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Potsdam Menschenquäler und edle Italiener
Lokales Potsdam Menschenquäler und edle Italiener
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15:23 22.09.2016
Firmeninhaber Christian Humpert steht auf einer Hubbühne, hinter ihm das Gelände seiner Firma Cegema. Quelle: Foto: Bernd Gartenschläger
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Potsdam

Die Sonne brennt. Kühe weiden, Grillen zirpen. Schräg gegenüber lärmt am satten Wiesengrün entlang ein Lkw über die L79 heran. Dann ist es wieder still. Monoton rauscht die nahe Autobahn. Stolz zeigt Christian Humpert (52) auf den Teleskopstapler, froschgrün, Hubhöhe 16 Meter, italienisches Fabrikat, der am Ende des Grundstücks auf dem Rasen steht: „Den gibt es auch als drehbare Variante.“

Schwere Maschinen stehen in loser Formation auf dem staubigen Betriebshof mit der großen Wendeschleife – die grünen Merlo aus Italien mit den Teleskoparmen, die roten und orangen Doosan aus Südkorea mit dem Gabelstapler vor der Fahrerkabine. Rings herum ist reichlich Platz. Ein großer Teil der rund 120 Stapler und Arbeitsbühnen umfassenden Flotte von Humpert ist bei der Kundschaft.

Christian Humpert ist Geschäftsführer und Eigentümer der Cegema Maschinenhandel GmbH, die auf die Vermietung und den Vertrieb von Stapelgeräten spezialisiert ist. Die Cegema ist eines der größeren Unternehmen im Gewerbegebiet am Drewitzer Silbergraben, dessen Entwicklung im jüngsten Jahresbericht der städtischen Wirtschaftsförderung als Erfolg erwähnt wird.

Humpert hat Kaufmann gelernt und Betriebswirtschaftslehre studiert. Zunächst arbeitete er als Geschäftsführer im Papiergroßhandel. 2002 gründete er mit einem Partner die Cegema, ein Unternehmen für den An- und Verkauf von gebrauchten Staplern. Manche dieser Geräte verkauften sie „bis in den Ostblock“ und nach Afrika: „Aber es lief nicht so super.“ Schließlich habe er angefangen, diese Geräte „zu vermieten, wofür es einen guten Markt gibt“.

Eiserne Reserve der Wirtschaftsförderung

4,4 Hektar Gewerbefläche konnten in Potsdam nach Mitteilung der Wirtschaftsförderung im Berichtszeitraum 2015/16 an interessierte Unternehmen vermittelt werden. Das war deutlich weniger als in den Vorjahren.

Mit 2,4 Hektar schlug allein das Gewerbegebiet Babelsberg im Bereich Ahornstraße, Maximumgelände und Grünstraße zu Buche, auf dem sich unter anderem mit den neuen Außenkulissen Teile der Medienstadt II ansiedelten.

Unmittelbar darauf folgt „als weiterer Schwerpunkt der Inanspruchnahme“ mit 1,6 Hektar das Gewerbegebiet „Im Silbergraben“. Damit, so der Bericht der Wirtschaftsförderer, sei „auch dieser vormals weniger nachgefragte Standort fast vollständig in Anspruch genommen“.

Namentlich genannt werden für den Silbergraben im jüngsten Bericht die Ansiedlung einer Tankstelle, der Kuss Medienproduktion und des Abschleppdienstes Nord.

Zunächst hatte die Cegema ihren Sitz an der Ruhlsdorfer Straße in Teltow. 2008 wechselte sie an den Silbergraben. Die Angebotspalette der Cegema beginnt beim „Handhubwagen“ mit einer Stapelhöhe von zwei Metern, den Humpert auch als „Menschenquäler“ bezeichnet, weil er mit Muskelkraft betrieben wird. Sie endet beim großen Merlo mit drehbarem Aufbau und einem 30 Meter weit reichenden Teleskoparm.

Eingezogen ist Humpert in Drewitz 2008 mit sechs Mitarbeitern. Mittlerweile ist das Unternehmen auf 13 Mitarbeiter angewachsen und hat Personalsorgen: Gesucht werden laut Humpert ein Monteur und ein Buchhalter.

Von Volker Oelschläger

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