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Mercure
Debatte um das Hotel „Mercure“ in Potsdam
Ein gutes Dutzend Erwachsene, zwei Kinder und zwei Hunde fanden sich am Freitagnachmittag auf Einladung des Satiremagazins Extra 3  zum Picknick ein, wo nach dem Abriss des „Mercure“ die Wiese des Volkes entstehen soll.

Einige haben es schon lange vermutet – die Mercure-Debatte in Potsdam ist nicht mehr als eine Realsatire. Nun bekommt die Debatte tatsächlich einen Platz in einem Satiremagazin. Und zwar bei Extra 3. Das NDR-Team drehte am Freitag in Potsdam. Die Satiriker haben bereits eine Staatsaffäre ausgelöst.

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Ersatz für Hotel-Mercure wäre da
Das „neue Alte“ gegen das Hochhaus aus den 1970er Jahren: Potsdam streitet um die Gestaltung der Stadtmitte.

Explosives Papier aus dem Rathaus: Auf 18 Seiten erklärt die Potsdamer Stadtverwaltung, welcher Schaden durch das Bürgerbegehren zur Stadtmitte entstehen würde und warum das Hotel Mercure weggerissen werden kann. Die Reaktionen werden nicht lange auf sich warten lassen. Derzeit läuft eine Pressekonferenz.

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Potsdams Stadtmitte
Blick vom Hotel Mercure auf die Nördliche Innenstadt. Im Vordergrund das Stadtschloss, dahinter das Gebäude der  Fachhochschule (l.) .

Einst Schmuddelmeile, heute 1-A-Lage: Auf der Brandenburger Straße zwischen Bassinplatz und Brandenburger Tor kann gemütlich man durch die Potsdamer Innenstadt spazieren. Der Ur-Potsdamer Wolfgang Cornelius hat daran großen Anteil und hofft auf weitere Veränderungen in der Stadtmitte.

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Erinnerungen an das Interhotel Potsdam
„Sportfreund Hannemann“ 1969 bei einer Rallye, die er als Klassensieger beendete, wie das Magazin „Illustrierter Motorsport“ berichtete.

Tibet, Patagonien – Hans Hannemann war mit dem Motorrad überall auf der Welt. Dennoch ist dem 73-Jährigen eine Tour in eher unscheinbarer Kulisse besonders in Erinnerung geblieben. 1972 gewann er die Interhotel-Rallye kreuz und quer durch die DDR. Die 200 Mark Preisgeld verprasste er in dem Haus, das heute Mercure heißt. Das war schwerer als gedacht.

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Top-Thema Bürgerbegehren
Bernhard Schuster ist der Präsident der Brandenburgischen Architektenkammer.

Bernhard Schuster, Präsident der Brandenburgischen Architektenkammer, plädiert im MAZ-Interview dafür, das Bürgerbegehren zur Potsdamer Mitte nicht zu verteufeln. Sondern es als Chance für die Zukunft zu sehen: Alle Potsdamer sollen mit ins Boot geholt werden bei der Debatte um die Mitte. Sonst droht, dass viele Potsdam nicht mehr als „ihre“ Stadt wahrnehmen.

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Große Anfrage muss warten
Hotel Mercure in Potsdam.

Die Zehntausender-Marke ist locker geknackt worden. Inzwischen sind es sogar 11000 Stimmen. Die Initiatoren des Bürgerbegehrens „Kein Ausverkauf der Potsdamer Mitte“ sind ihrem erklärten Unterschriftenziel ein gutes Stück nähergekommen. Eine kritische Große Anfrage der Rathauskooperation zum Bürgerbegehren wird dagegen von einer anderen ausbremst.

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Ringen um die Stadtmitte
Darum geht’s unter anderem im laufenden Bürgerbegehren: Um das Mercure-Hotel, dessen Kauf und Abriss verhindert werden sollen.

Das laufende Bürgerbegehren, das sich gegen den Einsatz von öffentlichen Geldern und Fördermitteln für den Abriss von Fachhochschule, Staudenhof-Wohnblock und Mercure-Hotel wendet, hat mittlerweile mehr als 9000 Unterschriften. Die Initiatoren gehen davon aus, dass sie noch im Mai das Begehren abschließen können. Aber wie geht es danach weiter?

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Über den Dächern Potsdams
Die 17. Etage wurde Mitte der 1990er  für Konferenzen umgebaut – taugt sie noch für ein gemütliches Café und eine schicke  Bar?

Das Interesse an der Aktion „In der 17. hat man noch Träume“ ist ungebrochen. Wer aber am 3. September dabei sein möchte, wenn hoch oben im Hotel Mercure das Café Bellevue und die legendäre Bar für einen Tag wieder eröffnen, muss sich gedulden. Der Kartenvorverkauf hat noch nicht begonnen. Dafür stecken die Organisatoren derzeit zu tief in der Planung.

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Teil 1: Träumen und feiern in der 17. Etage

Über alle Abrissdiskussionen hinweg: Das umstrittene „Mercure“ hat am Sonnabend gestrahlt. „In der 17. hat man noch Träume“ – so der Slogan. In der legendären Bar haben viele Gäste die Nacht zum Tag gemacht, um zu plaudern und zu tanzen, Cocktails zu trinken und den einmaligen Ausblick zu genießen. (Teil 1)

Bau des Mercure in Potsdam

Das Mercure, ehemaliges Interhotel Potsdam, wurde im Jahr 1969 fertiggestellt. Nach dem der Fall der Mauer wurde das Hotel saniert und umgebaut. Es steht an der Langen Brücke und grenzt an den Lustgarten. Seit Jahren wird über einen möglichen Abriss des Hotels gestritten. Hasso Plattner wollte am Standort des Hotels eine Kunsthalle bauen, gab das Vorhaben aber schließlich auf, weil diese Pläne auf erheblichen Widerstand stießen.

Sehen Sie das Mercure als städtebaulichen Missstand, den es zu beseitigen gilt?