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Potsdam „Mein Lokal, Dein Lokal“ dreht in Potsdam
Lokales Potsdam „Mein Lokal, Dein Lokal“ dreht in Potsdam
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00:19 29.12.2018
Réne Dost hat mit dem Café Heider am Nauener Tor an der TV-Show teilgenommen. Quelle: Julian Stähle
Potsdam

Das Café Heider blickt bekanntlich auf eine stolze Kaffeehaustradition seit 1878 zurück. Doch sowas hat das „Wohnzimmer der Stadt“ selten gesehen. Ab dem frühen Morgen werden Kameras und Scheinwerfer durch die weite Flügeltür geschleppt, im ohnehin stets akkurat-eleganten Ambiente ist heute ein Tisch ganz besonders schön eingedeckt. Denn: Das Fernsehen kommt.

Die fünf Gastronomen, die in der Potsdamer Ausgabe gegeneinander antreten, am ersten Drehtag im Café Heider. Quelle: Julian Stähle

Heider-Chef Réne Dost ist vor allem für seine XXL-Läden bekannt

Heider-Chef René Dost hat sich entschieden, am TV-Gastronomen-Wettbewerb „Mein Lokal, Dein Lokal“ teilzunehmen. Fünf Tage lang laden sich Restaurantchefs in diesem Format gegenseitig ein, testen die Küche der anderen und bewerten schließlich ihre Erlebnisse. Am Ende stehen 5000 Euro Preisgeld für den Sieger und jede Menge Werbung für alle. René Dost ist kein Fernseh-Neuling. Seine Redo XXL-Lokale sind bundesweit bekannt, was zum einen an den großen Portionen, zum anderen aber auch an den vielen Auftritten in Privat-Fernseh-Challenges liegt.

Der Dreh für „Mein Lokal, Dein Lokal“ ist aber anders gelagert. Hier geht es nicht um den größten Kartoffelpuffer, sondern um die feine Küche, die kritische Konkurrenten überzeugen soll. Schließlich kochen die antretenden Chefs alle in derselben Region, man spricht durchaus auch mal dieselbe Zielgruppe an.

„Die Sympathie hilft enorm dabei fair zu sein“

Das Café Heider muss sich mit einem Potsdamer Lokal messen, dem Maimai’s little Kitchen in Groß Glienicke, das traditionell-vietnamesische Küche anbietet. Die anderen Mitstreiter kommen aus Beelitz, Brandenburg/Havel und Berlin. Trotz der TV-Erfahrung, die René Dost bereits sammeln konnte, sei er aufgeregt gewesen: „Es geht hier darum, das Café Heider zu repräsentieren, auf das ich unheimlich stolz bin.“ Er muss gleich als Erster in den Wettbewerb starten – ein möglicher Nachteil, wie der Gastronom selbst erkennt. „Das ist natürlich nicht ganz einfach, nach ein paar Tagen kannten wir uns und die Sympathie hilft enorm dabei, fair zu sein.“

Im Vordergrund steht die Leidenschaft für eine gute Gastronomie

Allerdings sei er selbst ohnehin ein guter Sportsmann: „Ich haue da niemanden in die Pfanne, denn meine Mitspieler sind alle sehr gute Gastgeber gewesen“, sagt „Redo“, der am Nauener Tor ein mexikanisches Restaurant, ein XXL-Lokal und eben das Café Heider betreibt. „Wenn mal ein kleiner Fehler passiert, wird das meine Punktevergabe nicht herunterziehen“, so René Dost weiter, „denn im Vordergrund stehen die Menschlichkeit und die Leidenschaft für eine gute Gastronomie.“

Holger Ranft ist Küchenchef im Maimai’s little Kitchen in Groß Glieniecke, wo er traditionelle vietnamesische Küche anbietet. Quelle: Julian Stähle

Der zweite Potsdamer im Rennen ist Holger Ranft, der mit seiner Lebensgefährtin das Maimai’s little Kitchen betreibt. Er habe sich nicht sonderlich vorbereitet, sagt der Restaurantchef. „Wir wussten ja wirklich bis zum ersten Drehtag nicht, wer die anderen sind.“ Angst habe er aber nicht. „Ich war sofort interessiert mitzumachen, schließlich ruft das Fernsehen nicht alle Tage an“, sagt Holger Ranft. Diejenige, die dann anrief, war Laura Bandura.

Laura Bandura organisiert die Drehs einer Folge in einer Stadt

Die Kölnerin arbeitet als Aufnahmeleiterin der Kochshow, alle paar Wochen ist sie irgendwo in Deutschland im Einsatz und dreht eine ganze Woche lang, täglich in einem anderen Lokal. Die 26-Jährige hat Fernsehjournalismus studiert, beim Dreh muss sie auf alles gleichzeitig achten. „Ich sehe, dass immer alle zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort sind, organisiere den Tag und, natürlich, esse ich ab und an richtig gut“, sagt sie.

Auch um das Casting kümmert sich Laura Bandura. „Für dieses Format sehen wir uns im Vorfeld verschiedene Lokale an und wählen die aus, die uns geeignet und zueinander passend erscheinen“, sagt sie. „Die bekommen dann einen Anruf und nach und nach kristallisiert sich eine Drehwoche heraus.“

Wer am Ende die Woche in und um Potsdam gewonnen hat, wird nicht verraten. Im März ist die Aufzeichnung auf Kabel 1 zu sehen.

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