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Max Dortu – Potsdamer Revolutionär

Potsdam Max Dortu – Potsdamer Revolutionär

Erstmals beteiligt sich die Stadt Potsdam an einer offiziellen Gedenkveranstaltung zu Ehren des Revolutionärs Max Dortu. Am kommenden Sonntag findet dazu in der Max-Dortu-Schule ein Filmgespräch statt. Gezeigt wird ein Streifen aus der DDR über die letzten Stunden Dortus vor seiner Hinrichtung. Der Schauspieler von Damals plaudert aus dem Nähkästchen.

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Max Dortu (1826-1849)

Quelle: Archiv

Potsdam. Am Sonntag, 31. Juli, findet um 14 Uhr im Rokokosaal in der Grundschule „Max Dortu“ eine Gedenkveranstaltung anlässlich des 167. Todestages Maximilian Dortus statt. Die Veranstaltung ist eine Kooperation der Landeshauptstadt Potsdam mit dem Verein zur Förderung antimilitaristischer Traditionen in der Stadt Potsdam.

An das Leben und Wirken des Potsdamer Freiheitskämpfers der Revolution von 1848/ 49 wird eine öffentliche Filmvorführung erinnern. Der TV-Film „Max Dortu oder Nur die Toten kehren nicht zurück“ – eine DDR-Produktion von 1976 – geht den letzten Stunden des jugendlichen Revolutionärs kurz vor seiner Hinrichtung nach. Als Kammerspiel aufwendig inszeniert, ist der 40 Jahre alte und 75 Minuten lange Film selbst ein spannendes Zeitdokument.

Steine auf den Landtag

Kreative Gedenkveranstaltung am Potsdamer Stadtschloss am 12. November 2015: 40 Potsdamer schleudern Styroporsteine auf den Landtag und das Fortuna-Portal. So sollte an die Revolution von 1848 und die Geschehnisse vom 12. November gedacht werden. Die MAZ war dabei und hat ein Video von der Aktion mitgebracht.

Nach der Filmvorführung wird der Schauspieler Gunter Schoß in einem Filmgespräch mit dem Filmwissenschaftler Denis Newiak Einblicke in die Inszenierung des Schauspiels geben. Schoß verkörperte in dem Film Max Dortu und wurde nach 1990 einem breiten Publikum als Moderator der MDR-Dokumentationsreihe „Geschichte Mitteldeutschlands“ bekannt.

Der Potsdamer Max Dortu gehört zu den populärsten Freiheitskämpfern der Revolution von 1848/ 49. Am 29. Juni 1826 in Potsdam geboren, wuchs Max Dortu im barocken Haus der heutigen Dortuschule auf. Der Vater, Justizrat und Stadtverordneter, hatte 1825 das Gebäude mit einem reich ausgestalteten und für Potsdam heute einzigartigen bürgerlichen Rokokosaal erworben.

Nach Erwerb der Hochschulreife studierte Max Dortu in Berlin und Heidelberg Rechtswissenschaften und wurde Referendar am Potsdamer Stadtgericht. Mit Ausbruch der Revolution engagierte sich Max Dortu im politischen Verein Potsdams. Auch nahm er an den Barrikadenkämpfen in Berlin teil und versuchte, die Zerschlagung der Revolution mit radikalen Mitteln zu verhindern. Steckbrieflich gesucht, floh Dortu und schloss sich der badischen Revolutionsarmee an. Nach seiner Verhaftung und Verurteilung zum Tode starb Max Dortu für seine Ideale von Freiheit und Mitbestimmung.

In Potsdam erinnert heute die Dortustraße an die Familie des Freiheitskämpfers und die Grundschule „Max Dortu“ an den Revolutionär.

Von MAZ online

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