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Potsdam Autofahrer verlieren Nerven im Mega-Stau
Lokales Potsdam Autofahrer verlieren Nerven im Mega-Stau
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20:01 23.07.2015
Baustellenmarkierung weggeräumt und mutig auf die Gegenfahrbahn eingeschwenkt. Quelle: Jürgen Stich
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Potsdam

Auf der Nutheschnellstraße hat ein Auffahrunfall im Baustellebereich auf der Höhe des Stern-Centers am Donnerstag ab 9.50 Uhr den Verkehr in Richtung Innenstadt für mehrere Stunden komplett lahmgelegt. Zahlreiche Autofahrer verloren die Geduld im Mega-Stau, räumten selbstständig Baustellenbegrenzungen von der Straße und wendeten auf der Schnellstraße. Teilweise kam es zu chaotischen Szenen.

Frau wird bei Unfall leicht verletzt

Der Unfall ereignete sich nach der Abfahrt zum Stern/Kirchsteigfeld. Zwei Autos stießen zusammen. An der Stelle wird der Verkehr einspurig geführt, so dass die nachfolgenden Autos die Schnellstraße vollständig blockierten. „Es war ein Auffahrunfall, bei dem eine Frau verletzt wurde“, sagte eine Polizeisprecherin gestern. Die Frau habe über starke Schmerzen geklagt, so dass ein Rettungswagen alarmiert werden musste. „Der Rettungseinsatz hatte absolut Vorrang, so dass sich die Polizei erst einmal darauf konzentrieren musste“, so die Sprecherin.

Rettungswagen und Polizei konnten die Unfallstelle aber nur von der Gegenfahrbahn aus erreichen. Als die Frau versorgt war, ging es darum, die beiden Autos von der Schnellstraße zu schaffen – auch dies dauerte laut Polizeisprecherin seine Zeit.

Sperrungen bis September

Die seit Mitte März andauernde Sanierung der Nutheschnellstraße (L 40) wird sich noch bis in den September hinziehen.

Derzeit laufen Arbeiten zwischen Neuendorfer Straße und Wetzlarer Straße. Die Auf- und die Ausfahrt Neuendorfer Straße in stadteinwärtiger Richtung ist bis 10. August voll gesperrt, die Umleitung erfolgt über den Horstweg. Bis 31. Juli sind zusätzlich die Auf- und die Abfahrt Wetzlarer Straße in stadtauswärtiger Richtung voll gesperrt.

Inzwischen hatte sich der Verkehr bis weit hinter die Stadtgrenze und auf die Autobahn 115 aufgestaut. Eine Polizeistreife kämpfte sich durch die Kolonne bis auf die Höhe des Stern-Centers, um von der dortigen Erhebung aus die Situation zu überblicken. Die Beamten räumten dann Begrenzungs-Baken weg, wendeten auf der Schnellstraße und fuhren auf der Gegenfahrbahn wieder davon.

Autofahrer räumen Baustellen-Kegel aus dem Weg

Zahlreiche Autofahrer, die sich unterdessen auf der Straße versammelten und den Stau diskutierten, hatten das Vorgehen der Beamten beobachtet. Schließlich fasste ein Fahrer Mut und räumte seinerseits die Baustellenmarkierungen zur Seite. Damit schuf er eine Wendemöglichkeit für diejenigen Fahrer, die sich hinter der Ausfahrt Stern/Kirchsteigfeld befanden. Es kam Bewegung in den Stau, weil viele Autofahrer die Gelegenheit nutzen wollten. Teilweise wurde gedrängelt, weitere Baustellen-Kegel wurden zur Seite geschafft.

„So ein Verhalten ist nicht gewollt“, rügte die Polizeisprecherin später das Verhalten der ungeduldigen Autofahrer. „Das kann zu gefährlichen Situationen führen.“ Tatsächlich mussten sich die Autos nach dem Wendemanöver in den fließenden Gegenverkehr einordnen, was teilweise zu Bremsmanövern führte.

Der Polizeieinsatz auf der Schnellstraße war gegen 13.40 Uhr beendet.

Von Jürgen Stich

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