Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Potsdam Majestätische Tropfen vom Klausberg
Lokales Potsdam Majestätische Tropfen vom Klausberg
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
18:38 03.07.2017
Andreas Kramp präsentiert die neuen Weinjahrgänge Phoenix und Regent auf dem Potsdamer Klausberg. Quelle: Bernd Gartenschläger
Potsdam

Der neue Jahrgang ist soweit, die letzte Flasche pünktlich abgefüllt und der Wein verspricht, so gut wie nie zuvor zu sein. Bei der mittlerweile sechsten Auflage des Königlichen Weinfestes auf dem Potsdamer Klausberg am kommenden Wochenende wird der edle Tropfen erstmals vorgestellt und natürlich auch ausgeschenkt. „Im vergangenen Jahr konnten dank eines sonnigen Spätsommers Trauben von noch nie da gewesener Qualität geerntet werden“, so Andreas Kramp, Projektleiter vom Mosaik-Unternehmensverbund. Das Fest ist von Beginn an ein gemeinsames Projekt der Mosaik-Werkstätten für Behinderte aus Berlin und der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg.

Vom 7. bis 8. Juli werden Winzer aus elf deutschen Weinbauregionen, darunter traditionell auch aus Brandenburg und zum ersten Mal auch aus Frankreich dabei sein und sich präsentieren. „Wir freuen uns, in diesem Jahr mit der Gebietsweinkönigin von Saale-Unstrut, Jenny Meinhardt, und der deutschen Weinprinzessin Christina Schneider sogar zwei Weinmajestäten in Potsdam begrüßen zu dürfen“, kündigt Andreas Kramp an. Christina Schneider wird am 8. Juli vor Ort sein und die Festgäste unter anderem in die Sensorik des Weines einführen.

Insgesamt mehr als 1400 Flaschen vom neuen Jahrgangswein

Der Höhepunkt eines jeden Weinfestes auf dem Klausberg ist die Versteigerung der ersten Flaschen der limitierten Auflage des neuen Jahrgangsweines. Anschließend ist der Wein in den Museumsshops des Schlosses Sanssouci und am Neuen Palais, im Potsdamer Fachhandel sowie im Online-Hofladen des Königlichen Weinberges zu haben. Die Werte des jüngsten Rebsaftes sind erfolgversprechend: Der Rotwein der Sorte Regent erreichte nach Kramps Angaben über 90 Grad Oechsle. Insgesamt konnten von dem 2016er-Jahrgang rund 650 Flaschen Phoenix und 830 Flaschen Regent gefüllt werden. Steigende Besucherzahlen beim Weinfest würden zeigen, dass die Vielfalt des deutschen Weines ankommt. Die Winzer schätzen im Gegenzug die Fachgespräche in festlicher und doch familiärer Atmosphäre auf dem Weinberg unterhalb des Belvederes.

Seit dem Jahr 2011 wird dort der Weißwein der Sorte „Phoenix“ geerntet und gekeltert. Zwei Jahre später konnte dann die Sorte „Regent“ angebaut werden. Das Weinfest erfüllt aber vor allem auch einen kulturellen Zweck, denn der Erlös fließt in den Wiederaufbau und die Rekultivierung des Königlichen Weinbergs. Ziel der langjährigen Partnerschaft zwischen den Mosaik-Werkstätten und der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten ist es, die einstige Nutzgärtnerei Friedrichs des Großen wiederherzustellen. Auf dem Weinberg sollen Menschen mit Behinderungen zudem eine berufliche Perspektive im Bereich der Garten- und Landschaftspflege und des Weinbaus bekommen. Im vergangenen Jahr eröffnete Brandenburgs Landwirtschaftsminister Jörg Vogelsänger (SPD) das Fest und sagte dem Geschäftsführer der Mosaik-Werkstätten sowie dem Gartendirektor der Stiftung einen Zuschuss des Landesamtes für Umwelt für den Aufbau der Musterachse der Talutmauern auf dem Weinberg zu.

Das Ziel 2019 rückt immer näher

Mit etwas mehr als 14 400 Euro konnten in sechs Monaten Bauzeit die ersten fünf Meter der Mauer fertig gestellt werden. „Insgesamt müssen jedoch noch rund 750 laufende Meter Mauer saniert werden“, heißt es in der Mitteilung von den Mosaik-Werkstätten. Das ganz große Ziel lautet „Vision 2019“ – in dem Jahr wird der Weinberg auf dem Klausberg 250 Jahre alt und soll als früherer Bezugspunkt des Belvedere und des Drachenhauses erstrahlen.

Info: Festbesucher sind am Freitag von 16 bis 22 Uhr und am Sonnabend von 13 bis 21 Uhr willkommen.

Von Luise Fröhlich

Potsdam Kunst von Irene Müller in Potsdam - Tanz im „Güldenen Arm“

Der Brandenburgische Kulturbund präsentiert in seiner 50. Ausstellung im Museumshaus „Im güldenen Arm“ in der Potsdamer Innenstadt Malerei und Plastik von Irene Müller, Jahrgang 1941. Tanz sei ihr am wichtigsten, sagt die Künstlerin, die bei Mary Wigman in den 1960er Jahren Ausdruckstanz studierte. Zur Vernissage gab sie eine Kostprobe davon.

03.07.2017
Potsdam Jugendliche schmeißen Scheiben ein - Vandalismus am alten Bad am Brauhausberg

Der „Sonntagsausflug“ zum alten Bad am Brauhausberg endete für sechs Jugendliche mit einer Anzeige wegen Sachbeschädigung und einem mehr als unerfreulichen Anruf bei den Eltern.

03.07.2017

Unschöner Start in die Woche: Um kurz nach 8 Uhr beobachtet eine Frau am Bahnhof in Golm, wie sich ein Mann offenbar sexuell befriedigt. Sie ruft die Polizei. Der Mann verschwindet, sucht sich aber kein gutes Versteck.

03.07.2017