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Mercure: Abriss ist vom Tisch

Knalleffekt im Endlos-Streit Mercure: Abriss ist vom Tisch

Pro-Potsdam-Chef Bert Nicke redet Tacheles. Durch den Verkauf des Interhotel-Portfolios von der Starwood Capital Group an ein französisches Konsortium gibt es momentan keine Chancen auf einen Kauf des DDR-Hotelhochhauses. Das Zeitfenster hat sich geschlossen und würde sich wahrscheinlich erst wieder bei einem Weiterverkauf der Hotels öffnen.

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Ein Wolkenkratzer im wahrsten Wortsinne: das Mercure.
 

Quelle: Archiv

Potsdam.  Das heiß umkämpfte Hotel Mercure darf stehen bleiben. Der Plan, das ehemalige Interhotel durch die Stadt anzukaufen und später abzureißen, ist geplatzt. „Das Thema ist erst mal durch“, bestätigte Bert Nicke, Geschäftsführer der kommunalen Immobilienholding Pro Potsdam, am Freitag auf MAZ-Anfrage. Hintergrund ist der Verkauf des Interhotel-Portfolios durch die Starwood Capital Group an die französische Unternehmensgruppe FDM Management. Die Transaktion, die ein Interhotel-Paket mit neun Häusern in mehreren Bundesländern umfasst, macht den Potsdamern nun einen dicken Strich durch die Rechnung.

Freunde der Wiederherstellung der historischen Stadtmitte – allen voran Oberbürgermeister Jann Jakobs (SPD) – hatten darauf gehofft, dass man das Haus aus dem Komplett-Paket herauslösen und erwerben könnte. Doch das Zeitfenster hat sich nun geschlossen, so Nicke: „Meiner Einschätzung nach ist die Chance dahin, im Rahmen dieses Verkaufs zuzugreifen.“ Eine neue Möglichkeit wird sich realistischerweise erst wieder bei einem Weiterverkauf des Interhotel-Portfolios durch die FDM Management bieten. Wann das sein wird, steht in den Sternen.

Pro-Potsdam-Chef Bert Nicke.

Quelle: PROFIL Fotografie

Der Verkauf des Mercure an die Franzosen hat die Potsdamer ziemlich kalt erwischt. Als die Vertreter der Pro Potsdam im Frühjahr – aufgrund eines entsprechenden Beschlusses der Stadtverordnetenversammlung – die Gespräche mit der Starwood Capital Group aufnahmen, hatten sie noch die Hoffnung, dass ein separater Erwerb des Hotels möglich sei.

Nun werden die Karten neu gemischt. Durch den geplatzten Ankauf ändern sich auch die Vorzeichen in der Stadtpolitik. Im März hatten die Stadtverordneten einen Beschluss gefasst, der den Ankauf und den langfristigen Abriss des Hotels befürwortet – allerdings stand der Beschluss unter Finanzierungsvorbehalt. Durch die neuesten Entwicklungen ist der Beschluss praktisch wirkungslos. Auswirkungen könnten die gescheiterten Pläne auch auf das laufende Bürgerbegehren der Initiative „Potsdamer Mitte neu denken“ haben. Eine der Forderungen lautet: Keine Verwendung öffentlicher Gelder für Kauf und Abriss des Mercure.

Von Ildiko Röd

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