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Potsdam So schmeckt es im „Waikiki-Burger“
Lokales Potsdam So schmeckt es im „Waikiki-Burger“
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13:01 05.07.2018
Hawaii ganz nah: Waikiki-Chefin Beatrice Klabuhn mit ihren Köchen Adrian (r.) und Leonard. Quelle: Bernd Gartenschläger
Innenstadt

 Ein „Aloha“ über dem Eingang, ein „Aloha“ vom Tresenmann im Hawaiihemd. Fehlt nur noch der Blumen-Lei, der typische Blütenkranz zur Begrüßung, dann befände sich Hawaii vollends in der Potsdamer Innenstadt. Aber gut, wenn es mit der Exotik nicht übertrieben wird. Schließlich ist die Motivation, dem Waikiki (wieder) einen Besuch abzustatten, eine andere: Burger essen. In unkomplizierter Atmosphäre, fast so, als würde man sich zuhause einen gemütlichen Abend mit einem ordentlichen Hackfleisch-im-Brötchen-Happen machen. Nur, dass der aushäusig von Profis zubereitet wird und sich nette, versierte Servicemenschen um einen reibungslosen Ablauf kümmern.

Alle Restaurant-Tests finden Sie auf unserer Themenseite „Aufgetischt“

Eine ungewöhnliche Räumlichkeit erwartet die Gäste des hawaiianischen Restaurants, das übrigens auch eine Dependance im oberpfälzischen Neumarkt besitzt. Vorne betritt man einen Diner. Hinten befindet man sich in einem gläsern überdachten Innenhof und Durchgang mit Remise, in der die Küche untergebracht ist. Das ist der „Tropenhof“, unverkennbar ob der üppigen Dekoration: Palmen, Kletterpflanzen, Kakadus (unecht), Surfboards (echt), Fackeln und Sonnenschirme, immer wieder entdeckt man neue Details. Ebenso bunt gemischt sind die Gäste, junge Mädels, Familien und Pärchen sowie munteren Herrentrupps, kurzum ein geselliger Mix.

Alles beginnt mit einem Good Morning Burger

Die Reise nach Hawaii beginnt morgens – mit Pan Cakes und Ahornsirup, mit Eiern und Speck oder Rostbratwürstchen sowie, und das ist konsequent, mit einem Good Morning Burger, einer Art Cheeseburger. Sandwiches, Salate, Fingerfood und eben Burger, ab 4,10 Euro für die 62-Gramm-Rindfleisch-Portion für Kinder bis zum King Kamehameha für 15,90 Euro mit 335 Gramm in Teriyaki mariniertem Rind. Das Ganze könnte auch auf der Karte eines amerikanischen Diners oder eines Tex-Mex-Restaurants stehen.

Hawaii ganz nah: Zwischen Palmen und Surfboards werden im „Waikiki“ Burger serviert. Knapp 20 stehen dabei zur Wahl, auch einen „Good-Morning-Burger“ gibt es. Die MAZ war vor Ort und hat einige probiert.

Die Begleitung lässt sich zu derlei Überlegungen erst gar nicht hinreißen. Es gibt Craft Beer der hawaiianischen Kona Brauerei, mehr Authentizität muss für den Herren an meiner Seite nicht sein. Vorspeisen als kleinen Einstieg gibt es nicht, das Finger Food geht am ehesten in Richtung erster Gang. Eine Portion BBQ Chicken Wings zum Teilen ist fast schon zu üppig, lohnt aber die Bestellung. Die sechs Hähnchenflügel sind äußerst saftig, die Ankündigung „knusprig“ wird zu vollster Zufriedenheit erfüllt und löst Chicken Wings-Vorurteile in Luft auf. Der Salat mit Halloumikäse, gebratenen Feigen, Melone und hausgemachtem Honig-Limettendressing steht dem in nichts nach, gute Kombi, gut gemacht.

Knapp 20 verschiedene Burger stehen zur Wahl

Im Fokus aber stehen die Burger, knapp 20 unterschiedliche, auch mit gegrillter Hähnchenbrust und selbstredend die Rindfleisch-Urtypen vom klassischen Hamburger bis zu eigenwilligen Kreationen wie dem Banana Joe mit Blauschimmelkäse und gegrillter Banane. Auf der Tageskarte steht ein spannender, regionaler Burger: mit Zebu-Bio-Rind, einem asiatischen Wildrind, gezüchtet in Zossen. Der kommt als hübsch gestapelter Turm daher, mit 140 Gramm-Patty, Thymian-Birnen-Chutney, Frischkäse, roten Zwiebelringen, Avocado und Eisbergsalat.

– Lesen Sie hierzu:
 Das ist der neue Restauranttest der MAZ

Diese Kombi, die erst leichte Zweifel weckt, stellte sich jedoch als überaus harmonisch heraus - top die cremige Note durch Frischkäse und Avocado. Hätte sich das Zebu nicht ganz so durch präsentiert, wäre die gute Fleischqualität noch besser zur Geltung gekommen. Dennoch war es die richtige Wahl, denn das Zebu wurde frisch zubereitet. Ansonsten wird mit fertig gelieferten Fleischklopsen gearbeitet. Das Waikiki kann mit einer Geschmacksnote aufwarten, die andere Burgerbratereien nicht auf der Pfanne haben. Auf Wunsch wird jeder Burger mit Jack Daniels flambiert. Und das ohne Extrakosten.

Das kosten Burger, Salat und Getränke im Waikiki. Quelle: Blisse

Gut, dass man in Potsdam und nicht auf Hawaii ist, darf man sich beim nicht zu süßen Finale, dem Apfel Crumble mit Eis und Sahne, denken. Der wäre des Guten zuviel, würde man anschließend surfen gehen wollen. Man darf ihn sich aber guten Gewissens gönnen, wenn die Reise nur mit einem Selfie am Surfboard enden soll.

Das Fazit der Genussexpertin

Essen: 3,5

Trinken: 3,5

Service: 3,5

Ambiente: 4

Preis-Leistungs-Verhältnis: 3,5

Was uns gut gefiel: Das Gesamtpaket aus guter Stimmung, unkomplizierter Atmosphäre, solider Burger-Küche und nettem Service in der Tropen-Surf-Halle unter einem meterhohen Glasdach.

Was uns weniger gut gefiel: Frisch zubereitete Rindfleisch-Patties sind nicht der Standard und, für hungrige Mägen, sind 100 Gramm zuwenig. Man kann aber auch die doppelte Menge bestellen.

Gastro-Steckbrief

Waikiki Burger, Dortustraße 61, Tel. 0331/86745415, www.waikiki-burger.de

Öffnungszeiten: Montag bis Donnerstag 10.30 bis 23 Uhr, Freitag und Samstag bis 24 Uhr, Sonntag 10 bis 22.30 Uhr

Plätze: Diner 25, Tropenhof 60, Terrasse 30

Preise: Frühstück 2,80 bis 5,20 Euro, Fingerfood 7,50 bis 7,90 Euro, Burger 5,70 bis 15,90 Euro, Burger für Kids 4,10 Euro, Beilagen 2,50 bis 4,50 Euro, Sandwiches 7,10 bis 7,90 Euro, Salat 8,10 Euro, Dessert um 5 Euro, Softdrinks 2,50 bis 4,50 Euro/0,2 bis 0,4 Liter, Bier 2,90 bis 5,90 Euro, Wein 4,10 bis 4,50 Euro/0,2 Liter, Longdrinks, Cocktails 5,50 bis 8,50 Euro.

Von Manuela Blisse

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