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Potsdam Mehr Gegendemonstranten als AfD-Anhänger
Lokales Potsdam Mehr Gegendemonstranten als AfD-Anhänger
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21:34 20.02.2017
Etwa 50 Zuhörer kamen zur AfD-Kundgebung auf dem Johannes-Kepler-Platz. Quelle: MAZonline
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Potsdam

Die Alternative für Deutschland (AfD) hatte für Montagabend erneut zu einer Kundgebung auf dem Johannes-Kepler-Platz im Potsdamer Stadtteil Am Stern aufgerufen. Zu der Kundgebung unter dem Motto „30 Minuten für Deutschland“ wurden der Vorsitzende der AfD-Niedersachsen, Armin-Paul Hampel, und der Potsdamer AfD-Politiker René Springer erwartet.

Gegen 19 Uhr hatten sich dort rund 50 Anhänger der AfD versammelt. Der Gast aus Niedersachsen musste seine Teilnahme wegen einer Grippe absagen. Für ihn sprang Dietmar Ertel als zweiter Redner bei der AfD-Kundgebung ein. Ertel wird im Wahlkreis 62 bei der Bundestagswahl für die AfD antreten.

Zunächst rechnete der Potsdamer René Springer in seinem Redebeitrag mit der sogenannten Lügenpresse ab und sprach vom „Verrat am eigenen Volk“. Dies müsse ein Ende haben und dies werde die AfD einläuten.

Zur AfD-Kundgebung kamen etwa 40 Menschen Quelle: MAZonline

Bei den zwei Gegenveranstaltungen war deutlich mehr los als bei der AfD-Kundgebung. Dort versammelten sich laut eines Polizeisprechers insgesamt rund 140 Menschen. Die Gegner der AfD-Politik verschafften sich rund 50 Meter entfernt mit Trommeln Gehör. Auch ihre Rufe und Trommeln waren bei der AfD-Kundgebung deutlich zu hören.

Die AfD sei eine „offen rechtspopulistische Partei, die immer wieder unverhohlener die Grenzen zum Rechtsextremismus überschreitet“, sagte eine Sprecherin des Bündnis’ „Potsdam bekennt Farbe“ bei der Protestkundgebung. Man habe schon gegen die DVU, die NPD und im vergangen Jahr gegen Pogida erfolgreich protestiert. Das führe man jetzt bei der AfD fort. Rechtes Gedankengut habe in Potsdam keinen Platz, sagte sie.

Am Montagabend demonstrierten mehrere Menschen gegen eine Kundgebung der AfD. Quelle: MAZonline

Protest-Ankündigung vor AfD-Demo

Gegen die Kundgebung der AfD hatte sich bereits im Vorfeld Protest geregt. Das Bündnis „Potsdam bekennt Farbe“ hatte zusammen mit dem SV Babelsberg 03 zu einer bunten Kundgebung „für eine solidarische, menschliche und weltoffene Gesellschaft“ aufgerufen. Man wolle erneut friedlich ein Zeichen setzen „gegenüber der rechtspopulistischen ’Alternative für Deutschland’“.

Weniger friedlich klang dagegen der Aufruf der „Emanzipatorischen Antifa Potsdam“. Man habe „kein Bock darauf, dass die AfD Raum bekommt sich selbst zu inszenieren“, heißt es auf der Internetseite der Gruppierung. Man wolle sich daher nicht auf „die aufgeklärten, toleranten Potsdamer*innen mit ihrem Trillerpfeifenkonzert verlassen“, sondern sich selbst organisieren. So könne man „gezielte Nadelstiche setzen oder das große Chaos ausbrechen lassen“.

Die Polizei war daher am Montagabend mit einem größeren Aufgebot vor Ort. Während der Kundgebung kam es jedoch zu keinen nennenswerten Vorkommnisse. Lediglich einige lautstarke Störer wurden von der Polizei aus Sicht- und Hörweite der AfD-Veranstaltung gedrängt.

Aktuelle Polizei-Meldungen

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Von MAZonline

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