Volltextsuche über das Angebot:

10 ° / 8 ° bedeckt

Navigation:
Der Sturm auf die 17. Etage hat begonnen

Legendäre Bar im „Mercure“ in Potsdam öffnet wieder Der Sturm auf die 17. Etage hat begonnen

Sie schwärmen von unvergesslichen Stunden und gratulieren zu einer tollen Idee: Viele Potsdamer haben sich gemeldet, seit vor einer Woche bekannt geworden ist, dass drei Gastronomen die legendäre Café-Bar in der 17. Etage des „Mercure“-Hotels wieder eröffnen wollen. Reservierungswünsche gehen auch schon ein. Doch ganz so einfach ist das nicht.

Potsdam, Lustgarten 52.393464872463 13.060067236523
Google Map of 52.393464872463,13.060067236523
Potsdam, Lustgarten Mehr Infos
Nächster Artikel
Scharfenberg warnt Jakobs vor großem Fehler

Einst beherbergte das Hotelhochhaus eine Bar hoch oben in der 17. Etage – sie soll nun für einen Tag wieder eröffnen.

Quelle: MAZonlinet

Potsdam. Die Nachricht, dass das Café und die legendäre Bar in der 17. Etage des „Mercure“-Hotels für einen Tag wieder eröffnen, begeistert viele Potsdamer. Dutzende E-Mails haben die Veranstalter Claudia Thom-Neumann, Ingo Opitz und Ronny Rammelt in den vergangenen Tagen erreicht. Die Verfasser schwärmen von „unvergesslichen Stunden in der 17. Etage“ und gratulieren „zu einer – eigentlich naheliegenden – höchst sympathischen Idee“. Vor allem aber möchten sie sich Plätze im Café und in der Bar sichern und bitten um Reservierung.

„Wir hoffen auf das Verständnis, dass wir zu diesem frühen Zeitpunkt keine verbindlichen Zusagen machen können“, sagt Claudia Thom-Neumann. Weil das Interesse so groß sei, werde man sich kommende Woche zusammensetzen und beratschlagen, wie man mit den Reservierungswünschen umgeht und wie der 3. September vonstatten gehen könnte. „Wir informieren darüber, sobald wir uns entschieden haben.“

Die erste Band, die im Interhotel Potsdam in der Bar in der 17

Die erste Band, die im Interhotel Potsdam in der Bar in der 17. Etage zum Tanz aufspielte, kam aus Bulgarien.

Quelle: Privat

Derweil sind die Drei von der 17. Etage „tief beeindruckt“ von der Resonanz. „Wir haben mit einigem Rücklauf gerechnet, aber dass das Hotel so viele bewegt – das haben wir nicht gedacht“, sagt Claudia Thom-Neumann. „All die Zeilen sind so berührend und schön zu lesen – das haut uns weg.“ Spannend seien natürlich auch die Fotografien, die an vielen E-Mails hängen und am 3. September mit Interhotel-Anekdoten und anderen Erinnerungen in einer Ausstellung präsentiert werden. Schmuckstück reiht sich an Schmuckstück: der Lustgarten kurz vor dem Bau des Interhotels – eine rumpelige Brache; Speisekarten und Rechnungen, die erste Band, die zur Eröffnung des Hotels in der Bar aufspielte, für sechs Monate blieb und auch im „Bolgar“ in der Zeppelinstraße und in der Klosterkellerbar zum Tanz bat. „Großartig! Wir sind total begeistert!“

Inzwischen gibt es auch eine Adresse für all jene, die ihre Erinnerungen lieber zu Papier bringen und Abzüge per Post schicken möchten. Die Potsdamer Firma Schweiger Design unterstützt die Aktion, nimmt ab sofort die Briefpost entgegen und mischt unter anderem dabei mit, eine Internetseite für das Event zu bauen und Flyer zu entwerfen.

Teilen Sie Ihre Erinnerungen!

Waren Sie einmal Gast im Interhotel? Haben Sie Fotografien von diesem Besuch und möchten Ihre Erinnerungen teilen? Die Organisatoren der Bar-Renaissance suchen für eine Ausstellung noch Material.

Auf zwei Wegen können Sie die drei aus der 17. Etage erreichen. Via E-Mail an 17etage@gmail.com und mit der Post an: Schweiger Design, Steinstraße 44c, 14480 Potsdam.

 

Von Nadine Fabian

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Mercure
105f8eda-72d6-11e6-8faf-24d8a6ce3852
Teil 1: Träumen und feiern in der 17. Etage

Über alle Abrissdiskussionen hinweg: Das umstrittene „Mercure“ hat am Sonnabend gestrahlt. „In der 17. hat man noch Träume“ – so der Slogan. In der legendären Bar haben viele Gäste die Nacht zum Tag gemacht, um zu plaudern und zu tanzen, Cocktails zu trinken und den einmaligen Ausblick zu genießen. (Teil 1)

Bau des Mercure in Potsdam

Das Mercure, ehemaliges Interhotel Potsdam, wurde im Jahr 1969 fertiggestellt. Nach dem der Fall der Mauer wurde das Hotel saniert und umgebaut. Es steht an der Langen Brücke und grenzt an den Lustgarten. Seit Jahren wird über einen möglichen Abriss des Hotels gestritten. Hasso Plattner wollte am Standort des Hotels eine Kunsthalle bauen, gab das Vorhaben aber schließlich auf, weil diese Pläne auf erheblichen Widerstand stießen.

Potsdams Innenstadt - vor und nach dem Krieg

Der 14. April 1945 ist ein sonniger, warmer Frühlingstag – ein Sonnabend.  Um 22:15 Uhr ertönen die Sirenen, Bomben fallen auf Potsdam und wenig später marschiert die russische Armee in Potsdam ein. Das Stadtbild ist ein anderes geworden.

Das Protokoll zum Luftangriff: www.maz-online.de/Nacht-von-Potsdam

Sehen Sie das Mercure als städtebaulichen Missstand, den es zu beseitigen gilt?