserfontänen aus dem kleinen Teich vor dem Bahnhof Lummerland, der das große weite Meer andeutet. Eine kleine Schrecksekunde - und dann gibt es strahlende Gesichter, als anschließend Lokomotive Emma mit lautem Fauchen und Dampf aus dem Bergtunnel auftaucht. „Ich liebe Emma!“, sagt die neunjährige Amelie, die mit ihrer Schulklasse den Filmpark Babelsberg besucht. „Sie ist ja wie eine Freundin für Jim Knopf und Lukas.“

Filmset ein Jahr früher als geplant eröffnet

Mit der frühzeitigen Eröffnung wollen die Filmproduzenten die Vorfreude auf den 2018 anstehenden Kinofilm steigern. „Die Nachfrage, unser Set zu besuchen und einmal selbst nach Lummerland zu reisen, war während der Dreharbeiten schon sehr groß, so dass wir es direkt nach Abschluss der Dreharbeiten freigegeben haben“, sagt Produzent Christian Becker von der Rat Pack Filmproduktion. Und der Zulauf ist entsprechend: Seit dem Frühjahr kamen schon fast 200 000 Besucher nach Lummerland - und bis zum Filmstart rechnen die Macher mit 500 000 Gästen auf der Insel mit zwei Bergen und im legendären Kramladen von Frau Waas.

Produzenten planen bereits Fortsetzung

Sollte der Film, der an Ostern 2018 in die Kinos kommt, letztendlich ein Erfolg werden, planen die Produzenten sogar eine Fortsetzung mit dem Namen „Jim Knopf und die Wilde13“. Die Produktion des ersten Teils sei laut Becker mit einem zweistelligen Millionenbetrag schon sehr aufwendig gewesen.

Geschichte von Jim Knopf ist brandaktuell

Das schwarze Waisenkind Jim Knopf kommt in der Geschichte in einem Postpaket auf der Insel an. Negative Assoziationen der Zuschauer zu den gefährlichen Überfahrten von Flüchtlingen über das Mittelmeer fürchtet Becker bei dieser Geschichte allerdings nicht. Dies zeige vielmehr, wie brandaktuell die Geschichte von Autor Michael Ende bis heute sei. „Als nur ein weiteres Beispiel sei der Halbdrache Nepomuk aufgeführt - der nicht in der Drachenstadt leben darf, weil seine Mutter ein Nilpferd ist“, meint Becker. „„Der Eintritt ist nicht reinrassigen Drachen bei Todesstrafe verboten“. Da kann man kaum noch etwas ergänzen.“

Nicht nur das Lummerland begeistert

Das Lummerland ist momentan das beliebteste Set im Filmpark. Dabei bekommen die Besucher auf der „Backlt-Tour“ noch viel mehr zu sehen. Einen Kiosk aus dem Film „Sonnenallee“ von Leander Haußmann (1999), ein Stück Berliner Mauer mit Wachturm aus „Der Baader Meinhof Komplex“ von Uli Edel (2008) und das Militärcamp aus der deutsch-amerikanischen Ko-Produktion „Monuments Men - Ungewöhnliche Helden“, die George Clooney hauptsächlich auf dem Studiogelände in Babelsberg und im Harz drehte. Auch das Außenset der RTL-Dailysoap „Gute Zeiten, schlechte Zeiten“ (GZSZ) ist ein Publikumsmagnet.

350.000 Besucher jährlich

Schon 1991 wurde das etwa zwölf Hektar große Gelände des Filmparks Babelsberg in direkter Nachbarschaft zum Studio Babelsberg im Zuge von Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen eröffnet. Mittlerweile kann der Filmpark jährlich im Schnitt 350.000 Besucher begrüßen. Zwei Jahre nach der Eröffnung wurde der „Filmerlebnispark Babelsberg Studiotour“ gegründet, um die Geschichte des Filmstandorts wieder erlebbar zu machen.

Gruselige Halloweennächte bringen zusätzlichen Erfolg

Zunehmenden Erfolg könne der Park seit 2010 mit den Horrornächten zu Halloween verzeichnen. 200 professionelle Schauspieler treiben dabei an sieben Terminen gruselig geschminkt und als Monster und Zombies verkleidet ihr Unwesen. „Das ist seit Jahren ein wachsender Trend“, sagt der Vizechef des Filmparks, Matthias Voß. Inzwischen gibt es Pläne für den weiteren Ausbau des Filmparks zu einem Entertainment- und Medienkomplex auf weiteren acht Hektar Fläche.

Von Klaus Peters

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