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„Maggies Farm“ hilft Menschen in Nepal

Rocker mit Herz „Maggies Farm“ hilft Menschen in Nepal

In Nepal bebt 2015 mehrmals die Erde. Tausende finden den Tod, ganze Wohnsiedlungen werden dem Erdboden gleichgemacht. Hilfe ist vonnöten. Für die Potsdamer Band „Maggies Farm“ Ehrensache, dass man hilft – vor allem, da ein Mitglied direkte Verbindungen nach Nepal hatte.

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Erdbeben-Schäden an der Musikschule.

Quelle: Foto: Lochan Rijal

Potsdam/ Bhaktapur. Fast 9000 Menschen starben dieses Jahr bei einer Reihe schwerer Erdbeben in Nepal. Mehr als 22000 Menschen wurden verletzt. Zahlreiche Gebäude stürzten ein, darunter ganze Wohnsiedlungen und zum UNESCO-Weltkulturerbe gehörende historische Tempel und Paläste in den drei Königsstädten Kathmandu, Lalitpur und Bhaktapur. Als am 25. April die aktuelle Erdstoß-Serie im Himalaya-Staat mit einem Beben der Stärke 7,8 begann, riss auch der Kontakt zu den Einheimischen ab, die der Potsdamer Musiker und Sounddesigner Daniel „Pike“ Piechotka drei Jahre zuvor im Rahmen eines zweimonatigen Studienaufenthaltes kennengelernt hatte.

Inzwischen weiß der Gitarrist der bekannten Potsdamer Band „Maggies Farm“, dass die Menschen, die er an der Musikschule in Bhaktapur traf, überlebt haben. Die Gebäude allerdings nahmen schweren Schaden. Was aus dem Schulprojekt in dem kleinen Dörfchen Bigu geworden ist, das Piechotka ebenfalls 2012 besuchte und das die Band seither finanziell unterstützt hat, weiß er hingegen nicht genau. Die nur in einem zweitägigen Fußmarsch von der Hauptstadt Kathmandu aus zu erreichende Siedlung lag im Epizentrum des mit einer Stärke von 7,2 zweitstärksten Bebens der Serie, das sich am 12. Mai ereignete.

Unterstützung für viele Projekte

Seit ihrer Gründung im Jahre 2004 spendet die Band „Maggies Farm“ einen Teil ihrer Gagen, seit Pikes Nepalreise einen Großteil in diese Region. Wichtig ist ihr dabei, dass das Geld direkt ankommt. Zu den Schulen, die privat finanzierte Bildung jenseits der Staatsideologie anbieten, auch die Ärmsten für ein selbstbestimmtes Leben qualifizieren und die vielen geflüchteten Tibeter integrieren, besteht eine direkte Verbindung. Piechotkas ehemaliger Ethnologie-Professor Gerd-Matthias Wegner hält persönlichen Kontakt und übergibt die Spenden. Die aktuell 2000 Euro, die „Maggies Farm“ im vergangenen Jahr auf ihrem Unplugged-Konzert im fabrikGarten und der Reihe „Maggies Farm & Friends“ eingesammelt hat, gehen aber an mehrere Projekte – neben der Musikschule in Bhaktapur auch an den Verein „Man Maya Med“ des norddeutschen Chirurgen Andreas Settje, der noch immer im Notfalleinsatz Erdbebenopfer in der Region behandelt, und projektbezogen für Nepal an Ärzte ohne Grenzen.

Auch die Einnahmen des nächsten „Maggies Farm & Friends“-Konzertes am 21. November im Lindenpark werden wieder gespendet. Dann treten die Potsdamer Rocker zusammen mit „Samavayo“, „Berlin Syndrome“ und „Indigo“ auf.

Von Marcel Kirf

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