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Potsdam Mehr Platz für Potsdamer Schüler
Lokales Potsdam Mehr Platz für Potsdamer Schüler
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21:43 16.02.2016
Zu klein? Der Neubau der Leonardo-da-Vinci-Schule im Bornstedter Feld. Quelle: Christel Köster
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Potsdam

Brauchen die Potsdamer Schüler mehr Platz? Mit dieser Frage beschäftigt sich derzeit der Bildungsausschuss der Stadtverordnetenversammlung.

Aufgebracht – und für sich mit einem klaren Ja beantwortet – haben diese Frage die Bündnisgrünen. Im Angesicht begonnener und kommender Schulneubauten in der Landeshauptstadt stellen sie die geltenden, vom Brandenburgischen Bildungsministerium formulierten Vorschriften zur Raumbedarfsplanung an Grund- und weiterführenden Schulen in Frage. Diese seien mehr als zehn Jahre alt und überholt. So seien für eine zweizügige Grundschule lediglich zwei Teilungsräume vorgesehen. Nach heutigen pädagogischen Erkenntnissen und nicht zuletzt durch die Inklusion und den anhaltenden Zuzug von Flüchtlingskindern wäre jedoch mindestens ein Teilungsraum pro Klasse nötig, um den schulischen Anforderungen, etwa das Arbeiten in kleinen Gruppen, zu genügen.

„Die Stadt Potsdam baut derzeit neue Schulen nach veralteten Richtlinien, die aber für die kommenden Jahrzehnte Bestand haben sollen“, lautet das Fazit der Grünen, die damit offene Türen einrennen. Denn: „Wir sind schon seit Langem sehr interessiert daran, dass die Empfehlungen aktualisiert werden“, sagt Petra Rademacher, Leiterin der Projektgruppe Schulentwicklungsplanung in der Stadtverwaltung. Immer wieder habe man das Ministerium kontaktiert und Druck gemacht. „Aber wir haben bisher keine Zusage, dass es in der nächsten Zeit eine Änderung geben wird.“

Mehr Platz, mehr Geld

Der Kommunale Immobilienservice hat sich bereits mit dem geänderten Raumbedarf an Grund- und weiterführenden Schulen beschäftigt und Beispielrechnungen aufgestellt.

Grundschulen in Potsdam haben demnach, gemessen an den geltenden und den für optimal gehaltenen Vorgaben, einen Mehrbedarf an Fläche von 18 Prozent. Bei weiterführenden Schulen sind es 8 Prozent.

Auf bare Münze umgelegt bedeutet dies, dass für die neue Grundschule Bornim 2 bis 2,7 Millionen Euro mehr Baukosten anfallen würden. Für den Umbau der Coubertin-Oberschule am Stern zu einer Gesamtschule wären es 2 Millionen Euro. nf

Auch Bernd Richter, Werkleiter des Kommunalen Immobilienservice (Kis), steht einer Novelle in Sachen Raum-Bedarf offen gegenüber: „Wir würden gern schon jetzt reagieren. Es fehlen uns aber schlicht und ergreifend die Möglichkeiten.“ Dabei geht es natürlich ums Geld – wer größer baut, muss schließlich auch größer investieren. Der Kis sei an den Refinanzierungsbeschluss der Stadtverordneten gebunden. Der besagt zum einen, dass die Investitionen durch Kredite des Kis gedeckt und von der Stadt refinanziert werden. Zum anderen aber auch, dass beim Schulneubau die vom Land vorgegebenen Mindeststandards zugleich die Obergrenze markieren. Richter: „So groß der Wunsch auch ist – es wird kein Plus genehmigt.“ Der Ausschuss befasst sich bei seiner nächsten Sitzung im März erneut mit der Problematik.

Von Nadine Fabian

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