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Potsdam Mauerverlauf im Park Babelsberg
Lokales Potsdam Mauerverlauf im Park Babelsberg
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15:09 09.08.2017
Ehemalige Staatsgrenze der DDR an der Glienicker Lake im Babelsberger Park auf einem Foto der DDR-Grenztruppen vom Oktober 1985. Quelle: Archiv
Potsdam/Babelsberg

Die Spuren der deutsch-deutschen Grenze im Park Babelsberger Park sind ein gutes Vierteljahrhundert nach dem Mauerfall komplett getilgt. Zum 56. Jahrestag des Mauerbaus vom 13. August 1961 laden die Stadt und die Fördergemeinschaft Lindenstraße 54 am kommenden Sonntag mit ihrem mittlerweile neunten „Mauerverlauf“ zu einem Gang ein, der der Trasse des einstigen Todesstreifens im Park Babelsberg folgt.

Treffpunkt ist um 15 Uhr am Eingang zum Schlosspark Babelsberg an der Ecke Allee nach Glienicke/Karl-Marx-Straße. Nach der Begrüßung durch den Vorsitzenden der Fördergemeinschaft, Claus Peter Ladner, gedenken Landtags-Vizepräsident Dieter Dombrowski (CDU), Landesbildungsminister Günter Baaske (SPD) sowie Potsdams Kulturdezernentin Noosha Aubel (parteilos) der Opfer der Mauer.

Gegen 15.30 Uhr folgt ein geführter Gang durch den Schlosspark Babelsberg mit Informationen zur damaligen Filmhochschule „Konrad Wolf“, zur Akademie für Staats- und Rechtswissenschaften „Walter Ulbricht“, über ein Fluchtschicksal, über die Zerstörungen des Parks durch die umfangreichen Grenzanlagen sowie die erfolgreiche Wiederherstellung des historischen Zustandes nach 1990. Stationen sind das Schloss Babelsberg (16 Uhr), die Rosentreppe (16.30 Uhr) und das Maschinenhaus (16.45 Uhr). Sprechen werden Dieter Wiedemann, von 1995 bis 2012 Rektor bzw. Präsident der Filmhochschule „Konrad Wolf“, Michael Seiler, Gartenhistoriker und ehemaliger Gartendirektor der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten, Gisela Rüdiger, ehemalige Leiterin der Außenstelle Potsdam des Bundesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen, Gudrun Tschäpe, Gründungsmitglied der Fördergemeinschaft Lindenstraße 54, Thomas Schaarschmidt vom Zentrum für Zeithistorische Forschung sowie Claus Peter Ladner, von 1993 bis 2010 Präsident des Verwaltungsgerichts Potsdam.

Um 17.15 Uhr wird auf der Parkbrücke zur früheren DDR-Exklave Klein Glienicke an ein Fluchtschicksal erinnert. Gegen 17.30 Uhr folgt in der Klein Gienicker Kapelle ein Ausklang mit einer kurzen Lesung von Jürgen Raßbach und Musik von Albrecht Walter. Es besteht auch die Gelegenheit für die Teilnehmer am Mauerverlauf, von ihren eigenen Erlebnissen im Zusammenhang mit der Grenze im Schlosspark Babelsberg zu berichten.

Weitere Veranstaltungen zur Erinnerung an den Mauerbau gibt es bereits vorab begleitend zur Sonderausstellung „Gärtner führen keine Kriege – Preußens Arkadien hinter Stacheldraht“ im Schloss Sacrow. Am Sonnabend ab 18.30 Uhr erinnert Maria Nooke von der Stiftung Berliner Mauer in ihrem bebilderten Vortrag „Fluchten und Mauertote in Arkadien“ an Todesopfer, Festnahmen und geglückte Fluchten. Am Freitag um 19.30 Uhr präsentiert der Verein Ars Sacrow in der Reihe „AugenBlicke im Schloss“ in Anwesenheit von Regisseur Jürgen Böttcher den Dokumentarfilm „Die Mauer“ (D 1989/90), eine filmische Meditation über die Zeit, als die Grenzen bereits geöffnet waren, die Mauer jedoch noch stand.

An der Mauergedenkstätte Groß Glienicke wird am Sonntag um 12 Uhr an die Opfer der Mauer erinnert.

An der Mauergedenkstätte Stubenrauchstraße am Ufer des Griebnitzsees wird am Sonnabend ein Verpflegungspunkt für die Teilnehmer des Mauerlaufs eingerichtet, dessen Teilnehmer in einem 100-Meilen-Marathon auf den Spuren der Berliner Mauer das einstige West-Berlin umrunden. Weitere Verpflegungspunkte auf Potsdamer Stadtgebiet werden am Schloss Sacrow, in der Revierförsterei Krampnitz und an der Meierei im Neuen Garten eingerichtet.

Von Volker Oelschläger

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