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Mercure
Im Wettlauf mit dem Potsdamer Bürgerbegehren
Sanierungsträger-Chef Bert Nicke mit einem Modell des Sanierungsgebiets Potsdamer Mitte.

Die bürgerliche Rathausmehrheit in Potsdam will nächste Woche das Konzept zur Neugestaltung der Flächen verabschieden, auf denen die alte Fachhochschule steht. Linke und „Die Andere“ drangen vergeblich auf eine Vertagung bis zum Abschluss des Bürgerbegehrens. Gegen den Abriss von Fachhochschule und „Mercure“-Hotel kamen bislang 13 190 Stimmen zusammen.

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Franzosen kaufen Interhotel-Portfolio
Das „Mercure“ hat einen neuen Besitzer. Der Betreiber bleibt.

Nach nur wenigen Monaten hat das Potsdamer Hotel „Mercure“ erneut den Besitzer gewechselt. Ein französisches Konsortium hat es zusammen mit acht weiteren ehemaligen DDR-Interhotels in Berlin, Dresden, Leipzig und Erfurt gekauft. Der Deal, über den diverse Plattformen der Branche berichten, soll ein Volumen von 500 bis 600 Millionen Euro gehabt haben.

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Debatte um das Hotel „Mercure“ in Potsdam
Ein gutes Dutzend Erwachsene, zwei Kinder und zwei Hunde fanden sich am Freitagnachmittag auf Einladung des Satiremagazins Extra 3  zum Picknick ein, wo nach dem Abriss des „Mercure“ die Wiese des Volkes entstehen soll.

Einige haben es schon lange vermutet – die Mercure-Debatte in Potsdam ist nicht mehr als eine Realsatire. Nun bekommt die Debatte tatsächlich einen Platz in einem Satiremagazin. Und zwar bei Extra 3. Das NDR-Team drehte am Freitag in Potsdam. Die Satiriker haben bereits eine Staatsaffäre ausgelöst.

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Ersatz für Hotel-Mercure wäre da
Das „neue Alte“ gegen das Hochhaus aus den 1970er Jahren: Potsdam streitet um die Gestaltung der Stadtmitte.

Explosives Papier aus dem Rathaus: Auf 18 Seiten erklärt die Potsdamer Stadtverwaltung, welcher Schaden durch das Bürgerbegehren zur Stadtmitte entstehen würde und warum das Hotel Mercure weggerissen werden kann. Die Reaktionen werden nicht lange auf sich warten lassen. Derzeit läuft eine Pressekonferenz.

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Potsdams Stadtmitte
Blick vom Hotel Mercure auf die Nördliche Innenstadt. Im Vordergrund das Stadtschloss, dahinter das Gebäude der  Fachhochschule (l.) .

Einst Schmuddelmeile, heute 1-A-Lage: Auf der Brandenburger Straße zwischen Bassinplatz und Brandenburger Tor kann gemütlich man durch die Potsdamer Innenstadt spazieren. Der Ur-Potsdamer Wolfgang Cornelius hat daran großen Anteil und hofft auf weitere Veränderungen in der Stadtmitte.

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Erinnerungen an das Interhotel Potsdam
„Sportfreund Hannemann“ 1969 bei einer Rallye, die er als Klassensieger beendete, wie das Magazin „Illustrierter Motorsport“ berichtete.

Tibet, Patagonien – Hans Hannemann war mit dem Motorrad überall auf der Welt. Dennoch ist dem 73-Jährigen eine Tour in eher unscheinbarer Kulisse besonders in Erinnerung geblieben. 1972 gewann er die Interhotel-Rallye kreuz und quer durch die DDR. Die 200 Mark Preisgeld verprasste er in dem Haus, das heute Mercure heißt. Das war schwerer als gedacht.

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Top-Thema Bürgerbegehren
Bernhard Schuster ist der Präsident der Brandenburgischen Architektenkammer.

Bernhard Schuster, Präsident der Brandenburgischen Architektenkammer, plädiert im MAZ-Interview dafür, das Bürgerbegehren zur Potsdamer Mitte nicht zu verteufeln. Sondern es als Chance für die Zukunft zu sehen: Alle Potsdamer sollen mit ins Boot geholt werden bei der Debatte um die Mitte. Sonst droht, dass viele Potsdam nicht mehr als „ihre“ Stadt wahrnehmen.

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Große Anfrage muss warten
Hotel Mercure in Potsdam.

Die Zehntausender-Marke ist locker geknackt worden. Inzwischen sind es sogar 11000 Stimmen. Die Initiatoren des Bürgerbegehrens „Kein Ausverkauf der Potsdamer Mitte“ sind ihrem erklärten Unterschriftenziel ein gutes Stück nähergekommen. Eine kritische Große Anfrage der Rathauskooperation zum Bürgerbegehren wird dagegen von einer anderen ausbremst.

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Teil 1: Träumen und feiern in der 17. Etage

Über alle Abrissdiskussionen hinweg: Das umstrittene „Mercure“ hat am Sonnabend gestrahlt. „In der 17. hat man noch Träume“ – so der Slogan. In der legendären Bar haben viele Gäste die Nacht zum Tag gemacht, um zu plaudern und zu tanzen, Cocktails zu trinken und den einmaligen Ausblick zu genießen. (Teil 1)

Bau des Mercure in Potsdam

Das Mercure, ehemaliges Interhotel Potsdam, wurde im Jahr 1969 fertiggestellt. Nach dem der Fall der Mauer wurde das Hotel saniert und umgebaut. Es steht an der Langen Brücke und grenzt an den Lustgarten. Seit Jahren wird über einen möglichen Abriss des Hotels gestritten. Hasso Plattner wollte am Standort des Hotels eine Kunsthalle bauen, gab das Vorhaben aber schließlich auf, weil diese Pläne auf erheblichen Widerstand stießen.

Potsdams Innenstadt - vor und nach dem Krieg

Der 14. April 1945 ist ein sonniger, warmer Frühlingstag – ein Sonnabend.  Um 22:15 Uhr ertönen die Sirenen, Bomben fallen auf Potsdam und wenig später marschiert die russische Armee in Potsdam ein. Das Stadtbild ist ein anderes geworden.

Das Protokoll zum Luftangriff: www.maz-online.de/Nacht-von-Potsdam

Sehen Sie das Mercure als städtebaulichen Missstand, den es zu beseitigen gilt?