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Potsdam Band MIA. rockt mit 900 Fans den Lindenpark
Lokales Potsdam Band MIA. rockt mit 900 Fans den Lindenpark
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14:57 28.10.2018
Nacht der Emotionen: Band MIA. mit Frontfrau Mieze Katz und „Bob“ Schütze am Bass feiern im Potsdamer Lindenpark mit 900 Fans. Quelle: stock&people
Babelsberg

Gerade hat MIA. „Hungriges Herz“ gerockt, der Applaus donnert noch durch den Raum, da kullern Frontfrau Mieze die Tränen auf der Bühne. Dieser Auftritt geht der Sängerin sichtlich nahe. „Wisst ihr, das werde ich oft gefragt: Hungriges Herz, Tanz der Moleküle – die Songs hast du doch schon tausendmal gesungen …“, erzählt die 39-Jährige auf der Bühne. Dann bricht ihr die Stimme. „Ich möchte kein einziges Lied davon missen!“, ruft sie gerührt. Die Menge johlt. Es ist der 20. Geburtstag, den die Berliner Elektropop-Band mit rund 900 Fans am Samstagabend im Babelsberger Lindenpark feierte.

Wer hier nicht mitgerissen wird, ist kein richtiger MIA.-Fan. Aber selbst die kommen bei der vierköpfigen Band auf ihre Kosten. „Zeigt mal – wer ist nicht freiwillig hier!“, fordert Mieze die Menge auf. Ein paar Hände deuten auf mitgeschleppte Begleitungen. „Komm mal nach vorne – und du gleich mit. Das haste dir schön gedacht, wa?“, sagt sie kess zu Zuschauerin Mandy, die auf ihren Freund Alex gezeigt hatte. Die Lacher sind auf ihrer Seite. MIA. widmet Alex ein Lied. Dazu wird ein spontan gemaltes Banner mit „Alex, du bist dufte“ auf der Bühne hochgehalten.

Reise durch 20 Jahre Bandgeschichte

Nach dem die Vorband „Kochkraft Durch KMA“ aus Nordrhein-Westfalen mit Rockpower und knarzender Stimme die Menge eingeheizt hatte, sang sich MIA. über anderthalb Stunden durch die 20 Jahre Bandgeschichte – alles genau aufeinander abgestimmt. Zu hören waren Titel wie „Blaue Flecken“ oder „Hoffnung“ aus dem Album „Stille Post“ von 2004.

Überraschungsgast war die Berliner Rockband „Milliarden“ mit Ben Hartmann und Johannes Aue. MIA. und Milliarden haben gemeinsam die aktuelle Single „Verrückt“ aufgenommen. Es ist gewissermaßen eine Hommage an den gleichnamigen Titel des ersten MIA.-Albums „Hieb und Stichfest“ aus dem Jahr 2002, in den Ben seinen Stil einbringt. „An den Tanz der Moleküle habe ich mich nicht getraut“, erklärt er lachend.

Tanz der Moleküle gilt bis heute als wohl bekanntester Song der Band. Selbst die „mitgeschleppten“ Begleiter müssen da mitwippen. Wobei, wer jetzt an das Klischee ausschließlich weiblicher Fans denkt, wird eines Besseren belehrt. „Es war richtig schön und schon etwas Besonderes, weil sie Lieder von mehreren Alben gespielt hat“, freute sich Marco (35), der schon bei mehreren MIA.-Konzerten war.

Der Auftritt in Potsdam war der krönende Höhepunkt der Jubiläums-Tournee „Nie wieder 20“. Und weil es so schön war, gab es zum Schluss noch den Titel „Fallschirm“ als Zugabe – zuerst als Ballade mit Gänsehaut-Faktor, dann im Originalen mit tanzbaren Beats. „Wir machen das seit 20 Jahren, aber das hier ist ein riesen Geschenk“, so Mieze am Ende. Die Sängerin kann sich auch wunderbar 30, 40 Jahre und mehr MIA. vorstellen, sagt sie. Denn auch heute, zwei Jahrzehnte später, zeigt die Band, dass sie unter Leute will – und noch lange nicht am Ende ist.

Von Anne Knappe

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