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Potsdam Potsdam: MAZ-Leser küren besten Glühwein
Lokales Potsdam Potsdam: MAZ-Leser küren besten Glühwein
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07:16 07.12.2015
Unsere Tester hatten auf dem Weihnachtsmarkt in der Brandenburger Straße einiges zu verkosten – und dabei jede Menge Spaß. Quelle: FotoS: Julian Stähle
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Potsdam

Kurzzeitig hat die MAZ-Redaktion darüber nachgedacht, den Glühweintest 2015 abzusagen. Wäre das derzeitige milde Wetter nicht besser geeignet für einen Caipirinha-Test? Doch unsere Probanden lassen sich von der Witterung nicht beeindrucken. „Wir waren am vergangenen Montag auch bei strömendem Regen hier auf dem Weihnachtsmarkt“, sagt René Schmidt. Der 33-Jährige gibt damit die Devise vor: Falsches Wetter kennt ein echter Glühweintrinker nicht.

Die Vorgabe: Die fünf Tester dürfen jeweils einen Stand auf der Brandenburger Straße aussuchen. Die sechste Bude ist mit dem Vorjahressieger Gloegglich vorgegeben. Schließlich soll der Titelträger die Chance bekommen, seinen Titel zu verteidigen. Ob das gelingt?

Der erste Stopp für die MAZ-Tester ist die „Hütt’ngaudi“ am Luisenplatz. Direkt neben der großen Weihnachtstanne gibt es den ersten Glühwein des Abends. „Der Service ist topp, der Geschmack ist in Ordnung“, hält René Schmidt knapp fest. Viele Zutaten kann Schmidt in dem roten Trank nicht ausmachen. Den anderen Testern geht es ähnlich, sie vermerken auf ihren Testbögen solide Punktzahlen in allen Kategorien – ohne Ausreißer nach unten oder oben.

Guter Wein ist nicht alles für die Tester, auch der Rest muss stimmen

Kaum ist der erste Punsch in den Mägen verschwunden, setzt sich der Tross wieder in Bewegung. Als nächstes steuert die Gruppe den St. Louis-Stand an. Hier wird vor allem Kirschbier aus Belgien verkauft, doch Glühwein ist ebenfalls zu bekommen. Tom Horn gefällt der Punsch. „Schön fruchtig und vollmundig“, findet er. „Der schmeckt wie ein Wein.“ Gleichzeitig vermisst der 25-Jährige das richtige Ambiente. „Eine kleine Feuerstelle oder ein Dach könnte man sich hier gut vorstellen. Das würde vollere Punkte geben.“

Stand drei ist die „Enzianhütte“. Das bayrische Ambiente kommt bei den Testern richtig gut an. Und auch der Glühwein schlägt sich wacker. „Er ist wunderbar heiß“, sagt Regina Reinke. Sie lobt den „orangigen“ Geruch. „Der Geschmack ist nicht zu süß und nicht zu sauer – aber leicht wässrig.“ Klingt nach einer guten Punktzahl.

Viel Platz unter der Pyramide

Zur Halbzeit des Tests sind alle Teilnehmer voll in ihrem Element, der ein oder andere flotte Spruch macht die Runde. Noch mit den Styroporbechern der Enzianhütte in der Hand geht es weiter zu Meyers Pyramide an der Ecke Lindenstraße. Hier wird Glühwein nach einer Rezeptur aus dem Erzgebirge ausgeschenkt. Für die aus Sachsen stammende Nicole Wallner ein Grund, unbedingt anzuhalten. Und sie ist dann auch begeistert. „Der schmeckt und hat einen super Geruch.“ Auch das Ambiente hat es ihr angetan, zumal die Pyramide genug Platz bietet, um sich unterzustellen. Die anderen Tester geraten ebenfalls ins Schwärmen. Da müssen die verbleibenden beiden Stände schon schwere Geschütze oder besser gesagt richtig guten Wein auffahren.

Ein kleiner Stand vor Karstadt wirbt mit „hausgemachtem Glühwein“. Auf Nachfrage kann die Verkäuferin nicht recht erklären, was „hausgemacht“ bedeutet. Unsere Tester sind jedenfalls nur mäßig begeistert, da hilft auch nicht, dass der Glühwein hier günstiger als im Marktdurchschnitt ist. „Mich stört dieser Plastikbecher“, sagt Regina Reinke. „Das hat für mich kein Ambiente.“

So hat als letztes Gloegglich die Chance, die Truppe mit seinem „Glögg“ zu begeistern. Für die Vorjahrestester gab es hier eindeutig den besten Glühwein. 2015 freuen sich die Teilnehmer zwar auch über das Ambiente und den guten Service – zum Glögg werden Kekse in Herzform gereicht – aber offenbar trifft der Trank nicht recht ihre Geschmacksnerven. „Zu würzig“ findet Nicole Wallner den Punsch skandinavischer Art.

Die Ergebnisse des Glühweintests

Im Vorjahr fand der große MAZ-Glühweintest zum ersten Mal statt. Für die Neuauflage hat die Redaktion die Testkriterien leicht geändert.

Zur besseren Vergleichbarkeit probiert jeder Teilnehmer jeden Glühwein. Da nicht alle Stände auf dem Potsdamer Weihnachtsmarkt getestet werden können, sucht jeder Tester einen Stand seiner Wahl aus. Der Vorjahressieger Gloegglich ist gesetzt.

Bewertet werden die fünf Kriterien Geschmack, Geruch, Ambiente, Service und Preis-Leistung. In jeder Kategorie vergeben die Tester einen („schlecht“) bis fünf („sehr gut“) Punkte. Die Ergebnisse werden addiert und der Durchschnittswert bestimmt.

– Meyers Pyramide: 21,8 Punkte

– Gloegglich: 18,4 Punkte

– Enzianhütte: 18 Punkte

– Hütt’ngaudi: 16,2 Punkte

– St. Louis: 15,2 Punkte

– Glühweinstand vor Karstadt: 13,8 Punkte

Während die letzten Schlücke genommen werden, geht es an die Auswertung. Die ist schnell gemacht, das Ergebnis ist eindeutig. Der Glühwein von Meyers Pyramide liegt in der Gunst unserer Tester ganz vorn. Das Rezept aus dem Erzgebirge und ein stimmiges Drumherum haben überzeugt. Inhaber Karl Meyer freut sich über die Auszeichnung. Er verspricht, sich auf den Lorbeeren nicht auszuruhen. Für den Test im nächsten Jahr will er den Glühwein „noch besser machen“. In diesem Sinne: Ein großes Dankeschön an alle Teilnehmer und bis 2016!

Von Mischa Karth

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