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Mercure 9000 Unterschriften gegen Mercure-Abriss
Lokales Potsdam Mercure 9000 Unterschriften gegen Mercure-Abriss
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08:48 02.05.2016
Bleibt das Hotel-Hochhaus nun doch stehen? Viele Potsdamer haben für den Erhalt des Mercure bereits unterschrieben. Quelle: Bernd Gartenschläger
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Innenstadt

Nach etwas mehr als drei Wochen ist die erste große Hürde im laufenden Bürgerbegehren genommen: Mehr als neuntausend Potsdamerinnen und Potsdamer haben bis Sonntag unterschrieben. Etwa fünfzehntausend gültige Unterschriften sind für ein erfolgreiches Bürgerbegehren notwendig. „Diese Zahl der Unterschriften gibt uns die Hoffnung, dass wir im Mai abschließen können“, sagte André Tomczak von der Initiative „Potsdamer Mitte neu denken“, die das Begehren gegen den Abriss der Fachhochschule am Alten Markt, des „Staudenhof“-Wohnblocks und des Mercure-Hotels initiiert hat.

Unterdessen halten die Bündnisgrünen in einem Positionspapier dagegen. Ihr Motto: „Die Potsdamer Mitte weiterentwickeln!“ Fraktionschef Peter Schüler erklärte dazu am Sonntag: „Wir machen darauf aufmerksam, dass das Sanierungsgebiet Potsdamer Mitte, um das es jetzt geht, nur der engste Kernbereich der Potsdamer Mitte ist und sich im Gesamtgebiet weiterhin zahlreiche Zeugnisse der DDR-Zeit befinden werden. Mit Ausnahme des Fachhochschul-Grundstückes geht es beim Hotel Mercure und dem Staudenhofwohnhaus um Weichenstellungen für die Zukunft und nicht um eine unmittelbare Umsetzung.“

Am Rande der Mai-Feier erklärte die baupolitische Sprecherin der Grünen-Fraktion, Saskia Hüneke: „Wir streben eine kleinteilige Stadtmitte im menschlichen Maßstab an, die in sozialer und kultureller Vielfalt belebt wird, wo sich Geschichte und Gegenwart begegnen.“ Ihr Ziel: Dass nicht nur 18 Prozent, sondern nahezu 30 Prozent der Wohnungen jeweils auf den Grundstücken des FH-Gebäudes und des Staudenhofwohnhauses als sozial geförderter Wohnraum entstehen.

„In Verbindung mit der Tatsache, dass das Staudenhofgrundstück weiter in städtischem Eigentum verbleiben wird, werden wir eine soziale Vielfalt allein im Sanierungsgebiet Potsdamer Mitte sichern können, von der die Kritiker bisher nicht einmal geträumt haben“, betonte Hüneke.

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MAZ-Sonderseite zum Mercure

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