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Potsdam Mercure bekommt prominenten Fürsprecher
Lokales Potsdam Mercure bekommt prominenten Fürsprecher
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13:55 31.03.2016
Das Mercure in Potsdam.
Innenstadt

Rückenwind für das bevorstehende Bürgerbegehren zum Hotel Mercure: Der prominente SPD-Politiker und DGB-Regionalchef Detlef Baer befürwortet das Begehren, das vom Bündnis „Potsdamer Mitte neu Denken“ initiiert worden ist und das am 8. April starten soll. „Ich finde, das ist eine entscheidende Frage für die Bürger“, sagte Baer am Mittwoch zur MAZ. „Sie müssen die Möglichkeit haben mitzuentscheiden, wie ihre Stadt aussehen soll und wofür ihre Steuermittel ausgegeben werden beziehungsweise nicht ausgegeben werden.“

Stolpe hatte gegen Mercure-Abriss plädiert – mit riesigem Echo

Baer ist der DGB-Vorsitzende der Region Mark Brandenburg mit etwa 60 000 Mitgliedern, die von der Prignitz bis Teltow-Fläming reicht. Von 2009 bis 2014 saß Baer, der in Michendorf wohnt, für die SPD im Landtag. Der DGB-Regionalchef ist bereits der zweite prominente SPD-Mann, der sich für eine Einbeziehung der Bürger in die Debatte um die Zukunft des Hotels einsetzt. Als Alt-Ministerpräsident Manfred Stolpe zu Jahresbeginn für den Erhalt des Mercure und eine Bürgerbefragung plädierte, löste er ein riesiges mediales Echo aus – und distanzierte sich mit seinen Äußerungen gleichzeitig indirekt von seinem Parteifreund, Oberbürgermeister Jann Jakobs, der die langfristigen Abrisspläne für das Hotelhochhaus unterstützt.

DGB-Regionalchef Detlef Baer. Quelle: Christel Köster

Baer will seine Unterstützung für das Bürgerbegehren nicht als Kritik am Rathaus-Chef verstanden wissen. „Das ist für mich nichts Politisches – es geht einfach darum, dass so eine wichtige Entscheidung alle Bürger betrifft.“

Binnen Jahresfrist müssen 13 566 Unterschriften gesammelt sein

Wie berichtet, wollen die Initiatoren mit ihrem Bürgerbegehren unter anderem verhindern, dass öffentliche Fördermittel für den Abriss des Hotels Mercure, des Staudenhofs und der Fachhochschule verwendet werden dürfen. Um dem Begehren zum Erfolg zu verhelfen, müssen binnen Jahresfrist 13 566 Unterschriften gesammelt werden. Danach prüfen die Stadtverordneten das Begehren hinsichtlich seiner rechtlichen Zulässigkeit. Liegt diese vor, kommt es zum Bürgerentscheid.

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Von Ildiko Röd

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