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Maueropfer-Gedenken an der Glienicker Brücke

Potsdam Maueropfer-Gedenken an der Glienicker Brücke

Mehr als 250 Potsdamer und Berliner haben an der Glienicker Brücke am 55. Jahrestag des Mauerbaus den Opfern gedacht. Die CDU forderte „mehr Aufklärung an Schulen über den DDR-Unrechtsstaat“.

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Gedenken der CDU an der Glienicker Brücke.

Quelle: Bernd Gartenschläger

Berliner Vorstadt. Mehr als 250 Potsdamer und Berliner haben am Sonnabend an der Glienicker Brücke bei zwei Veranstaltungen den Opfern der innerdeutschen Grenze gedacht. Am 13. August 1961 begann die DDR mit dem Bau der 155 Kilometer langen Berliner Mauer, an der 138 Menschen bis zum Mauerfall am 9. November 1989 bei Fluchtversuchen umkamen. „Alles war wie totenstill an jenem 13. August. Es schien, als hätten selbst die Vögel aufgehört zu zwitschern – so war die Gemütslage damals“, sagte der CDU-Landtagsabgeordnete Dieter Dombrowski (65), der auch Bundeschef der Union der Opferverbände Kommunistischer Gewaltherrschaft ist. Berliner und Brandenburger Christdemokraten, darunter die Landtagsabgeordneten Sven Petke und Steeven Bretz, hatten zum Gedenken traditionell an Wieland Försters „Nike“-Skulptur eingeladen, die ans Wendejahr 1989 erinnert. Für mehr „Aufklärung über den Unrechtsstaat DDR“ an Schulen plädierte Berlins CDU-Generalsekretär Kai Wegner.

Nach der CDU gedachte die Stadt an gleicher Stelle der Opfer des Mauerbaus. „Sie ließen ihr Leben, weil sie aus einem Unrechtsstaat ausbrechen wollten. Weil dieser Staat sie in Verzweiflung und Not gebracht hatte und weil sie ihrem Drang nach Freiheit und Selbstbestimmung nachgehen wollten. Wir wollen sie niemals vergessen“, sagte die Kulturbeigeordnete Iris Jana Magdowski (CDU) in Vertretung von Oberbürgermeister Jann Jakobs (SPD), der bei einem „wichtigen Termin“ außerhalb Potsdams weilte. Unter den Anwesenden befanden sich auch Claus-Peter Ladner. Vorsitzender der Fördergemeinschaff Gedenkstätte Lindenstraße 54 und Ute Gerlant, neue Gedenkstättenleiterin, sowie Bundestagsabgeordnete Annalena Baerbock und Stadtverordneter Peter Schüler (beide Bündnisgrüne).

Von Ricarda Nowak

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