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9000 Unterschriften gegen Mercure-Abriss

Bürgerbegehren in Potsdam 9000 Unterschriften gegen Mercure-Abriss

Das kann sich sehen lassen: Das Bürgerbegehren gegen den Abriss des Hotels Mercure und für den Erhalt von Fachhochschule und Staudenhof hat nach wenigen Wochen bereits bei 9000 Potsdamern Anklang gefunden. Knapp 14.000 Voten sind notwendig, um einen Beschluss in der Stadtverordnetenversammlung zu erzwingen.

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Bar-Flair für die Konferenzetage im Mercure

Bleibt das Hotel-Hochhaus nun doch stehen? Viele Potsdamer haben für den Erhalt des Mercure bereits unterschrieben.

Quelle: Bernd Gartenschläger

Innenstadt. Nach etwas mehr als drei Wochen ist die erste große Hürde im laufenden Bürgerbegehren genommen: Mehr als neuntausend Potsdamerinnen und Potsdamer haben bis Sonntag unterschrieben. Etwa fünfzehntausend gültige Unterschriften sind für ein erfolgreiches Bürgerbegehren notwendig. „Diese Zahl der Unterschriften gibt uns die Hoffnung, dass wir im Mai abschließen können“, sagte André Tomczak von der Initiative „Potsdamer Mitte neu denken“, die das Begehren gegen den Abriss der Fachhochschule am Alten Markt, des „Staudenhof“-Wohnblocks und des Mercure-Hotels initiiert hat.

Unterdessen halten die Bündnisgrünen in einem Positionspapier dagegen. Ihr Motto: „Die Potsdamer Mitte weiterentwickeln!“ Fraktionschef Peter Schüler erklärte dazu am Sonntag: „Wir machen darauf aufmerksam, dass das Sanierungsgebiet Potsdamer Mitte, um das es jetzt geht, nur der engste Kernbereich der Potsdamer Mitte ist und sich im Gesamtgebiet weiterhin zahlreiche Zeugnisse der DDR-Zeit befinden werden. Mit Ausnahme des Fachhochschul-Grundstückes geht es beim Hotel Mercure und dem Staudenhofwohnhaus um Weichenstellungen für die Zukunft und nicht um eine unmittelbare Umsetzung.“

Am Rande der Mai-Feier erklärte die baupolitische Sprecherin der Grünen-Fraktion, Saskia Hüneke: „Wir streben eine kleinteilige Stadtmitte im menschlichen Maßstab an, die in sozialer und kultureller Vielfalt belebt wird, wo sich Geschichte und Gegenwart begegnen.“ Ihr Ziel: Dass nicht nur 18 Prozent, sondern nahezu 30 Prozent der Wohnungen jeweils auf den Grundstücken des FH-Gebäudes und des Staudenhofwohnhauses als sozial geförderter Wohnraum entstehen.

„In Verbindung mit der Tatsache, dass das Staudenhofgrundstück weiter in städtischem Eigentum verbleiben wird, werden wir eine soziale Vielfalt allein im Sanierungsgebiet Potsdamer Mitte sichern können, von der die Kritiker bisher nicht einmal geträumt haben“, betonte Hüneke.

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Auf zwei Wegen können Sie die drei aus der 17. Etage erreichen. Via E-Mail an 17etage@gmail.com und mit der Post an: Schweiger Design, Steinstraße 44c, 14480 Potsdam.

MAZ-Sonderseite zum Mercure

Von Ildiko Röd

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