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Potsdam Mars-Rückruf: Maulkorb für Filialisten
Lokales Potsdam Mars-Rückruf: Maulkorb für Filialisten
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18:13 25.02.2016
Irgendwo in der Produktion ist ein 0,5 Zentimeter kleines kleines Plastikteil in einen Mars-Riegel geraten, die Abdeckung einer Leitung. Ein Einzelfall? Quelle: AFP / HERTZOG
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Potsdam

Die Rückrufaktion des amerikanischen Mars-Konzerns für vier Schokoriegel- und Mini-Riegel-Sorten zieht Kreise auch im Potsdamer Einzelhandel, scheint aber weitestgehend gelaufen zu sein. „Wir haben das Nötige getan“, kommentiert Real-Marktleiter Thomas Brendel im Stern-Center, verweist aber für weitere Auskünfte sofort an die Konzernzentrale. Das tun auch der SB-Warenhauskonkurrent Kaufland und sämtliche Supermärkte in der Stadt, die zu Ketten gehören. Kaufland an der Zeppelinstraße informiert die Kunden am Eingangstresen über den Rückruf.

Sofort alles aus dem Regal genommen und dann erst überprüft

„Wir haben zunächst alles von diesen Marken aus den Regalen genommen und dann geprüft, welche Produkte mit welchem Haltbarkeitsdatum tatsächlich betroffen sind“, berichtet anonym eine Edeka-Mitarbeiterin. Immerhin ein Einkaufswagen voll aussortierter Produkte wartet noch im Lager der Filiale auf Abholung durch den Hersteller, fast alles Mini-Riegel-Packungen. In den Regalen liegen jetzt Produkte mit unverdächtigem Herstellungs- und Haltbarkeitsdatum. Genannt werden will die Filiale nicht. Die Zentrale habe angewiesen, der Presse keine Auskünfte zu geben; das tue halt nur die Zentrale.

„Nach Erhalt des Rückrufs aller betroffenen Produktformate wurden umgehend die Artikel der betroffenen Charge in allen real-Märkten aus dem Verkauf genommen“, sagte etwa real-Pressesprecher Markus Jablonski der Kyritzer MAZ-Redaktion. Zu einzelnen Filialen und der Methode des Aussortierens äußerte er sich nicht. Dass es per Augenschein passiert, berichtet indes die Edeka-Mitarbeiterin. Riegel für Riegel, Packung für Packung werde das Produktionsdatum mit der langen Liste von Mars verglichen. Rückgaben habe es noch keine einzige gegeben.

Tankstellenpächter: „Wir sind eine Impuls-Zone“

Das ist auch bei Tankstellenpächter Matthias Berkowsky so. „Wir haben keine großen Mengen dieser Ware in den Auslagen“, sagt er. „Wir als Tankstelle sind eine Impulszone: Die Leute nehmen auf den schnellen Hunger ein zwei Riegel mit und futtern das gleich im Auto. Keiner versorgt sich hier mit Vorräten, weil es bei uns vielleicht besonders billig wäre.“ Die Aussortierung jedenfalls ist bei ihm schon längst vollzogen.

Lotto- und Zeitungsläden, Tankstellen und Getränkemärkte führen meist nur kleinere Mengen der zurückgerufenen Riegel und waren schnell durch mit dem Aussortieren. Quelle: Friedrich Bungert

Keine großen Mengen setzt man auch in Zeitungs- und Lottoläden wie dem des Markt-Centers an der Breiten Straße um. Dort war die Aktion sofort am Dienstag umgesetzt. „Zurückgegeben hat seitdem keiner was“, sagt die Verkäuferin. Bei Getränke Lehmann in der Französischen Straße führt man zwar Mars und Snickers als Beisortiment, „aber wir haben nur wenig davon, und was wir haben, ist älter als die Rückruf-Chargen“, sagt ein Verkäufer.

Ganz entspannt ist man bei der Drogeriemarkt-Kette dm. „Wir führen diese Produkte gar nicht“, hieß es aus der Filiale im Karstadt-Kaufhaus: „Wenn es bei uns mal Rückrufe gibt, machen wir darauf an den Regalen und den Kassen deutlich aufmerksam und sortieren es umgehend aus.“

Von Rainer Schüler

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