Volltextsuche über das Angebot:

5 ° / 1 ° Schneeregen

Navigation:
Mega-Event "Stadt für eine Nacht" geht in die vierte Runde

Heißeste Nacht des Sommers Mega-Event "Stadt für eine Nacht" geht in die vierte Runde

Es soll die heißeste Nacht des Potsdamer Sommers werden. Auf dem 24-Stunden-Event präsentieren sich zahlreiche Künstler und Wissenschaftler.

Voriger Artikel
In Wipfeln und auf Gipfeln
Nächster Artikel
Polizei überwacht Lkw-Fahrer in der Nuthestraße

Wenn es dunkel wird, werden die Zelte und Bühnen illuminiert.

Quelle: Promo

Potsdam. Es soll die heißeste Nacht des Potsdamer Sommers werden. Das verspricht die Fachbereichsleiterin für Kultur und Museum, Birgit-Katharina Seemann, allen Kulturinteressierten. Denn der 100-jährige Kalender prophezeihe für den 22. und 23. Juni tropische Temperaturen von 26 Grad. Gute Aussichten also für das Mega-Event „Stadt für eine Nacht“ auf dem Gelände der Schiffbauergasse, für das gestern das umfangreiche Programm erstmals vorgestellt wurde.

Bereits zum vierten Mal findet das 24-Stunden-Quartiersfest statt, wie in den vergangenen Jahren werden wieder mehr als 20 000 Besucher erwartet. Das Herz der Veranstaltung sind 36 „Erlebnisräume“, in denen sich Künstler, Wissenschaftler und Initiativen vorstellen werden. „Wir hatten 45 Bewerbungen, 20 haben wir ausgewählt. Weitere Künstler haben wir selbst eingeladen, weil sie in das Konzept passen“, so Tobias Wellemeyer, Intendant des Hans-Otto-Theaters (HOT). „Erlebnisräume“ gestalten unter anderem die Villa Schöningen, das Kulturzentrum „Sans Titre“, aber auch das Rehbrücker Ernährungsinstitut. Passend zur erhofften heißen Nacht will das Alfred-Wegner-Institut den kältesten Arbeitsplatz Potsdams präsentieren – und erfüllt damit eine Vorgabe Wellemeyers, der sich „Debatten über das Leben in der Stadt“ verspricht, die nicht immer im Konsens enden müssen: „Es gilt, die kostbaren Differenzen auszuhalten.“

Die rund 80 Einzelveranstaltungen, die sich rund um die „Erlebnisräume“ verteilen und alle Kultureinrichtungen der Schiffbauergasse einbeziehen, bieten Musik, Tanz, Lesungen und auch etwas für die hungrigen Mägen und trockenen Kehlen der Besucher. Ein Thema soll dabei aber im Mittelpunkt stehen: das Wohnen in der wachsenden Landeshauptstadt. „Wir kooperieren deshalb erstmals mit der Bundesstiftung Baukultur“, so Wellemeyer. In einem Workshop für Kinder und Jugendliche soll die Frage beantwortet werden: „Wie sieht eure Stadt der Zukunft aus?“ Am Ende steht dann eine Diskussionsrunde, zu der sich bereits Potsdams Bau-Beigeordneter Matthias Klipp und der Vorstandsvorsitzende der Bundesstiftung, Reiner Nagel, angekündigt haben. Sven Till, Künstlerischer Leiter der „fabrik“, will vor allem erreichen, dass die Besucher selbst aktiv werden. „Es darf getanzt, getrommelt und geschauspielert werden. Die Bühnen stehen allen Interessierten offen.“

Die „Stadt für eine Nacht“ soll, so die Organisatoren, eine Plattform sein, auf der sich Künstler, Wissenschaftler und interessierte Einwohner begegnen und austauschen können.

Die "Erlebnisräume"

Im Zentrum der Veranstaltung „Stadt für eine Nacht“ auf dem Gelände der Schiffbauergasse stehen die 36 „Erlebnisräume“. Die Bühnen, Zelte und Container ergeben zusammen eine ganz eigene künstlerische Installation, in der sich Wissenschaftler, Künstler und Initiativen mit ihrer Arbeit vorstellen können. Erstmals mit dabei sind auch soziale Projekte wie der Mieterclub Schilfhof 20 aus dem Schlaatz und das Friedrich-Reinsch-Haus. Aber auch die beiden jungen Künstler Sascha Grusche und Christopher de la Garza sind mit ihrer Graphic Novel „Hemispheres“ mit einem „Erlebnisraum“ vertreten.

24 Stunden lang Kultur

Die „Stadt für eine Nacht“ auf dem Gelände der Schiffbauergasse startet am Samstag, dem 22. Juni, um 15 Uhr, mit einer Tanzveranstaltung auf der kleinen Bühne vor dem Waschhaus.  Für die Besucher ist ein Informationsstand eingerichtet, an dem Orte und Zeiten aller Veranstaltungen in Erfahrung gebracht werden können. Über 24 Stunden werden folgende Stätten bespielt: Hans-Otto-Theater, Bühne am See, Fabrik, Huckleberrys Floßstation, Fabrik Garten, Marina am Tiefen See, Uferweg/Reitställe, Primadonna, Museum Fluxus, T-Werk, Schirrhof, Kunstraum, Waschhaus, Reithalle, Uferpromenade/Restaurantschiff „John Barnett“ und das Ristorante „Il Teatro“.

7500 Programmhefte werden derzeit in der Stadt verteilt, sie sind auch am Info-Stand am 22. Juni erhältlich. Darin enthalten ist auch ein Lageplan der Schiffbauergasse mit allen Veranstaltungsorten.  In Zusammenarbeit mit der Bundesstiftung Baukultur findet von 15 bis 17 Uhr ein Workshop für Kinder und Jugendliche zum Thema Wohnen statt. Die besten Ideen werden um 22 Uhr in einer Talkrunde mit Experten vorgestellt. Anmelden können sich junge Menschen im Alter zwischen 7 und 17 Jahren noch bis zum 20. Juni unter mail@bundesstiftung-baukultur.de, die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Für die „Stadt für eine Nacht“ wird kein Eintritt verlangt.

Mehr Informationen unter: www.schiffbauergasse.de

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Potsdam
dfdbc0d4-af48-11e7-b225-97bf4e5da6db
Potsdam – damals und heute

Zeitreise durch Potsdam: Anhand von historischen und aktuellen Aufnahmen zeigt die MAZ, wie sich die Stadt Potsdam verändert hat – und was wieder aufgebaut wurde. Besuchen Sie mit Klick durch die Galerie Potsdams markante Ecken – damals und heute.

Die Karikaturen des Potsdamers Hafemeister

Jörg Hafemeister karikiert seit Jahren die Potsdamer Lokalpolitik. Nun hat er immer mittwochs seinen festen Platz im Potsdamer Stadtkurier. Wir zeigen an dieser Stelle alle Karikaturen.

MAZab: Termine

Was geht ab? Jede Menge Events in Potsdam und im Land Brandenburg

Kinoprogramm

Alle aktuellen Filme in den Kinos von Potsdam und im ganzen Land Brandenburg