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Herzlich Willkommen – trotzdem!

MAZ-Kommentar zu Flüchtlingsunterkunft in Michendorfer Sporthalle Herzlich Willkommen – trotzdem!

Unglücklicher hätte man die Flüchtlingsthematik nicht in den Ort tragen können: Der Landkreis überrascht die Michendorfer mit der Ankündigung, ab sofort die Halle des Wolkenberg-Gymnasiums zu schließen – sie wird zur Flüchtlingsunterkunft. Das ist schlechte Kommunikation, aber der Kreis musste handeln.

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MAZ-Redakteur Ulrich Wanemann.

Quelle: Hübner

Potsdam. Das ist schon ein Stück aus dem Tollhaus: Eltern erfahren am Frühstückstisch von ihren Kindern, dass in Michendorf der Hallensport ab sofort für ein halbes Jahr ausfällt, weil die Sporträume zum Asyl werden. Unglücklicher hätte man das Flüchtlingsthema nicht in den Ort tragen können.

Die Flüchtlinge sind nicht die Schuldigen

Bei allem Ärger muss aber eins klar sein: Die Menschen, die bald in der Turnhalle schlafen werden, sind nicht die Schuldigen. Um sein Leben rennen – dieses Recht hat jeder Mensch. Die Welt ist derart aus den Fugen, dass die Flüchtlingszahlen in die Höhe schnellen und jede Planung über den Haufen werfen. In Eisenhüttenstadt hat man mittlerweile Zelte aufgestellt; Turnhallen sind in der ganzen Republik von Asylsuchenden belegt. Geradezu niedlich muten heute Pläne etwa der Potsdamer Stadtverwaltung von vor zwei Jahren an, alle Flüchtlinge in richtigen Wohnungen unterzubringen, damit sie im Kiez nette Nachbarn haben. Heute sucht man händeringend nach freien Containern, um Wohndörfer in Gewerbegebieten zu errichten. So haben sich die Zeiten geändert.

Von Ulrich Wangemann

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