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Mehr Einwohner, mehr Gäste, mehr Studenten

Statistikbericht 2014 für Potsdam vorgestellt Mehr Einwohner, mehr Gäste, mehr Studenten

Jedes Jahr stellt Potsdam seine Statistik vor – und jedes Jahr gibt es neue Rekorde zu verkünden. 2014 hat nicht nur die Zahl der Einwohner, Babys und Studenten zugenommen, sondern auch die der Wohnungen, Kitas, Autos, ja sogar die Sonnenstunden sind mehr geworden.

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Fast 25 000 Studenten zählten die drei Hochschulen der Stadt.

Quelle: Friedrich Bungert

Potsdam. Der Statistische Jahresbericht 2014 für Potsdam, den Oberbürgermeister Jann Jakobs (SPD) am Mittwoch vorstellte, umfasst 306 Seiten, 252 Tabellen, 81 Themen, 14 Kapitel, 104 Abbildungen und 20 Karten. Seine zentrale Aussage ist deutlich simpler: mehr! Im Vergleich zu 2013 hatte Potsdam mehr Einwohner (2571), mehr Geburten (142), mehr Zugezogene (474), mehr Ausländer (0,5 Prozent Zuwachs), mehr Haushalte (1223), mehr Gewerbetreibende (339), mehr Betriebe (648), mehr Handwerker (36), mehr Gebäude (151), mehr Wohnungen (559), mehr Behinderte (753), mehr Kitas (2), mehr Studenten (448), mehr Autos (575), mehr Hotelübernachtungen (32 554) und mehr Touristen (13 530). Und das ist nur eine kleine Auswahl. Entsprechend zufrieden zeigte sich Jann Jakobs bei der Präsentation der Zahlen. „Wir sind nicht nur auf dem Papier gut, Potsdam hat auch in der Außenwahrnehmung einen erstklassigen Ruf“, so der Oberbürgermeister.

Mehr Bildung

20 185 Schüler lernten 2014 in Potsdam, 4832 davon an Freien Schulen.

24 582 Studenten sind an der Universität, der Fachhochschule und der Filmuni eingeschrieben, 58 Prozent davon sind Frauen und 10,5 Prozent Ausländer.

Zu den beliebtesten Fächern zählen Jura (2264 Studenten), Betriebswirtschaft (1135) und Germanistik (993).

Das Hasso-Plattner-Institut zählt 77 509 eingeschriebene Online-Studenten.

Selbst beim Wetter konnte Potsdam 2014 zulegen: mit 10,9 Grad Durchschnittstemperatur war es das wärmste Jahr seit 1991, gegenüber 2013 gab es 199 Sonnenstunden mehr und 7,5 Prozent weniger Regen. Bei soviel positiver Entwicklung muss selbst Heike Gumz vom Fachbereich für Statistik eine Weile suchen, um ein paar negative Zahlen zu finden: So stieg die Zahl der Menschen, die einen Wohnberechtigungsschein erhielten um 22,4 Prozent, die der Asylbewerber um 35 Prozent und die der Potsdamer, die „laufende Hilfen zum Lebensunterhalt“ von der Stadt erhielten um 29,6 Prozent. Die Zahl der Wohngeldempfänger indes sank um 5,7 Prozent.

Mehr Geld

1850 Euro netto hatte ein Potsdamer Haushalt 2014 im Durchschnitt zur monatlichen Verfügung – 50 Euro mehr als 2013.

Einen Sprung machte der sogenannte Einzelhandelsumsatz je Einwohner: Von 78 in 2013 auf 94,2 in 2014. Er gibt an, wie viel seines Geldes ein Einwohner in seiner Heimatstadt ausgibt.

Des Autofahrers Leid ist des Kämmerers Freude: Die Einnahmen aus Knöllchen stiegen um 374 000 Euro, die der Blitzer sogar um 737 000 Euro. Alle Ordnungswidrigkeiten zusammen „erwirtschafteten“ satte 4,6 Millionen.

Der Statistische Jahresbericht erscheint bereits zum 24. Mal – er wird seit 1991 erstellt und beschäftigt alle zehn Mitarbeiter des Fachbereichs für Statistik fast das ganze Jahr. „Manchmal müssen wir für nur eine Zahl eine eigene Anfrage bei einem Forschungsinstitut stellen“, sagte Heike Gumz. Die gedruckte Version erscheint wegen der hohen Kosten nur in einer Auflage von 90 Stück und ist vor allem für Politik und Verwaltung gedacht – digital ist das aufwendige Werk indes auf der Webseite der Stadt für jeden abrufbar.

Mehr Bauen

Exakt 700 Baugenehmigungen wurden 2014 erteilt, das ist Rekord seit der Wende – 548 Anträge lauteten auf Wohnhäuser. 432 Gebäude wurden im selben Jahr fertiggestellt.

Die Stadt verfügte Ende 2014 über 19 573 Gebäude und 86 647 Wohnungen. Im Schnitt macht das 2,8 Räume und 1,9 Einwohner pro Wohnung. Daraus ergibt sich eine Wohnfläche von 36,7 Quadratmetern pro Einwohner und eine Durchschnittswohnungsgröße von 69,2 Quadratmetern.

60 Prozent der Wohnungen in Potsdam sind in Privateigentum.

Von Jan Bosschaart

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