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Potsdams Mercure-Hotel hat neuen Besitzer

Franzosen kaufen Interhotel-Portfolio Potsdams Mercure-Hotel hat neuen Besitzer

Nach nur wenigen Monaten hat das Potsdamer Hotel „Mercure“ erneut den Besitzer gewechselt. Ein französisches Konsortium hat es zusammen mit acht weiteren ehemaligen DDR-Interhotels in Berlin, Dresden, Leipzig und Erfurt gekauft. Der Deal, über den diverse Plattformen der Branche berichten, soll ein Volumen von 500 bis 600 Millionen Euro gehabt haben.

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Das „Mercure“ hat einen neuen Besitzer. Der Betreiber bleibt.
 

Quelle: Bernd Gartenschläger

Innenstadt. Was sich seit Monaten andeutete, ist nun vollzogen. Wie die "Immobilien Zeitung" am Freitag meldete, hat das Hotel „Mercure“ erneut den Besitzer gewechselt. Demnach hat FDM Management, ein Gemeinschaftsunternehmen einer Tochter des französischen Reits Foncière des Régions und verschiedener französischer Versicherungen, das Interhotel-Portfolio mit neun früheren staatseigenen DDR-Hotels gekauft. Für dieses sowie ein weiteres Portfolio in Frankreich und Belgien zahlt FDM 936 Millionen Euro. Allein der Interhotel-Deal soll ein Volumen von 500 bis 600 Millionen Euro haben.

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Das Interhotel-Portfolio hat eine lange Vorgeschichte und war erst Ende 2015 von Blackstone an ein Konsortium aus Brookfield und Starwood gegangen. Es enthält neun Midscale- und Luxus-Hotels mit 4131 Zimmern in Ostdeutschland, darunter das Park Inn am Berliner Alexanderplatz und das Westin Grand in Berlin sowie Hotels in Dresden und Leipzig – und eben das „Mercure“ in Potsdam. Die Häuser werden weiter von Event Hotels betrieben.

Das Mercure, ehemaliges Interhotel Potsdam, wurde im Jahr 1969 fertiggestellt. Nach dem der Fall der Mauer wurde das Hotel saniert und umgebaut. Es steht an der Langen Brücke und grenzt an den Lustgarten. Seit Jahren wird über einen möglichen Abriss des Hotels gestritten. Hasso Plattner wollte am Standort des Hotels eine Kunsthalle bauen, gab das Vorhaben aber schließlich auf, weil diese Pläne auf erheblichen Widerstand stießen.

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Die Interhotels waren die Vorzeigehotels der DDR. Mit mehr als 430 Betten ist das Mercure heute nach Dorint und Kongresshotel das drittgrößte Hotel Potsdams.

Auf der MAZ-Sonderseite erfahren sie mehr zum umstrittenen Hotel.

Unterdessen geht der Streit um den möglichen Abriss des DDR-Neubaus weiter. In einem 18-seitigen Papier warnt das Rathaus davor, das laufende Bürgerbegehren zur Stadtmitte zu unterschreiben. Darin erklärt die Stadtspitze unter anderem, welcher Schaden durch das Bürgerbegehren zur Stadtmitte entstehen würde und warum das Hotel Mercure weggerissen werden kann.

Von Nadine Fabian

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Eiskalt erwischt hat es am Montag das Potsdamer Hotel „Mercure“. Ausnahmsweise ging es dieses Mal aber nicht um Abriss-Drohungen, sondern um die „Ice Bucket Challenge“. Die Mutprobe, bei der sich die Kombattanten einen Kübel Eiswasser übers Haupt schütten lassen, hat bei ihrem Lauf um die Welt somit auch Potsdam erreicht.

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Bau des Mercure in Potsdam

Das Mercure, ehemaliges Interhotel Potsdam, wurde im Jahr 1969 fertiggestellt. Nach dem der Fall der Mauer wurde das Hotel saniert und umgebaut. Es steht an der Langen Brücke und grenzt an den Lustgarten. Seit Jahren wird über einen möglichen Abriss des Hotels gestritten. Hasso Plattner wollte am Standort des Hotels eine Kunsthalle bauen, gab das Vorhaben aber schließlich auf, weil diese Pläne auf erheblichen Widerstand stießen.

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