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Mercure 1, 2 oder 3: Was soll aus dem Mercure werden?
Lokales Potsdam Mercure 1, 2 oder 3: Was soll aus dem Mercure werden?
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05:50 06.09.2016
Quelle: MAZonline
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Potsdam

Das Mercure-Hotel beschäftigt nun auch die Potsdamer SPD. Nach MAZ-Informationen läuft derzeit eine Befragung der Mitglieder des SPD-Unterbezirks, mit der ein Meinungsbild eingeholt werden soll. Die Frage lautet konkret: „Wie stellst du dir die Zukunft des Hotels Mercure vor?“ Darauf gibt es drei mögliche Antworten.

Die erste steht unter der Überschrift „Erwerb/Abriss“ und skizziert folgendes Szenario: „Die Stadt oder eine ihrer Gesellschaften kauft das Hotel und betreibt es so lange, bis das Geld für den Kauf wieder eingespielt ist. Sobald genügend Geld eingenommen wurde, entscheiden die Stadtverordneten, ob das Gebäude abgerissen wird.“

Die zweite Antwortmöglichkeit lautet: „Flächentausch/Sanierung“. Konkret: „Die Eigentümer reißen das Hotel auf eigene Kosten ab. Sie dürfen dafür auf einer anderen Fläche im Lustgarten einen gleichwertigen, aber schöneren Ersatzneubau errichten, der sich harmonisch in die Umgebung einfügt. Alternativ können sie einen Vorschlag für die Sanierung des bestehenden Hauses machen, der das Aussehen deutlich verbessert. Der Stadt sollen dafür keine zusätzlichen Kosten entstehen.“

Die letzte Variante steht unter der Überschrift „Nichteinmischung“ und wird so umrissen: „Die Stadt wird sich nicht aktiv einbringen und überlässt den Eigentümern die Entscheidung über die weitere Entwicklung des Hotel Mercure.“

Die Befragung unter den etwa 800 Mitgliedern des SPD-Unterbezirks läuft noch bis zum 9. September. Spannend könnte die Konstellation werden, falls sich die Befragten für die Varianten „Sanierung“ oder „Nichteinmischung“ entscheiden. In diesem Fall gäbe es einen innerparteilichen Dissens mit Oberbürgermeister Jann Jakobs (SPD). Dieser verfolgt weiterhin das langfristige Ziel vom Kauf und Abriss des Hotels.

Rückblick auf eine rauschende Nacht

Ganz unabhängig von der SPD-Umfrage wurde am Samstag im Mercure ordentlich gefeiert. Kurz: Die 17. Etage lebt. 1300 Potsdamer und Zugereiste besuchten am Samstag das in der Landeshauptstadt umstrittene Hotel „Mercure“. Für einen Tag und eine Nacht lebten dort das Café „Bellevue“ und die Panoramabar wieder auf. Noch auf dem Fest fiel die Entscheidung: Es wird eine Wiederholung geben.

Von Ildiko Röd

Am Tag ein Café hoch über der Stadt, am Abend eine Bar mit Tanzmusik: 1300 Gäste feierten am Samstag ein rauschendes Fest in Potsdams umstrittensten Hochhaus. In der 17. Etage hat man eben noch Träume – und es zeigt sich: Wahre Schönheit kommt von Innen. Jene die das Event nicht besuchen konnten, dürfen nun hoffen.

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Verstärkung für die Panoramabar, die am Samstag, 3. September, in der 17. Etage des Mercure-Hotels für eine Nacht ihre Pforten öffnet. Wie die Veranstalter des Bar-Events jetzt bekannt gaben, wird es im Erdgeschoss des Hotelriesen dann auch eine Hafenbar für eine Nacht geben. So sollen mehr Potsdamer an dem Event, das seit Wochen ausverkauft ist, teilnehmen können.

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