Volltextsuche über das Angebot:

10 ° / 8 ° Sprühregen

Navigation:
1, 2 oder 3: Was soll aus dem Mercure werden?

Umfrage unter SPD-Mitgliedern 1, 2 oder 3: Was soll aus dem Mercure werden?

„Wie stellst du dir die Zukunft des Hotels Mercure vor?“ Diese Frage haben die Mitglieder der Potsdamer SPD gestellt bekommen. Drei Antwortmöglichkeiten sind gegeben. Bis Ende der Woche läuft die Befragung noch. Der Ausgang wird mit Spannung erwartet.

Voriger Artikel
So war es in der legendären 17. Etage des Mercure-Hotels
Nächster Artikel
Mercure-Gedankenspiele, Ironie und Kritik


Quelle: MAZonline

Potsdam. Das Mercure-Hotel beschäftigt nun auch die Potsdamer SPD. Nach MAZ-Informationen läuft derzeit eine Befragung der Mitglieder des SPD-Unterbezirks, mit der ein Meinungsbild eingeholt werden soll. Die Frage lautet konkret: „Wie stellst du dir die Zukunft des Hotels Mercure vor?“ Darauf gibt es drei mögliche Antworten.

Die erste steht unter der Überschrift „ Erwerb/Abriss “ und skizziert folgendes Szenario: „Die Stadt oder eine ihrer Gesellschaften kauft das Hotel und betreibt es so lange, bis das Geld für den Kauf wieder eingespielt ist. Sobald genügend Geld eingenommen wurde, entscheiden die Stadtverordneten, ob das Gebäude abgerissen wird.“

Die zweite Antwortmöglichkeit lautet: „ Flächentausch/Sanierung “. Konkret: „Die Eigentümer reißen das Hotel auf eigene Kosten ab. Sie dürfen dafür auf einer anderen Fläche im Lustgarten einen gleichwertigen, aber schöneren Ersatzneubau errichten, der sich harmonisch in die Umgebung einfügt. Alternativ können sie einen Vorschlag für die Sanierung des bestehenden Hauses machen, der das Aussehen deutlich verbessert. Der Stadt sollen dafür keine zusätzlichen Kosten entstehen.“

Die letzte Variante steht unter der Überschrift „ Nichteinmischung “ und wird so umrissen: „Die Stadt wird sich nicht aktiv einbringen und überlässt den Eigentümern die Entscheidung über die weitere Entwicklung des Hotel Mercure.“

Die Befragung unter den etwa 800 Mitgliedern des SPD-Unterbezirks läuft noch bis zum 9. September. Spannend könnte die Konstellation werden, falls sich die Befragten für die Varianten „Sanierung“ oder „Nichteinmischung“ entscheiden. In diesem Fall gäbe es einen innerparteilichen Dissens mit Oberbürgermeister Jann Jakobs (SPD). Dieser verfolgt weiterhin das langfristige Ziel vom Kauf und Abriss des Hotels.

Rückblick auf eine rauschende Nacht

Ganz unabhängig von der SPD-Umfrage wurde am Samstag im Mercure ordentlich gefeiert. Kurz: Die 17. Etage lebt. 1300 Potsdamer und Zugereiste besuchten am Samstag das in der Landeshauptstadt umstrittene Hotel „Mercure“. Für einen Tag und eine Nacht lebten dort das Café „Bellevue“ und die Panoramabar wieder auf. Noch auf dem Fest fiel die Entscheidung: Es wird eine Wiederholung geben.

Von Ildiko Röd

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Mercure
105f8eda-72d6-11e6-8faf-24d8a6ce3852
Teil 1: Träumen und feiern in der 17. Etage

Über alle Abrissdiskussionen hinweg: Das umstrittene „Mercure“ hat am Sonnabend gestrahlt. „In der 17. hat man noch Träume“ – so der Slogan. In der legendären Bar haben viele Gäste die Nacht zum Tag gemacht, um zu plaudern und zu tanzen, Cocktails zu trinken und den einmaligen Ausblick zu genießen. (Teil 1)

Bau des Mercure in Potsdam

Das Mercure, ehemaliges Interhotel Potsdam, wurde im Jahr 1969 fertiggestellt. Nach dem der Fall der Mauer wurde das Hotel saniert und umgebaut. Es steht an der Langen Brücke und grenzt an den Lustgarten. Seit Jahren wird über einen möglichen Abriss des Hotels gestritten. Hasso Plattner wollte am Standort des Hotels eine Kunsthalle bauen, gab das Vorhaben aber schließlich auf, weil diese Pläne auf erheblichen Widerstand stießen.

Potsdams Innenstadt - vor und nach dem Krieg

Der 14. April 1945 ist ein sonniger, warmer Frühlingstag – ein Sonnabend.  Um 22:15 Uhr ertönen die Sirenen, Bomben fallen auf Potsdam und wenig später marschiert die russische Armee in Potsdam ein. Das Stadtbild ist ein anderes geworden.

Das Protokoll zum Luftangriff: www.maz-online.de/Nacht-von-Potsdam

Sehen Sie das Mercure als städtebaulichen Missstand, den es zu beseitigen gilt?