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Mercure So war es in der legendären 17. Etage des Mercure-Hotels
Lokales Potsdam Mercure So war es in der legendären 17. Etage des Mercure-Hotels
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16:54 18.04.2018
Plaudern, tanzen, Freunde treffen: In der Bar in der 17. Etage ging es hoch her – und für viele ein Traum in Erfüllung, denn hier oben gibt es schon lange keine Bar mehr. Quelle: Friedrich Bungert
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Wahre Schönheit kommt von Innen – das ist nicht nur bei Menschen so. Das „Mercure“, dieses viel gescholtene DDR-Hotelhochhaus in Potsdams stuckverbrämter historischer Mitte, strahlte am Samstag über alle Abrissdiskussionen hinweg.

Fünf Monate ist es her, dass drei Potsdamer Gastrononomen die Parole „In der 17. hat man noch Träume“ ausgaben und ankündigten, für einen Tag und eine Nacht das legendäre Café „Bellevue“ und die Bar in der 17. Etage aufleben zu lassen. Nun war es soweit und 1300 Potsdamer und Zugereiste kamen, um zu plaudern und zu tanzen, um Freunde zu treffen, sich bei Kaffee, Kuchen und Cocktails verwöhnen zu lassen, den einmaligen Ausblick zu genießen – um mitzuträumen.

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Über alle Abrissdiskussionen hinweg: Das umstrittene „Mercure“ hat am Sonnabend gestrahlt. „In der 17. hat man noch Träume“ – so der Slogan. In der legendären Bar haben viele Gäste die Nacht zum Tag gemacht, um zu plaudern und zu tanzen, Cocktails zu trinken und den einmaligen Ausblick zu genießen. (Teil 1)

Unter den Gästen waren wie von den Initiatoren erwartet und erhofft etliche ehemalige Interhotel-Angestellte wie Mathias (53) und Kerstin (51) Prodell aus Glindow. Viele Jahre haben sie das Haus, in dem sie sich kennen- und lieben gelernt, in dem sie ihre Lehre absolviert und bis 1991 gearbeitet haben, nur aus der Ferne betrachtet. Nun können sie sich kaum mehr losreißen. Immer wieder gehen sie durch die Ausstellung, die mit Fotos und Requisiten durch die Hotel-Geschichte führt. Immer wieder fallen sie einstigen Kollegen in die Arme. Tränen fließen – meist aus Freude, denn die Belegschaft, so Kerstin Prodell, war „wie eine Familie, die man nicht mehr findet in der heutigen Arbeitswelt“. Aber auch aus Kummer: „Es kann nicht sein, dass man in Erwägung zieht, ein Haus aus der Welt zu schaffen, das immer funktioniert hat und funktioniert.“ Immer wieder fahren sie auch hin­auf in die 17. Etage, in der Menschen mit und ohne Interhotel-Erinnerungen bis um 3 Uhr morgens ein rauschendes Fest feiern.

Übrigens: Weil die Stadt im letzten Augenblick Sicherheitsbedenken angemeldet hatte, durften statt der geplanten 220 nur 150 Gäste zugleich hinauf. Ein Schreck, dem eine kecke Idee folgte: Das „Team 17“ um Ingo Opitz, Claudia Thom-Neumann und Ronny Rammelt öffnete stracks eine zweite Bar im Erdgeschoss. Ihr Fazit eines aufregenden Tages: „Wir wiederholen das – am liebsten noch in diesem Jahr.“

Von Nadine Fabian

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