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Mercure Mercure-Befürworter übergeben kistenweise Zustimmung
Lokales Potsdam Mercure Mercure-Befürworter übergeben kistenweise Zustimmung
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17:01 06.07.2016
Holger Jahn (vorne rechts)und Steffen Pfrogner übergeben die Kartons mit den Unterschriftenlisten an Potsdams Wahlleiter Matthias Förster (Mitte). Quelle: Bernd Gartenschläger
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Potsdam

Die Bürgerinitiative zum Erhalt der DDR-Architektur in Potsdams Mitte hat im Rathaus rund 17.000 Unterschriften von Bürgern übergeben. Damit werde ein Bürgerentscheid über den geplanten Abriss des ehemaligen Interhotels „Mercure“, der Fachhochschule und eines Wohnblocks in der historischen Mitte beantragt, sagte Initiativensprecher André Tomczak am Mittwoch.

Vor dem Stadthaus hatten sich am Mittwoch zahlreiche Gegner eines Mercure-Abrisses versammelt. Quelle: Bernd Gartenschläger

Nach Prüfung der Unterschriften soll voraussichtlich im September über die Gültigkeit des Bürgerbegehrens entschieden werden. Wenn mindestens 13.600 Unterschriften gültig sind, muss sich das Stadtparlament mit den Forderungen befassen. Falls die Stadtverordneten diese ablehnen, kommt es zum Bürgerentscheid.

Stadtpolitiker Lutz Boede ist Kritiker eines möglichen Mercure-Abrisses. Quelle: Bernd Gartenschläger

Eine Mehrheit im Stadtparlament steht hinter den Plänen der Stadtspitze um Bürgermeister Jann Jakobs (SPD), die drei Gebäude aus DDR-Zeiten rund um das wiedererrichtete Landtagsschloss abzureißen. Anschließend soll mit Neubauten eine Annäherung an das historische Stadtbild erreicht werden. Anstelle des Hotels soll der Lustgarten der preußischen Herrscher als „Wiese des Volkes“ wieder erstehen. Dagegen gibt es bei vielen Potsdamer Bürgern erheblichen Widerstand.

Von dpa

Der Termin steht: Am kommenden Mittwoch sollen die Unterschriftenlisten übergeben werden. Und die sind prall gefüllt. Die Initiative „Potsdamer Mitte neu denken“ hat fleißig gesammelt und tausende Potsdamer haben sich für den Erhalt des Mercures ausgesprochen.

30.06.2016

Trotz des laufenden Bürgerbegehrens gegen den Abriss von Fachhochschule (FH), Staudenhof und Hotel Mercure will Oberbürgermeister Jann Jakobs (SPD) am 1. Juli die Bürger über Pläne informieren, die den Abriss des FH-Gebäudes erfordern. Damit geht die Stadtverwaltung bei diesem Thema in die Offensive. Mercure und Staudenhof bleiben aber ausgespart.

28.11.2017
Potsdam Potsdamer Bürgerbegehren in der Zielgeraden - 15 500 Unterschriften für das Mercure

Das Potsdamer Bürgerbegehren gegen den Abriss des Mercure, der alten Fachhochschule und des Staudenhof-Wohnblocks geht in die Zielgerade. Nach Angaben der Initiatoren wurden mittlerweile mehr als 15 500 Unterschriften gesammelt. Vor dem Bildungsforum soll am Sonnabend der letzte Infostand mit Unterschriftenlisten stehen.

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