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Potsdam Marquardter Ortsvorsteherin tritt zurück
Lokales Potsdam Marquardter Ortsvorsteherin tritt zurück
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19:50 19.10.2016
Ramona Kleber Quelle: Nadine Fabian
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Marquardt

Die Marquardter Ortsvorsteherin Ramona Kleber (KWG) hat ihren Rücktritt erklärt. In einem Rundschreiben an die Einwohner begründet sie ihre Entscheidung: „Bevor meine Gesundheit weiter Schaden nimmt, ziehe ich die Reißleine und beende zum Ende dieses Monats sämtliche ehrenamtliche Tätigkeit.“ Beim Kreiswahlleiter hat sie sich laut Stadtsprecher Jan Brunzlow indes noch nicht gemeldet. Erst, wenn das geschehen ist, könne der Ortsbeirat einen neuen Ortsvorsteher aus seinen Reihen bestimmen.

Mit Ramona Klebers Rückzug schrumpft der Ortsbeirat auf nunmehr drei Mitglieder, denn einen Nachrücker in den Reihen der KWG gibt es nicht. Sollte vor der nächsten Kommunalwahl ein weiterer Mitstreiter den Dienst quittieren, muss in Marquardt sogar ein komplett neuer Ortsbeirat gewählt werden, hieß es aus dem Rathaus.

Seit 2002 lebt Ramona Kleber (55) in Marquardt, wo sie den „Lavendelhof“ mit Gartencafé und Holzbackofen an der Hauptstraße führt. Vor acht Jahren begann sie ihr Engagement im Ort. So wirkte sie im Kultur- und Heimatverein mit, war jahrelange dessen Vorsitzende. 2014 wählten die Marquardter Ramona Kleber zur Ortsvorsteherin – aus dem Stand, denn die Mutter zweier inzwischen erwachsener Kinder hatte dem Ortsbeirat zuvor nicht angehört, viele Sitzungen aber als Zuschauerin mitverfolgt. „Dieses ehrenamtliche Engagement kostet Zeit und viel Kraft. Mehr als ich je gedacht hätte“, so Ramona Kleber. Anfang dieses Jahres habe sie sich eingestehen müssen, dass ihre Kraft nicht mehr ausreiche, „um all den Anforderungen, die an mich gestellt werden, gerecht zu werden“. Im März zog sie sich aus dem Vorstand des Kultur- und Heimatvereins zurück, stellte sich nicht mehr zur Wahl und hoffte, wie sie sagt, das würde ausreichen. Inzwischen habe sie aber erkennen müssen, dass dem nicht so ist. „Ehrenamtliche Arbeit in Marquardt zu leisten, ist keine einfache Aufgabe. Ich habe inzwischen keine Kraft mehr, um ständig gegen die Windmühlen anzukämpfen, die sich einem immer wieder entgegenstellen. Und ich habe keine Kraft mehr, Leute um Unterstützung für etwas zu bitten, für das sich anscheinend niemand oder nur wenige im Ort interessieren.“

Wer Ramona Kleber kennt, ihren Elan, ihre Um- und Weitsicht, ihre ungezwungene, zupackende Art weiß, dass sie sich die Enscheidung nicht leicht gemacht hat. Die ihr noch verbliebene Energie wolle sie nun nutzen, um wieder mehr ihrem Broterwerb als Gästeführerin in Potsdam nachzugehen, um sich um Haus und Garten zu kümmern und ihren Lebenspartner bei der Arbeit auf dem Hof zu unterstützen.

„Eine Rückkehr ins Ehrenamt – irgendwann einmal – schließe ich im Moment nicht aus“, sagte Ramona Kleber der MAZ. In der nächsten Zeit werde sie aber „die Finger aus allem rauslassen“.

Von Nadine Fabian

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