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Potsdam Massive Kritik an geplantem Hotel
Lokales Potsdam Massive Kritik an geplantem Hotel
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18:23 29.05.2018
Entwurf für das Hotel, links die Hauptpost. Quelle: Münchner Grund
Potsdam/Innenstadt

Es mache „überhaupt keinen Sinn, eine 60 Meter lange monotone Fassade der ehemaligen Fachhochschule am Steubenplatz aus städtebaulichen Gründen abzureißen, um in unmittelbarer Nachbarschaft den gleichen Fehler erneut zu machen“, erklärte am Dienstag „Mitteschön“-Sprecher Ulrich Zimmermann.

Die Entwürfe für den Hotelneubau auf der Brache des 2005/06 abgerissenen Fernmeldeamtes an der Ecke zur Französischen Straße sind am Freitag in einer Sitzung des Gestaltungsrat erstmals öffentlich vorgestellt und diskutiert worden.

Nach Angaben des von der Bauträgergesellschaft Münchner Grund Immobilien beauftragten Architekten Matthias Hoffend laufen die Gespräche mit dem meist nichtöffentlich tagenden Gremium bereits seit einem Jahr.

Zimmermann erklärte am Dienstag für „Mitteschön“, es sei „ausdrücklich zu begrüßen“, dass der Architekt „die Anregungen und Empfehlungen“ des Gestaltungsrates „aufgenommen und den Entwurf weiter optimiert“ habe. Die „Kernschwäche des Baus, eine 60 Meter lange Fassade mit nur einer Nutzung“, könne jedoch „auch der Gestaltungsrat nicht verbergen“.

Auch der aktuelle Entwurf zeige noch eine „monotone, gerasterte und serielle Fassade“ in einer für die Potsdamer Innenstadt „unmaßstäblichen Länge“.

Eine „ruhige, hinter der Hauptpost zurücktretende Fassade“ müsse keineswegs „monoton und langweilig“ sein: „Die Fassade sollte deshalb überarbeitet werden“, fordert „Mitteschön“.

Wie „mittels Gliederung lange Fassaden zu bewältigen“ seien, demonstrierten in Potsdam Gebäude wie das Brockessche Haus und die Hauptpost.

Die jetzt vorgestellte Fassade würde nach Einschätzung der Bürgerinitiative „alle lobenswerten Bemühungen der Stadtplanung zunichte machen, serielle Großfassaden und Mononutzungen in der Innenstadt zu vermeiden“.

Wie berichtet, will die Münchner Grund an der Ecke Am Kanal/Französische Straße ein Hotel mit bis zu 200 Zimmern und eine Wohnanlage mit 126 sogenannten Mikro-Apartments errichten. Publikumskritik im Gestaltungsrat gab es mit Verweis auf den IHK-Bau in der Breiten Straße an der geplanten Natursteinfassade.

Von Volker Oelschläger

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