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Mehr Deutsch-Lehrer für geflüchtete Kinder

Willkommensklassen für Flüchtlingskinder Mehr Deutsch-Lehrer für geflüchtete Kinder

An fünf Schulen in Potsdam gibt es mittlerweile „Willkommensklassen“, in denen Flüchtlingskinder täglich deutsch lernen. Das Ziel ist es, dass sie nach einem Schuljahr am regulären Unterricht teilnehmen können. Brandenburgs Bildungsminister Günter Baaske hat eine solche Klasse in Potsdam besucht und mehr Personal versprochen.

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Bildungsminister Günter Baaske (SPD) in der Weidenhof-Schule.

Quelle: Foto: MBJS

Am Schlaatz. Sara stellt sich fix vor: „Ich bin neun Jahre alt, lebe in Potsdam und stamme aus Palästina.“ Das Mädchen ist sichtlich stolz, dass alles fehlerfrei geklappt hat. Auch ihre Mitschüler in der Potsdamer Willkommensklasse der Weidenhof-Grundschule freuen sich am Montag mit dem kleinen Mädchen und spenden Applaus. Lehrerin Yvonne Albrecht unterrichtet seit April etwa ein Dutzend Kinder im Alter zwischen neun und zwölf Jahren. „Spielend sollen sie die deutsche Sprache lernen“, sagt sie.

47 Kinder lernen in der Willkommensklasse in der Weidenhof-Grundschule deutsch, bevor sie regulär eingeschult werden

47 Kinder lernen in der Willkommensklasse in der Weidenhof-Grundschule deutsch, bevor sie regulär eingeschult werden.

Quelle: MBJS

An fünf Potsdamer Schulen gibt es solche Willkommensklassen: neben der Weidenhof-Schule auch an der Grundschule im Bornstedter Feld, an der Steuben-Gesamtschule, der Da-Vinci-Gesamtschule, sowie am Oberstufenzentrum 1. Eine weitere könne laut Stadtverwaltung bei Bedarf an der Zeppelin-Grundschule eröffnet werden. Die Willkommensklasse der Weidenhof-Grundschule bekam am Montag Besuch von Brandenburgs Bildungsminister Günter Baaske (SPD).

43 Prozent der Schüler mit Migrationshintergrund

An dieser Schule haben 43 Prozent der insgesamt 319 Schüler einen Migrationshintergrund, sagt Schulleiterin Uta Goldberg. Die Kinder stammten aus 28 Nationen: aus Syrien, Iran, Polen, Albanien oder Tschetschenien. In der Willkommensklasse bekommen die Kinder täglich vier Stunden lang besonderen Unterricht. „Sie lernen nicht nur Deutsch, sondern für’s Leben“, sagt Goldberg. Gemeinsam gingen die Kinder mit der Lehrerin einkaufen und schauten sich im Supermarkt um. „Jetzt können sie der Kassierin antworten, wenn sie fragt, ob ein Kassenbon für den Einkauf benötigt wird“, sagt die Direktorin. Nach einem Jahr sollen die Flüchtlingskinder in reguläre Schulklassen wechseln. Für ältere Kinder werden parallel zum regulären Unterricht Kurse mit fünf Wochenstunden angeboten.

Engpässe beim Regelunterricht sollen verhindert werden

Für 124 Kinder aus Flüchtlingsfamilien besteht in Potsdam Schulpflicht, 80 davon gehen noch zur Grundschule. Im Land Brandenburg liegt die Zahl bei 3200 Flüchtlingskindern. „Es muss gelingen, ihnen so schnell wie möglich die Grundkenntnisse der deutschen Sprache beizubringen“, betont der Bildungsminister. Im Land sind bereits 120 zusätzliche Lehrer eingestellt. Nun kommen laut Baaske weitere 240 Stellen hinzu. Flüchtlingskinder sollen unterrichtet werden, ohne dass es Personalengpässe beim üblichen Unterricht gebe.

Von Peter Degener

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