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Medienstadt will Techno-Revolution

Bündnis „D-Werft“ investiert acht Millionen Euro in Entwicklung von Plattform für Film und TV Medienstadt will Techno-Revolution

Eine technologische Revolution erhofft man sich in der Medienstadt Babelsberg: Unter dem Namen „D-Werft“ hat sich jetzt ein Bündnis von 15 Unternehmen, Hochschulen und Institutionen gegründet, das bis 2016 acht Millionen Euro in die Erforschung und Entwicklung neuer Technologien für Film und Fernsehen investieren will.

Das sagte gestern Peter Effenberg von der federführenden Transfermedia gGmbH, ein Babelsberger Unternehmen, das den Übergang von der analogen in die digitale Medienwelt begleitet.

Mit „D-Werft“ sollen Prozesse bei der Produktion, Archivierung, Vermarktung von Film- und Fernsehinhalten „verschlankt“, somit kostengünstiger und schneller werden. Alle Informationen, die heute noch auf „hunderten handbeschriebener Seiten“ (Effenberg) notiert werden – zum Beispiel Anmerkungen zu Kamera- und Toneinstellungen oder zu Szenen-Anschlüssen im Drehbuch – sollen künftig als Daten für die Mitarbeiter der Produktion abrufbar sein. „Jeder soll mit der neuen Technologie-Plattform Zugriff auf alles haben können“, so Effenberg. Zweieinhalb Millionen Euro berappen wollen die Bündnispartner, darunter das Deutsche Rundfunkarchiv (DRA), die Filmhochschule „Konrad Wolf“ und das Hasso-Plattner-Institut für Softwaresystemtechnik (HPI). Ebenfalls mit dabei sind Studio Babelsberg und die TV-Produktionsfirma Grundy Ufa. Die restliche Summe soll aus dem Programm „Innovative Regionale Wachstumskerne“ des Bundesforschungsministeriums kommen. Gutachter haben bereits grünes Licht signalisiert. „Wir benötigen dringend Technologien, die unsere Prozesse übergreifend vernetzen und zunehmend industrialisieren. Babelsberg kann mit seiner Standortstruktur aus Film, TV, Archiv und Informationstechnik besonders effizient neue Wege beschreiten“, sagte Jörg Wehling, DRA-Abteilungsleiter.

Das Projekt werde Babelsberg „zu einem weltweit einzigartigen Produktionsstandort machen“, prophezeit HPI-Sprecher Hans-Joachim Allgaier. Das Hasso-Plattner-Institut übernimmt die zentrale Rolle der Verknüpfung der überall anfallenden und in einem einheitlichen Format bereitzustellenden Daten. (Von Ricarda Nowak)

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