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Marode Preußenhalle in Groß Glienicke

Debatte um Sanierung oder Verkauf Marode Preußenhalle in Groß Glienicke

Die Fraktion CDU/ANW stellt Antrag auf Sanierung oder Verkauf der maroden Preußenhalle in der Groß-Glienicker Waldsiedlung. Der Sanierungsbedarf des größten Veranstaltungsortes im nördlichsten Ortsteil von Potsdam wird auf 1,5 bis 2 Millionen Euro geschätzt.

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Die Preußenhalle in Groß Glienicke ist dringend sanierungsbedürftig.

Quelle: Volker Oelschläger

Potsdam/Gross Glienicke. Die Stadt soll bis September ein Sanierungskonzept für die Preußenhalle in der Groß-Glienicker Waldsiedlung vorlegen oder die Immobilie zum Verkauf ausschreiben. Das will die CDU/ANW-Fraktion beantragen. Bei einem Verkauf soll dem Antrag zufolge die weitere öffentliche Nutzung der Halle vertraglich gesichert werden. Der in den 1930er Jahren als Teil einer Wehrmachtskaserne errichtete Bau ist mit zwei jeweils 600 Quadratmeter großen Sälen der größte Veranstaltungsort in Groß Glienicke. Namhaftester Nutzer ist der Carnevalsclub Rot-Weiß Groß Glienicke, der auch die Schlüsselgewalt hat.

Die Sporthalle wird von vielen Vereinen genutzt

Die Sporthalle wird von vielen Vereinen genutzt.

Quelle: Volker Oelschläger

Die Preußenhalle, die in den 1950er Jahren für die DDR-Grenztruppen zu einer Kombination mit Sporthalle und Kinosaal umgebaut wurde, kam 2003 mit der Eingemeindung Groß Glienickes in städtischen Besitz. Seit 2005 ist sie im Bestand des Kommunalen Immobilienservices (Kis). Obwohl die Halle als sanierungsbedürftig gilt, wurde seither kaum in die Immobilie investiert. „Es erfolgten lediglich kleinteilige Reparaturen an bestehenden Bauteilen und Anlagen“, teilte Rathaussprecher Jan Brunzlow erst kürzlich auf MAZ-Anfrage mit.

Der Umfang der Reparaturen habe „zuletzt zwischen 5000 und 13 000 Euro pro Jahr betragen“. Größere Investitionen sind nach seinen Angaben nicht geplant: „Für eine sinnvolle Verbesserung des Zustandes der Halle wäre eine Komplettsanierung erforderlich“, so der Sprecher: „Für eine derartige Investition sind aktuell jedoch keine Finanzierungsmöglichkeiten gegeben.“ Eine „detaillierte Ermittlung des Sanierungsbedarfs“ ist laut Brunzlow „bisher nicht erfolgt“. Vermutlich müsse von 1,5- bis 2 Millionen Euro ausgegangen werden. Auf die Frage, ob ein Verkauf der Halle noch immer auf der Agenda stehe, antwortete der Sprecher mit „Ja“.

Die CDU/ANW verweist in ihrem Antrag darauf, dass die Preußenhalle „von vielen Vereinen regelmäßig für Sportaktivitäten und Kulturveranstaltungen genutzt“ werde. Sie brauche „allerdings dringend eine grundhafte Sanierung“. Die „rasant gestiegene Einwohnerzahl der Waldsiedlung und die Einbindung der dortigen Flüchtlingsunterkunft“ habe „den Handlungsdruck deutlich erhöht“, so die Fraktion. Nach Auskunft von Verwaltung und Kis sei eine Sanierung „im Rahmen der freiwilligen Aufgaben unter Umständen nicht darstellbar“. Als Alternative bleibe die Veräußerung an einen privaten Träger.

Von Volker Oelschläger

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