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Mercure-Befürworter übergeben kistenweise Zustimmung

Potsdam Mercure-Befürworter übergeben kistenweise Zustimmung

Schon seit Jahren wird in Potsdam darüber gestritten, ob das Mercure-Hotel gegenüber vom Landtagsschloss abgerissen werden soll oder nicht. Nun sind am Mittwoch 17.000 Unterschriften von Abriss-Gegnern im Potsdamer Rathaus übergeben worden. Sie könnten dafür sorgen, dass es zu einer Volksabstimmung über den möglichen Abriss kommt.

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Holger Jahn (vorne rechts)und Steffen Pfrogner übergeben die Kartons mit den Unterschriftenlisten an Potsdams Wahlleiter Matthias Förster (Mitte).

Quelle: Bernd Gartenschläger

Potsdam. Die Bürgerinitiative zum Erhalt der DDR-Architektur in Potsdams Mitte hat im Rathaus rund 17.000 Unterschriften von Bürgern übergeben. Damit werde ein Bürgerentscheid über den geplanten Abriss des ehemaligen Interhotels „Mercure“, der Fachhochschule und eines Wohnblocks in der historischen Mitte beantragt, sagte Initiativensprecher André Tomczak am Mittwoch.

Vor dem Stadthaus hatten sich am Mittwoch zahlreiche Gegner eines Mercure-Abrisses versammelt

Vor dem Stadthaus hatten sich am Mittwoch zahlreiche Gegner eines Mercure-Abrisses versammelt.

Quelle: Bernd Gartenschläger

Nach Prüfung der Unterschriften soll voraussichtlich im September über die Gültigkeit des Bürgerbegehrens entschieden werden. Wenn mindestens 13.600 Unterschriften gültig sind, muss sich das Stadtparlament mit den Forderungen befassen. Falls die Stadtverordneten diese ablehnen, kommt es zum Bürgerentscheid.

Stadtpolitiker Lutz Boede ist Kritiker eines möglichen Mercure-Abrisses

Stadtpolitiker Lutz Boede ist Kritiker eines möglichen Mercure-Abrisses.

Quelle: Bernd Gartenschläger

Eine Mehrheit im Stadtparlament steht hinter den Plänen der Stadtspitze um Bürgermeister Jann Jakobs (SPD), die drei Gebäude aus DDR-Zeiten rund um das wiedererrichtete Landtagsschloss abzureißen. Anschließend soll mit Neubauten eine Annäherung an das historische Stadtbild erreicht werden. Anstelle des Hotels soll der Lustgarten der preußischen Herrscher als „Wiese des Volkes“ wieder erstehen. Dagegen gibt es bei vielen Potsdamer Bürgern erheblichen Widerstand.

Von dpa

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