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Potsdam Mehr Geld für das Jan-Bouman-Haus
Lokales Potsdam Mehr Geld für das Jan-Bouman-Haus
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10:12 27.02.2018
Das Jan-Bouman-Haus im Holländischen Viertel. Quelle: Foto: Gartenschläger
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Potsdam

Die Stadt bekennt sich mit einer deutlich erhöhten Förderung zum Stadtteilmuseum im Jan-Bouman-Haus. In diesem Jahr soll es erstmals mit mehr als 70 000 Euro gefördert werden, heißt es in einer Mitteilung für die Stadtverordneten. Im Gegenzug habe der Förderverein zur Pflege der niederländischen Kultur in Potsdam eine Erneuerung der Dauerausstellung, regelmäßige Sonderausstellungen und begleitende Angebote zugesichert.

Das um 1735 erbaute Jan-Bouman-Haus in der Mittelstraße 8 ist das erste für Immigranten gebaute Siedlungshaus des 18. Jahrhunderts, das komplett für die Öffentlichkeit zugänglich ist. Benannt ist es nach dem niederländischen Baumeister Jan Bouman (1706-1776), unter dessen Leitung das Holländische Viertel und viele weitere Bauten in Potsdam und Berlin errichtet wurden.

Der Förderverein gründete sich als einer der ersten neuen Potsdamer Bürgervereine unmittelbar nach der politischen Wende 1989/90. Zu den zentralen Projekten des Vereins zählte die originalgetreue Restaurierung eines barocken Typenhauses und dessen dauerhafte Öffnung als begehbares Exponat. Die Wüstenrot-Stiftung förderte die Sanierung mit 1,5 Millionen Mark (750 000 Euro). Im April 1997 wurde das Haus von der Stiftung an die Stadt übergeben, die den Betrieb des Museums über einen Nutzungsvertrag an den Verein übertrug. Ab 2007 wurde der Betrieb des Hauses von der Stadt mit einem jährlichen Betriebskostenzuschuss von 8000 bis 11 000 Euro gefördert. Auf Dauer war das zu wenig.

Im Juni 2016 informierte der Vereinsvorsitzende Hans Göbel den Kulturausschuss der Potsdamer Stadtverordneten darüber, dass dem Verein die Kräfte ausgingen. Das Jan-Bouman-Haus lief zu der Zeit bereits im Krisenmodus mit eingeschränkten Öffnungszeiten und ohne Sonderausstellungen. Trotzdem habe der 30 Mitglieder starke Verein mehrere 1000 Euro aus Rücklagen zur Sicherung des Hauses einsetzen müssen. Als Beleg für eine permanente Unterfinanzierung des Jan-Bouman-Hauses zitierte Göbel in der Sitzung auch ein 1997 im Auftrag der Stadt erstelltes Gutachten, nach dem jährlich mindestens 70 000 Euro nötig seien.

Ende 2016 gab die damalige Kulturdezernentin Iris-Jana Magdowski (CDU) im Kulturausschuss bekannt, dass der Zuschuss für 2017 auf 50 000 Euro erhöht würde. Nach der aktuellen Mitteilung wurde zum Jahreswechsel eine neue Vereinbarung abgeschlossen. Der Verein habe für 2018 „zunächst einen Zuwendungsantrag über 70 400 Euro eingereicht“. Es sei aber „davon auszugehen, dass der Zuwendungsbedarf höher liegt“.

Von Volker Oelschläger

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