Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Potsdam Mega-Event "Stadt für eine Nacht" geht in die vierte Runde
Lokales Potsdam Mega-Event "Stadt für eine Nacht" geht in die vierte Runde
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
09:11 14.06.2013
Wenn es dunkel wird, werden die Zelte und Bühnen illuminiert. Quelle: Promo
Potsdam

Es soll die heißeste Nacht des Potsdamer Sommers werden. Das verspricht die Fachbereichsleiterin für Kultur und Museum, Birgit-Katharina Seemann, allen Kulturinteressierten. Denn der 100-jährige Kalender prophezeihe für den 22. und 23. Juni tropische Temperaturen von 26 Grad. Gute Aussichten also für das Mega-Event „Stadt für eine Nacht“ auf dem Gelände der Schiffbauergasse, für das gestern das umfangreiche Programm erstmals vorgestellt wurde.

Bereits zum vierten Mal findet das 24-Stunden-Quartiersfest statt, wie in den vergangenen Jahren werden wieder mehr als 20 000 Besucher erwartet. Das Herz der Veranstaltung sind 36 „Erlebnisräume“, in denen sich Künstler, Wissenschaftler und Initiativen vorstellen werden. „Wir hatten 45 Bewerbungen, 20 haben wir ausgewählt. Weitere Künstler haben wir selbst eingeladen, weil sie in das Konzept passen“, so Tobias Wellemeyer, Intendant des Hans-Otto-Theaters (HOT). „Erlebnisräume“ gestalten unter anderem die Villa Schöningen, das Kulturzentrum „Sans Titre“, aber auch das Rehbrücker Ernährungsinstitut. Passend zur erhofften heißen Nacht will das Alfred-Wegner-Institut den kältesten Arbeitsplatz Potsdams präsentieren – und erfüllt damit eine Vorgabe Wellemeyers, der sich „Debatten über das Leben in der Stadt“ verspricht, die nicht immer im Konsens enden müssen: „Es gilt, die kostbaren Differenzen auszuhalten.“

Die rund 80 Einzelveranstaltungen, die sich rund um die „Erlebnisräume“ verteilen und alle Kultureinrichtungen der Schiffbauergasse einbeziehen, bieten Musik, Tanz, Lesungen und auch etwas für die hungrigen Mägen und trockenen Kehlen der Besucher. Ein Thema soll dabei aber im Mittelpunkt stehen: das Wohnen in der wachsenden Landeshauptstadt. „Wir kooperieren deshalb erstmals mit der Bundesstiftung Baukultur“, so Wellemeyer. In einem Workshop für Kinder und Jugendliche soll die Frage beantwortet werden: „Wie sieht eure Stadt der Zukunft aus?“ Am Ende steht dann eine Diskussionsrunde, zu der sich bereits Potsdams Bau-Beigeordneter Matthias Klipp und der Vorstandsvorsitzende der Bundesstiftung, Reiner Nagel, angekündigt haben. Sven Till, Künstlerischer Leiter der „fabrik“, will vor allem erreichen, dass die Besucher selbst aktiv werden. „Es darf getanzt, getrommelt und geschauspielert werden. Die Bühnen stehen allen Interessierten offen.“

Die „Stadt für eine Nacht“ soll, so die Organisatoren, eine Plattform sein, auf der sich Künstler, Wissenschaftler und interessierte Einwohner begegnen und austauschen können.

Die "Erlebnisräume"

Im Zentrum der Veranstaltung „Stadt für eine Nacht“ auf dem Gelände der Schiffbauergasse stehen die 36 „Erlebnisräume“. Die Bühnen, Zelte und Container ergeben zusammen eine ganz eigene künstlerische Installation, in der sich Wissenschaftler, Künstler und Initiativen mit ihrer Arbeit vorstellen können. Erstmals mit dabei sind auch soziale Projekte wie der Mieterclub Schilfhof 20 aus dem Schlaatz und das Friedrich-Reinsch-Haus. Aber auch die beiden jungen Künstler Sascha Grusche und Christopher de la Garza sind mit ihrer Graphic Novel „Hemispheres“ mit einem „Erlebnisraum“ vertreten.

24 Stunden lang Kultur

Die „Stadt für eine Nacht“ auf dem Gelände der Schiffbauergasse startet am Samstag, dem 22. Juni, um 15 Uhr, mit einer Tanzveranstaltung auf der kleinen Bühne vor dem Waschhaus.  Für die Besucher ist ein Informationsstand eingerichtet, an dem Orte und Zeiten aller Veranstaltungen in Erfahrung gebracht werden können. Über 24 Stunden werden folgende Stätten bespielt: Hans-Otto-Theater, Bühne am See, Fabrik, Huckleberrys Floßstation, Fabrik Garten, Marina am Tiefen See, Uferweg/Reitställe, Primadonna, Museum Fluxus, T-Werk, Schirrhof, Kunstraum, Waschhaus, Reithalle, Uferpromenade/Restaurantschiff „John Barnett“ und das Ristorante „Il Teatro“.

7500 Programmhefte werden derzeit in der Stadt verteilt, sie sind auch am Info-Stand am 22. Juni erhältlich. Darin enthalten ist auch ein Lageplan der Schiffbauergasse mit allen Veranstaltungsorten.  In Zusammenarbeit mit der Bundesstiftung Baukultur findet von 15 bis 17 Uhr ein Workshop für Kinder und Jugendliche zum Thema Wohnen statt. Die besten Ideen werden um 22 Uhr in einer Talkrunde mit Experten vorgestellt. Anmelden können sich junge Menschen im Alter zwischen 7 und 17 Jahren noch bis zum 20. Juni unter mail@bundesstiftung-baukultur.de, die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Für die „Stadt für eine Nacht“ wird kein Eintritt verlangt.

Mehr Informationen unter: www.schiffbauergasse.de

Potsdam MAZ-Entdeckertour durch den Volkspark - In Wipfeln und auf Gipfeln

Die nächste MAZ-Entdeckertour durch den Volkspark führt hoch hinaus.

14.06.2013
Potsdam Wie es ist als Seniorin einzukaufen - die MAZ macht den Test. - Plötzlich 70!

Was empfindet eine Seniorin, wenn sie einkaufen geht? Die MAZ hat den Test gemacht und eine junge Kollegin im Alterssimulator in den Supermarkt geschickt. Regale auf Bodenhöhe sind quasi nicht erreichbar. Münzenabzählen an der Kasse wird zur Geduldsprobe.

14.06.2013
Potsdam Am Glienicker See müssen noch drei Wege freigemacht werden - Uferweg: Enteignung soll beschleunigt werden

Wer am auf Potsdamer Seite am Glienicker See spazieren geht, hat noch drei Hindernisse vor sich. Drei Wegstücke sind gesperrt von ihren Grundstücksbesitzern. Die Stadt will die Enteignung der Stück nun vorantreiben. Ziel: Ein durchgängiger Uferweg

13.06.2013